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Lebens­ret­ten­der Ein­blick in die Blutgefäße

Ein öster­rei­chi­sches For­scher­team konnte die Aus­wer­tung der CT-Angio­gra­fie dras­tisch vereinfachen.

Ver­schluss­erkran­kun­gen von Adern stel­len ein mas­si­ves Gesund­heits­ri­siko dar. Ver­schie­dene Mög­lich­kei­ten zur Behand­lung (Deh­nung, Stent, Bypass) erlau­ben gute Hei­lungs­chan­cen. Zur The­ra­pie­pla­nung ist aber eine umfas­sende Ana­lyse des Blut­flus­ses durch alle peri­phe­ren Blut­ge­fäße not­wen­dig. Als Stan­dard dafür gilt die soge­nannte CT-Angio­gra­phie, doch wer­den bei die­ser tau­sende von Bil­dern erstellt, deren Aus­wer­tung her­aus­for­dernd ist. Exper­ten aus Medi­zin und Infor­ma­tik haben nun in einem Pro­jekt des Wis­sen­schafts­fonds FWF zusam­men­ge­ar­bei­tet, um diese Aus­wer­tun­gen dras­tisch zu vereinfachen.

3D-Vir­tua­li­sie­rung
„Es wird schwie­rig, wenn die Gefäße ihre Ori­en­tie­rung ändern oder sich ver­zwei­gen. Auch eine voll­stän­dige 3D-Visua­li­sie­rung war bis­her nicht leicht. Die von uns ent­wi­ckel­ten Tech­ni­ken erlau­ben nun genau die Dar­stel­lung die­ser Aspekte”, erklärt Milos Šrá­mek, der das Pro­jekt an der Öster­rei­chi­schen Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten lei­tete. Grund­lage dafür war die gemein­same Arbeit mit Teams an der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Wien und der Medi­zi­ni­schen Uni­ver­si­tät Wien.
Nun erlau­ben neuen Algo­rith­men zur Bild­ver­ar­bei­tung das Innere von Blut­ge­fä­ßen auch dann kon­ti­nu­ier­lich dar­zu­stel­len, wenn diese ihre räum­li­che Ori­en­tie­rung ändern. Das ermög­licht eine kom­plette 3D-Visua­li­sie­rung des Gefäß­in­nen­raums. Wei­tere Ent­wick­lun­gen des Teams umfas­sen intel­li­gente Dar­stel­lungs­me­tho­den, die es zum Bei­spiel erlau­ben, das gesamte Volu­men eines Gefä­ßes in einem ein­zi­gen Bild zu zei­gen. Dies ist eine Mög­lich­keit, die eine rasche Beur­tei­lung des Blut­flus­ses im gesam­ten Gefäß zulässt.
Wie wich­tig und hilf­reich diese in einem FWF-Pro­jekt ent­wi­ckel­ten Metho­den im Kli­nik­all­tag gewor­den sind, zeigt, dass sie bereits jetzt bei über 600 Fäl­len pro Jahr Anwen­dung fin­den – und hel­fen Leben zu retten.

Autor: red/stem
25.01.2017

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