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Mobi­les Zah­len mit dem Handy boomt

Jochen Pun­zet : „Die Kre­dit- und Ban­ko­mat­kar­ten­bran­che ist uns zeit­lich zwar um ein paar Jahr­zehnte vor­aus, aber wir legen mit rasan­tem Wachs­tum nach. Aus­schlag­ge­bend dafür sind Fak­to­ren wie über­durch­schnitt­lich hohe Handy-Pene­tra­tion, brei­tes Akzep­tanz­stel­len­netz und hohe Sicher­heit“, erklärt der CEO von Pay­box Austria.


eco­nomy : Wel­che Rolle wird mobi­les Zah­len über Handy im bar­geld­lo­sen Zah­lungs­ver­kehr in Zukunft spielen ?

Jochen Pun­zet : M‑Payment wird eine starke Posi­tion inner­halb der bar­geld­lo­sen Zah­lungs­mit­tel ein­neh­men. Die Kre­dit- und Ban­ko­mat­kar­ten­bran­che ist uns zeit­lich zwar um ein paar Jahr­zehnte vor­aus, aber wir legen mit rasan­tem Wachs­tum nach. Aus­schlag­ge­bend dafür sind Fak­to­ren wie über­durch­schnitt­lich hohe Handy-Pene­tra­tion, brei­tes Akzep­tanz­stel­len­netz und hohe Sicher­heit. Vor allem beim Bezah­len im Inter­net punk­tet M‑Payment, da der Bezahl­vor­gang geschützt über das eigene Handy und nicht über den Inter­net-Zugang erfolgt.


Wel­che Ser­vices sind der­zeit schon Renner ?

Sehr gut ent­wi­ckelt sich das M‑Payment mit­tels Handy mit öster­rei­chi­schen Part­nern, also Händ­lern, im Inter­net, nicht zuletzt wegen der ange­spro­che­nen hohen Sicher­heit. Was von den Kun­den auch sehr gut ange­nom­men wird, sind Ser­vices mit Zusatz­nut­zen. Abso­lu­ter Ren­ner ist das Handy-Par­ken ; bereits jeder dritte Auto­fah­rer in Wien löst seine Park­scheine mit dem Handy. Stark ent­wi­ckelt sich auch das mobile Ticke­ting, etwa im Tier­gar­ten Schön­brunn oder in der Wie­ner Alber­tina. ÖBB-Tickets wer­den bar­geld­los via SMS gekauft, ebenso das Lotto.


Und wo sehen Sie zukünf­ti­ges Potenzial ?

Mir schwebt zum Bei­spiel ein öster­reich­weit mobil zu lösen­der Fahr­schein vor, der für alle Ver­kehrs­ver­bunde gilt. Für das Handy-Par­ken besteht in den Bun­des­län­dern und Lan­des­haupt­städ­ten noch rie­si­ges Poten­zial, aber da sind wir von poli­ti­schen Ent­schei­dun­gen abhän­gig. Ein tol­les Ser­vice könnte auch sein, dass man die vie­len Kun­den­kar­ten, die jeder von uns heute in sei­ner Brief­ta­sche hor­tet, los­wird, weil die Auto­ri­sie­rung über das Handy erfolgt.

Wel­che neuen Tech­no­lo­gien kön­nen in Zukunft M‑Payment vorantreiben ?
Da wird es vor allem mit NFC, also der Near Field Com­mu­ni­ca­tion, mit der Daten über kurze Stre­cken kon­takt­los über­tra­gen wer­den kön­nen, einen star­ken Schub geben. Damit wird das Handy-Zah­len am Point of Sale immer inter­es­san­ter : im Super­markt, in der Tra­fik, im Kino ; eben in den ein­fa­chen Anwen­dun­gen des All­tags. Im asia­ti­schen Raum, der hier eine Vor­rei­ter­rolle ein­nimmt, hat sich die NFC-Tech­no­lo­gie längst von der Karte auf das Handy ver­la­gert, denn das hat jeder immer dabei. Auch jeder Tech­no­lo­gie­sprung, jede neue Sicher­heits­ak­tua­li­sie­rung kann prompt auf das Handy gesen­det wer­den, und man muss nicht umständ­lich Kar­ten austauschen.

Wel­che gene­relle Ent­wick­lung erwar­ten Sie für M‑Payment in Öster­reich und Europa ?
Wir haben feder­füh­rend eine Basis­tech­no­lo­gie ent­wi­ckelt, die in die­ser Form ein­zig­ar­tig ist und das Inter­esse vie­ler Län­der geweckt hat. Wir hat­ten in den letz­ten Jah­ren Dele­ga­tio­nen aus allen Erd­tei­len bei uns im Haus. Zusätz­lich set­zen auch Mobil­funk-Betrei­ber immer mehr auf Zusatz­ge­schäfte und dabei auf­grund sei­ner zuneh­men­den Bedeu­tung auf M‑Payment. Ich denke, M‑Payment und die damit ver­bun­dene Tech­no­lo­gie wird zwar keine Revo­lu­tion im bar­geldo­sen Zah­lungs­ver­kehr aus­lö­sen, sehr wohl aber eine starke Evo­lu­tion. gesch

Autor:
18.12.2009

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