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Medien statt Frei­zeit, Sport und Sex

Die inten­sive Nut­zung aller Arten von Medien domi­niert zuneh­mend das Frei­zeit­ver­hal­ten der Men­schen. Durch­ge­hende Ver­füg­bar­keit und Angst etwas zu ver­pas­sen als Ursa­che, so eine aktu­elle Stu­die der BAT-Stif­tung für Zukunftsfragen.

Die aktu­elle Umfrage unter 3.000 deut­schen Bun­des­bür­gern des „Frei­zeit-Moni­tor 2018“ der BAT-Stif­tung für Zukunfts­fra­gen zeigt, dass Men­schen heut­zu­tage immer weni­ger Zeit für Gar­ten­ar­beit, Heim­wer­ken, Sport oder Sex haben. Im Vor­der­grund ste­hen TV-Kon­sum oder Musik hören, Zei­tung lesen, Inter­net­sur­fen oder Tele­fo­nie­ren. Grund dafür ist Domi­nanz und Über­an­ge­bot ver­schie­dens­ter Medien, eigene Bequem­lich­keit und die Angst etwas zu ver­pas­sen, so ein Bericht von Pres­se­text Austria.
Gerade jün­gere Men­schen glau­ben etwas zu ver­pas­sen oder in Ver­ges­sen­heit zu gera­ten, wenn sie nicht stän­dig online sind. Sie tele­fo­nie­ren beson­ders viel, ant­wor­ten auf jede Nach­richt sofort oder kom­men­tie­ren ent­spre­chende Social Media Infos. Durch diese Dau­er­be­rie­se­lung und die mediale Über­flu­tung füh­len sich nun immer mehr Bür­ger über­for­dert und wün­schen sich, öfters mal abzuschalten.

Zwi­schen­mensch­li­che Akti­vi­tä­ten nur zweitrangig
Die eigene Frei­zeit ist den Men­schen wei­ter­hin lieb und teuer – aber immer weni­ger Deut­sche ver­brin­gen ihre freie Zeit mit klas­si­schen Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten wie Sport, Musi­zie­ren, Gar­ten­ar­beit, Heim­wer­ken oder auch Aus­flü­gen. Nur noch drei soziale Akti­vi­tä­ten (Zeit mit dem Part­ner ver­brin­gen, über wich­tige Dinge reden und Kaf­fee­trin­ken) sowie vier rege­ne­ra­tive Beschäf­ti­gun­gen (sei­nen Gedan­ken nach­ge­hen, Aus­schla­fen, sich in Ruhe pfle­gen, Fau­len­zen) schaf­fen es ins Ran­king der häu­figs­ten Freizeitbeschäftigungen.
Zwi­schen den Geschlech­tern zei­gen sich Par­al­le­len wie Unter­schiede. Frauen wie Män­ner wür­den gerne öfter spon­tan sein und etwa mehr Aus­flüge machen oder öfter ein­fach ein­mal aus­schla­fen. Frauen wün­schen sich einen Ein­kaufs­bum­mel zu unter­neh­men, tan­zen zu gehen, Well­ness-Ange­bote zu nut­zen oder ein Musi­cal zu besu­chen. Män­ner wür­den sich wie­derum gerne öfter hand­werk­lich betä­ti­gen, zum Stamm­tisch gehen, mit dem Auto oder Motor­rad unter­wegs sein sowie häu­fi­ger Sex haben – was meist aber nicht klappt.

Geleb­ter Stress statt gewünsch­ter Entspannung
Den Stu­di­en­au­toren zufolge gleicht der Frei­zeit­all­tag vie­ler deut­scher Bun­des­bür­ger einer regel­rech­ten Stress-Ral­lye. Viele Betä­ti­gun­gen pas­sie­ren par­al­lel oder wer­den lau­fend wech­sel­weise ver­bun­den. Die Men­schen wol­len mög­lichst über­all dabei sein und haben Angst etwas zu ver­pas­sen. Die Frei­zeit ist ent­spre­chend zu dicht ver­plant, jede Minute wird ver­sucht zu opti­mie­ren und zu nut­zen. Vom Wunsch­den­ken her wür­den sie sich aber eigent­lich lie­ber mit Freun­den tref­fen, spon­tan ihren Bedürf­nis­sen fol­gen oder ein­fach gern mal faul auf der Couch lie­gen, um den eige­nen Gedan­ken nach­ge­hen zu können. 

Autor: PressetextAustria/red/cc
14.12.2018

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