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© pexels/alexander gery

Mei­nung und Alter­na­ti­ven gegen Vier-Tage-Woche

Das ifo-Insti­tut gilt als renom­mierte Insti­tu­tion zu Wirt­schafts­fra­gen. Prä­si­dent Cle­mens Fuest argu­men­tiert gegen die Vier-Tage-Woche und für mehr Kin­der­be­treu­ung und höhere Löhne.

Der Prä­si­dent des in Mün­chen (D) ansäs­si­gen Wirt­schafts-For­schungs­in­sti­tuts ifo spricht sich aktu­ell gegen die Vier-Tage-Woche bei vol­lem Lohn­aus­gleich aus. Aus der Sicht von Cle­mens Fuest ent­sprä­che die Arbeits­zeit bei unver­än­der­tem Monats­lohn um ein Fünf­tel zu kür­zen einer Erhö­hung des Stun­den­lohns um 25 Prozent. 

„Für die Unter­neh­men wäre das nur dann finan­zier­bar, wenn die Pro­duk­ti­vi­tät der Beschäf­tig­ten im glei­chen Umfang stei­gen würde – sie also an vier Tagen das leis­ten, wofür sie heute fünf Tage brau­chen“, erläu­tert Fuest. Die Pro­duk­ti­vi­tät könnte bei kür­ze­rer Arbeits­zeit zwar durch­aus zuneh­men, aber kaum in die­sem Umfang. 

Höhere Löhne gegen Arbeitskräftemangel
Aus Sicht des ifo-Prä­si­den­ten erscheine es zudem abwe­gig, in einer Volks­wirt­schaft wie Deutsch­land, wo Arbeits­kräfte ohne­hin immer knap­per wür­den, kür­zere Arbeits­zei­ten auch noch gesetz­lich vor­zu­ge­ben oder zu för­dern. Poli­tik und Tarif­part­ner soll­ten die Bedin­gun­gen viel­mehr so gestal­ten, dass Anreize für Erwerbs­tä­tig­keit gestärkt würden. 

„Dazu gehört es, beim Bür­ger­geld Teil­zeit­ar­beit weni­ger und Voll­zeit­ar­beit stär­ker zu för­dern. Dazu gehört der wei­tere Aus­bau der Kin­der­be­treu­ung, die Ehe­gat­ten­be­steue­rung zu refor­mie­ren und öffent­li­che Aus­ga­ben zu begren­zen für Spiel­räume, um Steu­ern und Abga­ben auf Arbeits­löhne zu sen­ken“, argu­men­tiert Fuest. Und: „Nicht zuletzt lässt sich Arbeits­kräf­te­knapp­heit auch durch höhere Löhne lindern.“

Autor: red/cc
20.06.2023

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