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Mit Emo­jis kön­nen Schlag­an­fall­pa­ti­en­ten wie­der Gefühle ausdrücken

Sam­sung Ita­lia gibt mit der Anwen­dung “Wemo­gee” Men­schen mit Schlag­an­fall wie­der die Mög­lich­keit zu kommunizieren.

Für Apha­sie-Pati­en­ten, die auf­grund eines Schlag­an­falls Pro­bleme beim Spre­chen und Ver­ste­hen von Spra­che haben, hat Sam­sung Elec­tro­nics Ita­lia die App “Wemo­gee” ent­wi­ckelt. Damit kön­nen Betrof­fene per ein­fa­chen Emoji-Sät­zen kommunizieren.
“Der apha­si­sche Pati­ent wird einer gan­zen Menge an Mit­teln beraubt, die nicht nur seine Fähig­keit, all­täg­li­che Bedürf­nisse zu kom­mu­ni­zie­ren, betrifft, son­dern auch seine Emo­tio­nen. Das ver­ur­sacht natür­lich ein Gefühl von Frus­tra­tion und Hilf­lo­sig­keit bei sei­nen Nächs­ten, was dazu füh­ren kann, dass sich der Pati­ent mehr und mehr zurück­zieht”, sagt Neu­ro­chir­urg Giu­seppe Sciar­rone. Sprach­the­ra­peu­tin Fran­ce­sca Polini erklärt, dass das Ver­ständ­nis für Emo­jis bei Pati­en­ten mit Apha­sie nicht ein­ge­schränkt ist — sie kön­nen Bil­der, Mimik und Ges­tik wei­ter­hin gut ent­schlüs­seln. Darum wer­den ihnen nun 140 Phra­sen ange­bo­ten, die in sechs Kate­go­rien unter­teilt sind.

Emo­tio­nale Komponente
Dar­un­ter fin­den sich etwa Fra­gen wie “Was wür­dest du gerne essen?” oder “Wür­dest du gerne mit mir zum Strand gehen?”. Außer­dem kön­nen Apha­sie-Pati­en­ten durch die App wie­der “Ich liebe dich” sagen. Die sprach­lich nicht beein­träch­tig­ten Emp­fän­ger der Nach­rich­ten kön­nen diese als nor­ma­len Text lesen und auch mit Text­nach­rich­ten ant­wor­ten, die dann für sie in Emo­jis umge­wan­delt werden.
Allein in Ita­lien sind über 200.000 Men­schen von Apha­sie betrof­fen. Diese kann neben Schlag­an­fäl­len auch durch Tumore oder Schä­del-Hirn-Trau­mata aus­ge­löst wer­den. Die App ist nicht nur ein Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel, um über die Ferne in Kon­takt zu blei­ben, son­dern kann auch als Unter­stüt­zung bei der Face-to-Face-Kom­mu­ni­ka­tion her­an­ge­zo­gen wer­den. Sie ist auf Google Play gra­tis ver­füg­bar, eine App für iOS-Geräte ist eben­falls in Planung.

Autor: PressetextAustria/red/stem
24.05.2017

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