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Meh­rere Mil­lio­nen Mil­li­ar­den Rechen­vor­gänge pro Sekunde

Neuer Super­com­pu­ter in Wien eröff­net. TU Wien, Uni Wien, BOKU Wien, TU Graz, Uni Inns­bruck und Johan­nes Kep­ler Uni Linz betrei­ben den Vienna Sci­en­ti­fic Clus­ter. BM für Bil­dung, Wis­sen­schaft und For­schung leis­tet maß­geb­li­che Finanzierung.

Die fünfte Gene­ra­tion des Vienna Sci­en­ti­fic Clus­ter, kurz VSC‑5, ist fer­tig. Diese neue Super­ma­schine hat eine Rechen­leis­tung von ins­ge­samt 4,3 Petaflop/​s, das sind Mil­lio­nen Mil­li­ar­den Rechen­op­tio­nen pro Sekunde. Der VSC‑5 soll damit für prak­ti­sche Anwen­dun­gen dop­pelt so schnell sein wie sein Vor­gän­ger, der VSC‑4 – und das bei fast glei­chem Ener­gie­be­darf. Betrie­ben wird der neue Super­com­pu­ter gemein­sam von den fünf öster­rei­chi­schen Uni­ver­si­tä­ten TU Wien, Uni Wien, Uni für Boden­kul­tur Wien, TU Graz, Uni Inns­bruck und neu­er­dings auch der Johan­nes Kep­ler Uni­ver­si­tät Linz. 

Das Bun­des­mi­nis­te­rium für Bil­dung, Wis­sen­schaft und For­schung finan­ziert das Groß­pro­jekt maß­geb­lich mit. „Mit die­sen Rechen­res­sour­cen, die von allen For­schen­den in ganz Öster­reich genutzt wer­den kön­nen, wer­den wis­sen­schaft­li­che Bei­träge in wich­ti­gen Berei­chen wie Kli­ma­wan­del, Medi­zin und Quan­ten­for­schung wei­ter beschleu­nigt und die inter­na­tio­nale Wett­be­werbs­fä­hig­keit gesi­chert“, betont Mar­tin Pola­schek, Bun­des­mi­nis­ter für Bil­dung, Wis­sen­schaft und Forschung.

Über 1.500 Pro­zes­so­ren mit rund 100.000 Ker­nen und über 120 Grafikkarten
Die Hard­ware wurde von der Firma Mega­ware bereit­ge­stellt. Das moderne Sys­tem besteht aus 1.540 Pro­zes­so­ren (Anm. AMD) mit ins­ge­samt 98.560 Ker­nen. Zusätz­lich ver­fügt der VSC‑5 über 120 Gra­fik­kar­ten (Anm. NVI­DIA). Gekühlt wird das Sys­tem mit Was­ser. Trotz sei­ner hohen Rechen­leis­tung soll der VSC‑5 ener­gie­ef­fi­zi­en­ter als der Vor­gän­ger­com­pu­ter VSC‑4 sein. Pro Jahr ver­braucht der Vienna Sci­en­ti­fic Clus­ter um die 8.000.000 kW/​h Strom, dies ent­spricht etwa einem Ach­tel des gesam­ten Strom­ver­brauchs der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Wien. 

„Einen gemein­sa­men Super­com­pu­ter im Bereich High-Per­for­mance-Com­pu­ting zu betrei­ben hat sich bes­tens bewährt und stärkt den Wis­sen­schafts­stand­ort“, so Regina Hit­zen­ber­ger, Vize­rek­to­rin für Infra­struk­tur an der Uni­ver­si­tät Wien. Eng mit dem VSC-Clus­ter ver­bun­den sind auch die Unis Graz, Kla­gen­furt und Bozen, die Mon­tan­uni Leo­ben, die Med Unis Wien, Graz und Inns­bruck, wei­ters die Vete­ri­när­me­di­zi­ni­sche Uni Wien, die Cen­tral Euro­pean Uni­ver­sity sowie Eurac Rese­arch. Um der stei­gen­den Nach­frage nach Rechen­zeit gerecht zu wer­den, wer­den nun beide Sys­teme, VSC‑4 und VSC‑5, par­al­lel betrieben.

Autor: red/czaak
29.09.2022

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