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Mala­ria-Dia­gnose per Computer

Der öster­rei­chi­sche For­scher Oli­ver Hay­den wurde mit einer neuen Mala­ria-Dia­gnose als Fina­list beim Euro­päi­schen Erfin­der­preis 2017 der EPA nominiert.

Der öster­rei­chi­sche Bio­che­mi­ker Oli­ver Hay­den darf sich Hoff­nun­gen auf den Euro­päi­schen Erfin­der­preis 2017 machen : Gemein­sam mit dem Nie­der­län­der Jan van den Boo­gaart hat er bei Sie­mens Healt­hi­neers einen com­pu­ter­ba­sier­ten Test für Mala­ria ent­wi­ckelt, der die Infek­tion schnel­ler und zuver­läs­si­ger als her­kömm­li­che Ver­fah­ren erkennt.
Erst­mals nach­dem Franz Amt­mann 2015 für die Ent­wick­lung der NFC-Tech­no­lo­gie geehrt wor­den ist, hat damit wie­der ein öster­rei­chi­scher For­scher die Chance, mit dem Euro­päi­schen Erfin­der­preis aus­ge­zeich­net zu wer­den. Die zwölfte Ver­lei­hung die­ses Inno­va­ti­ons­prei­ses fin­det am 15. Juni in Vene­dig statt. “Mit der schnel­len, zuver­läs­si­gen und auto­ma­ti­sier­ten Test­me­thode für Mala­ria kön­nen sich neue Maß­stäbe im Kampf gegen diese töd­li­che Krank­heit erge­ben”, erlärt EPA-Prä­si­dent Benoît Battistelli. 

Fin­ger­ab­druck
Mala­ria ist eine der töd­lichs­ten Infek­ti­ons­krank­hei­ten unse­rer Zeit — Hun­dert­tau­sende ster­ben jähr­lich daran. Doch nur zehn Pro­zent aller Infek­tio­nen wer­den über­haupt erkannt. Denn Sym­ptome wie Fie­ber und Schüt­tel­frost sind sehr unspe­zi­fisch und die bis­he­ri­gen Test­ver­fah­ren zu unge­nau — oder zu zeit­auf­wän­dig. Dabei könnte eine schnelle, zuver­läs­sige Dia­gnose allein in Afrika jähr­lich 100.000 Todes­fälle und über 400 Mil­lio­nen fal­sche Behand­lun­gen verhindern.
Hay­den und van den Boo­gaart gelang es spe­zi­fi­sche, von der Krank­heit her­vor­ge­ru­fene Ver­än­de­run­gen im Blut­bild von Mala­ria-Pati­en­ten zu iden­ti­fi­zie­ren. Sie fan­den 30 Para­me­ter, die in ihrer Kom­bi­na­tion Mala­ria zuver­läs­sig nach­wei­sen. Die­sen “Fin­ger­ab­druck” der Krank­heit über­setz­ten sie in Algo­rith­men, die ihn für einen Stan­dard-Blut­scan­ner les­bar machen. Die Methode kann eine Mala­ria-Infek­tion mit einer Genau­ig­keit von 97 Pro­zent feststellen. 

Autor: PressetextAustria/red/stem
17.05.2017

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