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Lehr­lings­of­fen­sive gegen Fach­kräf­te­man­gel am Arbeitsmarkt

Land Nie­der­ös­ter­reich und AMS Nie­der­ös­ter­reich wei­ten wirt­schafts­ori­en­tierte Aus­bil­dungs­in­itia­tive für Jugend aus. Im heu­ri­gen fünf­ten Jahr der gemein­sa­men Akti­vi­tä­ten wer­den 51 Mil­lio­nen Euro inves­tiert. Ein Fokus betrifft die direkte Arbeitsplatzvermittlung.

2018 star­te­ten das Land Nie­der­ös­ter­reich und das AMS Nie­der­ös­ter­reich eine umfas­sende Lehr­lings­of­fen­sive, um Jugend­li­chen eine zukunfts­ori­en­tierte Aus­bil­dung zu bie­ten und dem stei­gen­den Arbeits­kräf­te­man­gel in Nie­der­ös­ter­reich ent­ge­gen­zu­wir­ken. Allein im letz­ten Jahr wur­den Anga­ben zufolge über 5.000 Jugend­li­che betreut, aus­ge­bil­det und an Unter­neh­men ver­mit­telt. Nun star­tet die Initia­tive in ihr fünf­tes Jahr.

Deut­li­cher Rück­gang der Jugendarbeitslosigkeit
„Wir neh­men auch heuer 51 Mil­lio­nen Euro in die Hand, um jun­gen Men­schen eine Per­spek­tive am Arbeits­markt zu geben. Alle Jugend­li­che unter 25 Jahre erhal­ten Unter­stüt­zung bei der Lehr­aus­bil­dung oder der Suche nach einem Arbeits­platz“, sagt Johanna Mikl-Leit­ner, Lan­des­haupt­frau von Nie­der­ös­ter­reich. „Seit Beginn der Lehr­lings­of­fen­sive haben bereits mehr als 25.000 junge Men­schen davon pro­fi­tiert“, so die Landeschefin. 

Dass die Initia­tive greift, zeigt der Rück­gang der Jugend­ar­beits­lo­sig­keit in Nie­der­ös­ter­reich. Im Dezem­ber 2022 gab es um knapp über 20 Pro­zent (20,4) weni­ger Arbeits­lose unter 25 Jah­ren als im Vor­kri­sen­jahr Dezem­ber 2019. Auch gegen­über dem Dezem­ber im Kri­sen­jahr 2021 redu­zier­ten sich die jugend­li­chen Arbeits­lo­sen um über sechs Pro­zent (6,3), so Land und AMS Niederösterreich. 

Jugend­bil­dungs­zen­tren, über­be­trieb­li­che Lehr­aus­bil­dung und das Pro­gramm Just2Job
„Betriebe bie­ten der­zeit so viele Lehr­stel­len wie schon lange nicht mehr. Aller­dings gibt es auch Berufs­be­rei­che, die für Jugend­li­che offen­bar weni­ger attrak­tiv sind. Wir müs­sen im Rah­men der Lehr­lings­of­fen­sive und dar­über hin­aus Wege fin­den, um Betriebe und junge Arbeits­kräfte zu ver­bin­den“, ergänzt Sven Her­go­vich noch in sei­ner Funk­tion als Geschäfts­füh­rer vom AMS-Nie­der­ös­ter­reich (Anm. Her­go­vich ist nach NÖ-Wahl neuer Chef der SPÖ-Niederösterreich).

Die NÖ Lehr­lings­of­fen­sive für zukunfts­ori­en­tierte Aus­bil­dungs­pro­gramme wird allen in Nie­der­ös­ter­reich leben­den Job- und Lehr­stel­len­su­chen­den bis 25 Jahre ermög­licht. Sie umfasst drei kon­krete Maß­nah­men, näm­lich die Jugend­bil­dungs­zen­tren, die über­be­trieb­li­che Lehr­aus­bil­dung und das Pro­gramm Just2Job. 

Beruf­li­che Vor­er­fah­rung nicht mehr unbe­dingt nötig
In den Jugend­bil­dungs­zen­tren wer­den Arbeits- oder lehr­stel­len­su­chende junge Erwach­sene bis 25 Jahre, die ihre Schul­pflicht been­det haben bzw. Jugend­li­che, die bereits über eine abge­schlos­sene Berufs­aus­bil­dung ver­fü­gen, unter­stützt. Ziel ist hier, ein ein­heit­li­ches Bil­dungs­an­ge­bot in allen Regio­nen anzu­bie­ten, dass den Ein­stieg in eine Lehre oder auf einen Arbeits­platz ermöglicht. 

Für Jugend­li­che, die trotz inten­si­ver Bemü­hun­gen keine betrieb­li­che Lehr­stelle fin­den konn­ten, gibt es die Über­be­trieb­li­che Lehr­aus­bil­dung. Und Just2Job ist eine ver­kürzte Lehr­aus­bil­dung. Diese gibt es für einen kon­kre­ten Arbeits­platz direkt im Betrieb. Beruf­li­che Vor­er­fah­rung müs­sen die jun­gen Teil­neh­me­rIn­nen zwi­schen 20 und 30 Jah­ren dabei nicht mehr unbe­dingt mit­brin­gen. Ziel ist es, in hal­ber Lehr­zeit abzu­schlie­ßen und die jun­gen Men­schen im aus­bil­den­den Betrieb nach Lehr­ab­schluss als Fach­kraft zu beschäftigen.

Autor: red/mich
14.02.2023

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