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© pexels/google deepmind

„Mit Maschi­nen in unse­rer Spra­che sprechen“

Schaeff­ler und Sie­mens brin­gen KI-gestützte Auto­ma­tion in die indus­tri­elle Pro­duk­tion. Im Fokus ste­hen die Berei­che Design, Engi­nee­ring und War­tung in Fer­ti­gungs­pro­zes­sen, das Thema Fach­kräf­te­man­gel spielt ebenso eine rele­vante Rolle.

Sie­mens nutzt schon län­ger gene­ra­tive künst­li­che Intel­li­genz. Im Spe­zi­el­len geht es um KI-Awen­dun­gen für die Berei­che Design, Engi­nee­ring, Fer­ti­gung und um Inno­va­tion in den Betriebs­le­bens­zy­klen von Pro­duk­ten. Auf der Smart Pro­duc­tion Solu­ti­ons Messe (SPS) in Nürn­berg prä­sen­tie­ren Sie­mens und das Motion-Tech­no­logy-Unter­neh­men Schaeff­ler nun erst­mals eine Maschine, die mit dem Indus­trial Copi­lot erwei­tert wurde. Die bei­den Unter­neh­men zei­gen, wie die­ser Indus­trial Copi­lot die indus­tri­el­len Auto­ma­ti­sie­rungs­lö­sun­gen von Sie­mens ergän­zen kann.

Auto­ma­ti­sie­rungs-Code mit natür­li­cher Spracheingabe
Um Inge­nieure bei ihren viel­fäl­ti­gen Auto­ma­ti­sie­rungs­auf­ga­ben zu unter­stüt­zen, ist der KI-gestützte Assis­tent an ein eigens ent­wi­ckel­tes Por­tal (Anm. Engi­nee­ring-Frame­work Totally Inte­gra­ted Auto­ma­tion) von Sie­mens über die offene API-Schnitt­stelle TIA Por­tal Open­ness ange­bun­den. Der Copi­lot hilft den Auto­ma­ti­sie­rungs­in­ge­nieu­ren von Schaeff­ler bei­spiels­weise, schnel­ler Codes für spei­cher­pro­gram­mier­bare Steue­run­gen (SPS) zu gene­rie­ren. Der­ar­tige Steue­run­gen len­ken welt­weit die meis­ten Maschi­nen in den Fabriken. 

Ope­ra­tiv sol­len die Engi­nee­ring-Teams den Zeit­auf­wand und die Wahr­schein­lich­keit von Feh­lern erheb­lich redu­zie­ren kön­nen, indem sie SPS-Code durch Ein­ga­ben in natür­li­cher Spra­che gene­rie­ren. Der Sie­mens Indus­trial Copi­lot soll ent­spre­chend bei der Auto­ma­ti­sie­rung sich wie­der­ho­len­der Auf­ga­ben hel­fen und Res­sour­cen für andere Auf­ga­ben frei­ma­chen. Bei­spiels­weise kön­nen auch weni­ger erfah­rene Mit­ar­bei­ter in der Fer­ti­gung tech­nisch anspruchs­volle Arbei­ten übernehmen. 

Opti­mierte War­tung und weni­ger Maschinenstillstände
„Die digi­tale Trans­for­ma­tion hat für Schaeff­ler höchste Prio­ri­tät in unse­rer Unter­neh­mens­stra­te­gie. Gene­ra­tive KI-Lösun­gen wie der Indus­trial Copi­lot wer­den die­sen Weg beschleu­ni­gen und unsere Mit­ar­bei­ter bei ihren Auf­ga­ben unter­stüt­zen“, sagt Klaus Rosen­feld, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Schaeff­ler AG. „Wir arbei­ten mit Sie­mens zusam­men, weil wir beide Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men sind und die glei­che Vision tei­len: Unsere Arbeits­weise zu trans­for­mie­ren“, unter­streicht Rosenfeld.

Im prak­ti­schen Ein­satz hat der Indus­trial Copi­lot Zugriff auf alle rele­van­ten Doku­men­ta­tio­nen, Richt­li­nien und Hand­bü­cher, um Fabrik­mit­ar­bei­ter bei der Iden­ti­fi­zie­rung mög­li­cher Feh­ler zu unter­stüt­zen. Diese Funk­tio­nen ermög­li­chen es War­tungs­teams, Feh­ler zu erken­nen und schnel­ler Lösun­gen zu ent­wi­ckeln. Damit sol­len dann auch Maschi­nen­still­stände deut­lich ver­kürzt wer­den, Indus­trie­un­ter­neh­men effi­zi­en­ter wer­den und auch nach­hal­ti­gere Pro­duk­tio­nen ermög­licht werden. 

Der Beginn einer neuen Ära
„Das ist der Beginn einer neuen Ära: Frü­her muss­ten wir mit Maschi­nen in ihrer Spra­che spre­chen. Mit dem Sie­mens Indus­trial Copi­lot kön­nen wir mit Maschi­nen in unse­rer Spra­che spre­chen“, erklärt Ced­rik Neike, Mit­glied des Vor­stands der Sie­mens AG und CEO von Sie­mens Digi­tal Indus­tries. „In weni­gen Jah­ren wird KI in der Indus­trie all­ge­gen­wär­tig sein. Sie­mens und Schaeff­ler sind Vor­rei­ter und bün­deln unsere Kräfte, um gene­ra­tive KI indus­trie­taug­lich zu machen.“ 

Ins­ge­samt soll der gene­ra­tive (sprach­ge­steu­erte) KI-Assis­tent dazu bei­tra­gen, den Engi­nee­ring- und Betriebs­le­bens­zy­klus zu opti­mie­ren. „Von der Pla­nungs­phase über die Vali­die­rung, der Gene­rie­rung von Tests, das Moni­to­ring bis hin zur Opti­mie­rung der Maschi­nen­leis­tung wird der Indus­trial Copi­lot die Mensch-Maschine-Inter­ak­tion intui­ti­ver, effi­zi­en­ter und schnel­ler machen“, so Sie­mens in einer Aussendung. 

Autor: red/czaak
24.11.2023

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