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Medi­en­po­li­ti­schen Reform­stau auflösen

Zei­tungs­her­aus­ge­ber­prä­si­dent Tho­mas Kra­linger for­dert aber­mals medi­en­po­li­ti­sche Gesamt­stra­te­gie zur Stär­kung öster­rei­chi­scher Ange­bote und faire Wett­be­werbs­be­din­gun­gen gegen­über ame­ri­ka­ni­schen Digital-Konzernen.

Im Rah­men der Gene­ral­ver­samm­lung sowie der kon­sti­tu­ie­ren­den Vor­stands­sit­zung hat der Ver­band Öster­rei­chi­scher Zei­tun­gen sein Arbeits­pro­gramm für die Funk­ti­ons­pe­ri­ode von 2016 bis 2018 beschlos­sen. „Die Liste der not­wen­di­gen Refor­men ist in den letz­ten Jah­ren deut­lich ange­wach­sen. Lei­der blie­ben viele die­ser Refor­men auf der Stre­cke“, so Tho­mas Kralinger.
„Gerade im Hin­blick auf die Ent­wick­lung digi­ta­ler Geschäfts­mo­delle braucht es jedoch eine rot-weiß-rote Gesamt­stra­te­gie, die öster­rei­chi­sche Ange­bote for­ciert und faire Wett­be­werbs­be­din­gun­gen garan­tiert“, betont der soeben ein­stim­mig wie­der­ge­wählte VOeZ-Präsident.

Medi­en­mi­nis­ter Drozda gibt Anlass zur Hoffnung
Die jüngs­ten Aus­sa­gen von Medi­en­mi­nis­ter Drozda geben Anlass zur Hoff­nung, dass es auch in der Medi­en­po­li­tik zu einem Neu­start kommt. „Es gilt, den Reform­stau in die­sem Bereich auf­zu­lö­sen und The­men­kom­ple­xen wie der Neu­ge­stal­tung der Pres­se­för­de­rung, der Schaf­fung eines Leis­tungs­schutz­rechts und der steu­er­li­chen Gleich­be­hand­lung von Digi­tal­pro­duk­ten zum Durch­bruch zu ver­hel­fen“, so Kra­linger weiter.
Vor allem im Digi­tal­be­reich herrscht eine extreme Schief­lage zwi­schen US-ame­ri­ka­ni­schen Unter­neh­men und euro­päi­schen (Medien-)Unternehmen, die auf Grund rigi­der Regu­lie­run­gen und Vor­schrif­ten viele Initia­ti­ven in die­sem Bereich erschwert oder behin­dert. „Hier braucht es einer­seits eine deut­li­che Ent­las­tung und ande­rer­seits Maß­nah­men, um Fair­ness und Wett­be­werbs­gleich­heit her­zu­stel­len“, for­derte Kralinger.

Ein­stim­mige Wie­der­wahl und neuer Vizepräsident
Tho­mas Kra­linger wurde im Rah­men der 63. Gene­ral­ver­samm­lung als Prä­si­dent des Ver­ban­des Öster­rei­chi­scher Zei­tun­gen (VÖZ) ein­stim­mig wie­der­ge­wählt. Mar­kus Mair, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Sty­ria Media Group wurde neuer Vizepräsident.
Als Vize­prä­si­den­ten wie­der­ge­wählt wur­den Max Dasch („Salz­bur­ger Nach­rich­ten“), Hel­mut Hanusch (VGN) sowie Eugen A. Russ (Russ­me­dia). In ihrer Funk­tion als Prä­si­di­ums­mit­glie­der bestä­tigt wur­den Her­mann Petz („Tiro­ler Tages­zei­tung“) in sei­ner Funk­tion als Schrift­füh­rer, Rai­ner Eder („Öster­rei­chi­sche Bau­ern­zei­tung“) in sei­ner Funk­tion als Kas­sier sowie Wolf­gang Berg­mann („Der Stan­dard“). Neu im Prä­si­dium ver­tre­ten sind Lorenz Cuturi („OÖNach­rich­ten“) und „NÖN“-Geschäftsführer Fried­rich Dungl. Dar­über hin­aus wurde Chris­tiane Feigl, Geschäfts­füh­re­rin „Welt der Frau“, in den Vor­stand gewählt. 

Rudolf Cuturi und Gerda Schaf­fel­ho­fer tre­ten ab
“OÖN”-Herausgeber Rudolf A. Cuturi stand nicht mehr für die Funk­tion des Prä­si­di­ums­mit­glieds zur Ver­fü­gung. Er hatte dem VÖZ-Vor­stand knapp 20 Jahre sowie dem ‑Prä­si­dium seit zehn Jah­ren ange­hört. Ebenso nicht mehr für den Vor­stand kan­di­diert hat Gerda Schaf­fel­ho­fer, die lang­jäh­rige Geschäfts­füh­re­rin der Wochen­zei­tung „Fur­che“ und VÖZ-Prä­si­di­ums­mit­glied, auf Grund ihres bevor­ste­hen­den Pen­si­ons­an­tritts. Kra­linger dankte bei­den Per­sön­lich­kei­ten für ihr lan­ges Enga­ge­ment und ihre Mit­ar­beit in den Verbandsgremien.
Die wei­te­ren VOeZ-Vor­stands­mit­glie­der sind : Wal­ter Ach­leit­ner (Kir­chen­zei­tun­gen), Maxi­mi­lian Dasch (Salz­bur­ger Woche), Clau­dia Grad­wohl (pro­fil), Wolf­gang Hatt­manns­dor­fer (Neues Volks­blatt), Rai­mund Jacoba (Gewinn), Rai­ner Nowak (Die Presse), Mar­kus Raith (Neue Vor­arl­ber­ger Tages­zei­tung), Ger­hard Ried­ler (Kro­nen Zei­tung), Wolf­gang Ried­ler (Wie­ner Zei­tung), Oli­ver Schme­rold (auto tou­ring), Rudolf Schwarz (Wirt­schafts­Blatt), Klaus Schweig­ho­fer (Kleine Zei­tung Graz), Tho­mas Spann (Kleine Zei­tung Kla­gen­furt) und Tho­mas Zem­ba­cher (Öster­rei­chi­scher Wirtschaftsverlag). 

Autor: red/czaak
01.07.2016

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