Zum Inhalt

Mit Mode gegen Stalinismus

Ein vom Wis­sen­schafts­fonds FWF geför­der­tes Pro­jekt zeigt, wie west­li­che Mode einen Wer­te­wan­del in der sowje­ti­schen Gesell­schaft erzeugte und die Pere­stroika vorbereitete.

Mit der All­tags­kul­tur in der Sowjet­union hat sich ein kürz­lich abge­schlos­se­nes Pro­jekt an der Uni­ver­si­tät Salz­burg beschäf­tigt, das vom Wis­sen­schafts­fond unter­stützt wurde. Das zen­trale Ergeb­nis dabei : Ein­flüsse aus dem Wes­ten haben in der Sowjet­union nach Sta­lins Tod Indi­vi­dua­li­tät und Eman­zi­pa­tion geför­dert. Es habe ver­schie­dene Wege der west­li­chen Ein­fluss­nahme gege­ben, erzählt die Sla­wis­tin Eva Haus­ba­cher, die das Pro­jekt gemein­sam mit Elena Huber und Julia Har­gaß­ner durch­führte : „Rus­si­sche Dele­ga­tio­nen, die Mes­sen und Aus­stel­lun­gen im Aus­land besuch­ten, waren der offi­zi­elle Weg, ebenso wie die Ober­schicht, die Rei­sen durfte. Auch der Aus­tausch inner­halb der Satel­li­ten­län­der spielte eine wich­tige Rolle.“ 

Hybride Mode
West­li­che Mode­strö­mun­gen seien jedoch nicht bloß nach­ge­ahmt wor­den, betont Haus­ba­cher : „Es kam viel­mehr zu einer Hybri­di­sie­rung mit sowje­ti­schen Vor­stel­lun­gen von Stil und Geschmack.“ Die For­schungs­ar­bei­ten wur­den in zwei Teil­pro­jek­ten durch­ge­führt : „Klei­der­spra­che im künst­le­ri­schen Text“ unter­suchte das Thema anhand lite­ra­ri­scher Texte und Filme. Das Pro­jekt „Maß­ge­schnei­derte Model­lie­rung des Selbst“ wid­mete sich der Ana­ly­sen von Mode- und Frau­en­zeit­schrif­ten, Rat­ge­ber­li­te­ra­tur und theo­re­ti­schen Arbei­ten zum Thema Mode und Konsum. 

Autor: red
22.09.2017

Weitere aktuelle Artikel

Stu­die der Karl Land­stei­ner Pri­vat­uni­ver­si­tät zeigt das bis dato uner­kannte Über­dau­ern von Darm­vi­ren in Was­ser­a­mö­ben. Die For­scher for­dern eine sofor­tige Neu­be­ur­tei­lung von Regeln und Unter­su­chun­gen zur Wassersicherheit. Wich­tige Aus­lö­ser vira­ler Magen-Darm-Erkran­kun­gen kön­nen über län­gere Zeit in frei­le­ben­den Amö­ben über­dau­ern, die in natür­li­chen und tech­ni­schen Was­ser­sys­te­men weit ver­brei­tet sind. Dies ist das Ergeb­nis einer Stu­die der […]
Die Che­mi­sche Indus­trie kämpft schon län­ger mit enor­men Belas­tun­gen. Nun sol­len wei­tere hin­zu­kom­men und gleich­zei­tig wer­den (nur) die­ser Bran­che Kom­pen­sa­tio­nen ver­wehrt. Eco­nomy hat das nach­fol­gende Schrei­ben von stand­ort-rele­van­ten Che­mie-Unter­neh­men an die Bun­des­re­gie­rung erreicht. Zum bes­se­ren Ver­ständ­nis des offe­nen Brie­fes an die Öster­rei­chi­sche Bun­des­re­gie­rung eine kurze Erläu­te­rung der aktu­el­len Situa­tion : Auf Grund der bevor­ste­hen­den Ver­schär­fun­gen bei […]
Wie­ner Neu­stadt baut Rolle als euro­päi­sches Kom­pe­tenz­zen­trum für Sicher­heit aus. Geo­po­li­ti­sche Lage ver­deut­licht Not­wen­dig­keit einer unab­hän­gi­gen Sicher­heits­stra­te­gie. Land Nie­der­ös­ter­reich betont und unter­stützt Stand­ort mit inter­na­tio­na­ler Ausrichtung. Wie­ner Neu­stadt erwei­tert seine Bedeu­tung als euro­päi­sches Kom­pe­tenz­zen­trum für Sicher­heit. Dies pas­siert auch im Lichte neuer inter­na­tio­na­ler Ent­wick­lun­gen. Im Kon­text mit den aktu­el­len geo­po­li­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen setzt die EU einen […]
Neues Ver­fah­ren holt CO2 mit weni­ger Ener­gie aus der Luft. Anlage Aus­trian Pilot Unit 1 wird nun von Start-Ups DAClab (US) und DAC­worx (A) sowie von TU Wien weiterentwickelt.  Nicht weni­ger als ein Game­ch­an­ger für die CO2-Abschei­dung soll es Anga­ben zufolge wer­den : Der neu­ent­wi­ckelte Pro­to­typ in Größe eines Last­wa­gen­con­tai­ners holt pro Jahr 50 Ton­nen CO2 aus der […]
Nach­hal­tige Kreis­lauf­wirt­schaft und Alu­mi­ni­um­re­cy­cling über digi­tale Platt­form. Das von Leicht­me­tall­kom­pe­tenz­zen­trum Rans­ho­fen gelei­tete EU-Pro­jekt RecAL erhält ÖGUT-Aus­zeich­nung. CAN­COM Aus­tria ist Technologiepartner. Das vom LKR Leicht­me­tall­kom­pe­tenz­zen­trum Rans­ho­fen des Aus­trian Insti­tute of Tech­no­logy (AIT) gelei­tete euro­päi­sche For­schungs­pro­jekt RecAL (Recy­cling Tech­no­lo­gies For Cir­cu­lar ALu­mi­nium) wurde soeben mit dem ÖGUT-Umwelt­preis 2025 in der Kate­go­rie „Mit For­schung & Inno­va­tion zur Kreis­lauf­wirt­schaft“ aus­ge­zeich­net. „Die Öster­rei­chi­sche Gesell­schaft […]
magnifier
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram