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© Pexels.com/Karolina Grabowska

Mas­si­ver Anstieg der Miet­preise in Österreich

In den letz­ten zehn Jah­ren stie­gen hei­mi­sche Mie­ten mehr als dop­pelt so stark wie die Infla­tion, so eine aktu­elle Ana­lyse von Agenda Aus­tria. Geringste Anstiege bei Gemein­de­woh­nun­gen, größte Anstiege bei pri­va­ten Mieten.

Zwi­schen den Jah­ren 2010 und 2020 betrug die durch­schnitt­li­che Infla­ti­ons­rate bzw. Preis­er­hö­hung einen Wert von knapp 20 Pro­zent (exakt 19,8). Im glei­chen Zeit­raum ver­teu­er­ten sich die Miet­preise um durch­schnitt­lich 44 Pro­zent und damit um mehr als das Dop­pelte im Ver­gleich zur Infla­tion, so eine aktu­elle Erhe­bung von Agenda Aus­tria auf Basis von Daten der Sta­tis­tik Austria.

Die Wohn­kos­ten sind dabei über alle Kate­go­rien hin­weg gestie­gen und das inklu­diert den pri­va­ten Woh­nungs­markt, das Seg­ment der Genos­sen­schafts­woh­nun­gen und die Gemein­de­bau­ten. Am gerings­ten gestie­gen sind die Miet­preise in den Gemein­de­bau­ten mit einem Wert von 35 Pro­zent. Nicht erho­ben wur­den hier die Werte für Ober­ös­ter­reich und das Bur­gen­land. Für die Genos­sen­schafts­mie­ten wird eine Stei­ge­rung von 38 Pro­zent aus­ge­wie­sen. Die höchste Stei­ge­rung mit exakt plus 50 Pro­zent betrifft die pri­va­ten Mie­ten, die durch­schnitt­lich von Euro 5 auf 7,50 Euro je Qua­drat­me­ter zulegten.

Wien vor west­li­chen Bundesländern
Räum­lich betrach­tet leg­ten die Miet­preise beson­ders stark in Wien zu, hier wer­den über alle Seg­mente 50 Pro­zent aus­ge­wie­sen. Ein­zeln betrach­tet stie­gen hier die Gemein­de­bau­mie­ten mit 35 Pro­zent am gerings­ten, vor den Genos­sen­schafts­bau­ten mit 41 Pro­zent und den pri­va­ten Mie­ten mit 61 Pro­zent. Ein teu­re­rer Wert als in Wien wird für pri­vate Miet­woh­nun­gen für das Jahr 2020 in Vor­arl­berg, Salz­burg und Tirol angeführt.

Gene­rell liege die Basis für diese Stei­ge­rung vor allem an der gestie­ge­nen Nach­frage und den gleich­zei­tig stei­gen­den Immo­bi­li­en­preise an sich, so die Exper­ten von Agenda Aus­tria. Hinzu kommt dann der Fak­tor Infla­tion. „Viele Miet­ver­träge ent­hal­ten eine Anpas­sung an die Infla­tion – und umge­kehrt steigt die Infla­tion durch stei­gende Mie­ten. Die­ser Kreis­lauf wird Woh­nen auch künf­tig wei­ter ver­teu­ern“ erläu­tert Hanno Lorenz, lei­ten­der Öko­nom bei Agenda Aus­tria. „Sin­ken wer­den die Wohn­kos­ten erst dann, wenn das Ange­bot schnel­ler wächst als die Nach­frage und sich par­al­lel auch die Geld­po­li­tik nor­ma­li­siert“, skiz­ziert Lorenz.

Autor: red/czaak
18.01.2022

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