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© Pexels.com/David Guerroro

Mas­sive Ein­bu­ßen im Wintertourismus

Die vor­läu­fige Win­ter­sai­son zeigt wei­ter­hin deut­li­che Ein­bu­ßen im Ver­gleich zum Vor­kri­sen­ni­veau. Allein die Über­nach­tungs­zah­len im Jän­ner 2022 waren um ein Vier­tel nied­ri­ger als vor der Krise, so aktu­elle Erhe­bun­gen der Oes­ter­rei­chi­schen Nationalbank.

Der Start in die tou­ris­ti­sche Win­ter­sai­son gestal­tete sich durch den neu­er­li­chen Lock­down letz­ten Novem­ber und Dezem­ber schwie­rig. Das Weih­nachts­ge­schäft war dann trotz der ein­set­zen­den Omi­kron-Welle etwas bes­ser. Für den Jän­ner zeigt die auf Basis von Zah­lungs­kar­ten­um­sät­zen erstellte Näch­ti­gungs­pro­gnose der Oes­ter­rei­chi­schen Natio­nal­bank (OeNB) einen Rück­gang von 26 Pro­zent im Ver­gleich zum Vor­kri­sen­ni­veau im Jän­ner 2020. Pri­mä­rer Grund ist der Rück­gang der Über­nach­tun­gen aus­län­di­scher Gäste in Höhe von 31 Prozent. 

Mehr als ein Drit­tel unter Vorkrisenniveau
Die bis­he­rige Win­ter­sai­son von Novem­ber 2021 bis Jän­ner 2022 liegt um mehr als ein Drit­tel unter dem Vor­kri­sen­ni­veau. Ent­schei­dend für die wei­tere Ent­wick­lung wird der Februar, da die­ser mit den Semes­ter­fe­rien der umsatz- und näch­ti­gungs­stärkste Zeit­raum ist. Der­zeit erscheint es zwar wahr­schein­lich, dass die Betriebe offen­blei­ben, aber vor allem die Nach­frage aus dem Aus­land dürfte auf­grund der aktu­el­len Infek­ti­ons­lage deut­lich unter dem Vor­kri­sen­ni­veau lie­gen, so die OeNB-Experten.

Basis für die Erhe­bun­gen sind die Aus­ga­ben mit­tels Zah­lungs­kar­ten in Öster­reich und diese zei­gen zu Jah­res­be­ginn einen vola­ti­len Ver­lauf. In der ers­ten Woche des Jah­res wurde im Vor­kri­sen­ver­gleich ein Umsatz­plus bei Gäs­ten aus dem Inland sowie ein Rück­gang bei Gäs­ten aus dem Aus­land erzielt. In der zwei­ten bis vier­ten Kalen­der­wo­che gin­gen die Wachs­tums­ra­ten der Aus­ga­ben inlän­di­scher wie auch aus­län­di­scher Gäste leicht zurück. 

Näch­ti­gun­gen inlän­di­scher Gäste errei­chen Vorkrisenniveau
Im Durch­schnitt ergibt sich im Ver­gleich Jän­ner 2022 gegen­über Jän­ner 2020 ein Umsatz­zu­wachs bei inlän­di­schen Tou­ris­ten von 8 Pro­zent. Die Umsätze der aus­län­di­schen Tou­ris­ten gin­gen hin­ge­gen um 29 Pro­zent zurück. In Summe lag der Rück­gang bei 22 Pro­zent. Pri­mär ver­ant­wort­lich dafür ist ein Rück­gang der Näch­ti­gun­gen der aus­län­di­schen Gäste von 31 Pro­zent. Die Näch­ti­gun­gen der inlän­di­schen Gäste dürfte das Niveau von Jän­ner 2020 erreicht haben.

In den ers­ten drei Mona­ten der Win­ter­sai­son 2021/22 lagen die Näch­ti­gun­gen ins­ge­samt um 36 Pro­zent unter dem Vor­kri­sen­ni­veau. Im Fokus der zwei­ten Hälfte der Win­ter­sai­son steht die Ent­wick­lung im Februar als tra­di­tio­nell umsatz­stärks­ter Monat der Win­ter­sai­son. Vor dem Hin­ter­grund der der­zei­ti­gen Infek­ti­ons­lage ist vor allem die Nach­frage aus dem Aus­land deut­lich schwä­cher. „Allein ein rasches Abfla­chen der Omi­kron-Welle könnte zu einer Bele­bung des Tou­ris­mus im Laufe des Febru­ars füh­ren“, so die OeNB-Experten.

Autor: red/czaak
07.02.2022

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