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Mensch­ma­schine

Mit dem Gehirn den Com­pu­ter steu­ern – das ist nicht Tele­ki­nese, son­dern ange­wandte For­schung mit hohem Nutzwert.

Beim ers­ten „Cyb­ath­lon“ im Okto­ber wer­den sich Men­schen mit schwe­ren Behin­de­run­gen zu einem Wett­kampf mit­hilfe moderns­ter Pro­the­sen und Assis­tenz­sys­te­men ein­fin­den. Mit dabei in der Schweiz sind ein an Armen und Bei­nen gra­vie­rend ein­ge­schränk­ter Stei­rer und eine Stu­die­ren­den­gruppe der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Graz.
Mit Brain-Com­pu­ter-Inter­faces (BCI) – also Gehirn-Com­pu­ter-Schnitt­stel­len – sol­len Com­pu­ter, Maschi­nen oder Kör­per­pro­the­sen alleine mit der Kraft von Gedan­ken gesteu­ert wer­den. Die Ergeb­nisse sind unter ande­rem für die Reha­bi­li­ta­tion von kör­per­lich schwer behin­der­ten Men­schen relevant.
„Das beginnt bei der Fähig­keit zu kom­mu­ni­zie­ren, geht über Mus­kel- und Ner­ven­sti­mu­la­tion bis hin zur gestei­ger­ten Auf­merk­sam­keits­ka­pa­zi­tät“, fasst Ger­not Mül­ler-Putz, Lei­ter des Insti­tut für Neu­ro­tech­no­lo­gie an der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Graz, zusam­men, wo sich For­scher seit 25 Jah­ren mit die­ser The­ma­tik beschäftigen.

Cyb­ath­lon der ETH Zürich
Men­schen mit gra­vie­ren­den kör­per­li­chen Han­di­caps wer­den am 8. Okto­ber mit Pro­the­sen, die sie über ihre eige­nen Gehirn­si­gnale steu­ern, zu Wett­kämp­fen in sechs unter­schied­li­chen Dis­zi­pli­nen antre­ten. Orga­ni­siert wird der Cyb­ath­lon von der ETH Zürich. Rund 80 Teams aus aller Welt haben sich angemeldet.
„Unter ande­rem wer­den Trä­ger von Bein­pro­the­sen mit­ein­an­der auf einem Hin­der­nis­par­cours um die Wette lau­fen, Teil­neh­mer mit Arm­pro­the­sen mes­sen sich in einem Geschick­lich­keits­test und Pilo­ten mit einer Quer­schnitt­läh­mung absol­vie­ren einen Hin­der­nis­par­cours mit­tels eines moto­ri­sier­ten Exo­ske­letts“, schil­dert Team­lea­der David Steyrl.
In der Dis­zi­plin BCI Race kon­trol­lie­ren und steu­ern schwer gelähmte Teil­neh­mer eine Figur in einem Wett­ren­nen am PC. Hier tritt der Stei­rer Ger­hard Klein­ho­fer aus Guß­werk nahe Maria­zell mit dem Stu­die­ren­den­team an. 

Autor: APA-Science/red/stem
20.09.2016

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