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Mil­li­ar­den für die Wissenschaft

Mit dem 7. Rah­men­pro­gramm unter­stützt die EU For­schungs­pro­jekte der Mitgliedstaaten.

Mit einem Gesamt­bud­get von rund 53,5 Mrd. Euro ist das mit 1. Jän­ner 2007 gestar­tete 7. EU-Rah­men­pro­gramm für For­schung, tech­no­lo­gi­sche Ent­wick­lung und Demons­tra­tion das welt­weit größte trans­na­tio­nale For­schungs­pro­gramm. Kon­zi­piert für eine Lauf­zeit von sie­ben Jah­ren, umfasst das 7. Rah­men­pro­gramm vier spe­zi­fi­sche Berei­che, näm­lich „Zusam­men­ar­beit“, „Ideen“, „Men­schen“ und „Kapa­zi­tä­ten“.

Schwer­punkt­the­men
So etwa unter­stützt der Bereich „Zusam­men­ar­beit“ ganz kon­kret For­schungs­ak­ti­vi­tä­ten betref­fend „Gesund­heit“, „Lebens­mit­tel, Land­wirt­schaft und Bio­tech­no­lo­gie“, „Infor­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gie“, „Nano, Werk­stoffe und Pro­duk­ti­ons­tech­no­lo­gien“, „Ener­gie“, „Umwelt“, „Ver­kehr“, „Wirtschafts‑, Sozial- und Geis­tes­wis­sen­schaf­ten“ sowie „Welt­raum“ und „Sicher­heit“. Die Kate­go­rie „Ideen“ wie­derum hat die För­de­rung von Pro­jek­ten der Grund­la­gen­for­schung zum Ziel. „Men­schen“ wid­met sich der För­de­rung von Human­res­sour­cen sowie der inter­na­tio­na­len Mobi­li­tät von Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­lern. Und „Kapa­zi­tä­ten“ schließ­lich soll die For­schungs- und Inno­va­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten in Europa ver­bes­sern und ihre opti­male Nut­zung sicherstellen.
Die For­schungs­rah­men­pro­gramme wer­den seit dem Jahr 1984 von der Euro­päi­schen Kom­mis­sion durch­ge­führt. Dekla­rier­tes Ziel der EU ist es, die wis­sen­schaft­li­chen und tech­no­lo­gi­schen Grund­la­gen der Indus­trie der Gemein­schaft zu stär­ken und die inter­na­tio­nale Wett­be­wers­fä­hig­keit der Mit­glied­staa­ten zu fördern.
Bis Mai 2009 wur­den für das 7. Rah­men­pro­gramm rund 38.000 Pro­jekt­vor­schläge mit knapp 204.000 Betei­li­gun­gen ein­ge­reicht, 5903 Pro­jekt­vor­schläge davon wur­den von der Euro­päi­schen Kom­mis­sion zur För­de­rung vor­ge­schla­gen. Das ent­spricht einer Bewil­li­gungs­quote von 15,6 Pro­zent. Die Summe der bean­trag­ten För­de­run­gen beläuft sich auf mehr als 11,3 Mrd. Euro. Knapp zwei Drit­tel aller bewil­lig­ten Betei­li­gun­gen kom­men aus der Säule „Zusam­men­ar­beit“, wobei die Berei­che „Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Infor­ma­ti­ons­tech­n­lo­gie“, „Gesund­heit“ und „Ver­kehr“ zu den Spit­zen­rei­tern zählen. 

Öster­reich unter Top 10
Inge­samt kön­nen der­zeit laut Erhe­bun­gen von Pro­viso im 7. Rah­men­pro­gramm 39.749 Betei­li­gun­gen aus ganz Europa mit För­de­run­gen rech­nen. Mit 1003 bewil­lig­ten Betei­li­gun­gen liegt Öster­reich inner­halb der EU 27 an beacht­li­cher zehn­ter Stelle, das bedeu­tet, 2,5 Pro­zent aller der­zeit bewil­lig­ten Betei­li­gun­gen kom­men aus Österreich.
Num­mer eins bei den bewillig­ten Betei­li­gun­gen ist Deutsch­land, dicht gefolgt von Eng­land. Mit Abstand ran­giert Frank­reich auf Platz drei.

Autor:
21.08.2009

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