Zum Inhalt
© Spar

Moderne Tech­no­lo­gie gegen Lebensmittelverschwendung

Han­dels­kon­zern SPAR setzt gegen die Ver­schwen­dung von Lebens­mit­teln auf Künst­li­che Intel­li­genz und Clou­dan­wen­dun­gen. Spar-eigene IT und Micro­soft ent­wi­ckeln inno­va­tive Lösung für die Lie­fer­ket­ten an allen Standorten.

Beim Han­dels­kon­zern Spar wer­den Anga­ben zufolge nur rund ein Pro­zent der ange­bo­te­nen Lebens­mit­tel nicht ver­kauft und das Unter­neh­men arbei­tet kon­ti­nu­ier­lich an wei­te­ren Ver­bes­se­run­gen zur Ein­däm­mung der Lebens­mit­tel­ver­schwen­dung. Das wich­tigste Instru­ment ist eine mög­lichst genaue Bestel­lung, um die nach­ge­fragte Menge in den Filia­len anzu­bie­ten. Pro­dukte, die kurz vor dem Ablauf des Min­dest­halt­bar­keits­da­tum ste­hen, wer­den ver­güns­tigt abge­ge­ben und Pro­dukte, die auch dann nicht ver­kauft wer­den konn­ten, spen­det Spar an Sozialorganisationen. 

Gelebte Rea­li­tät im Kampf gegen Verschwendung
Jede Spar‑, Euro­s­par- und Inter­spar-Filiale in deren Umge­bung es eine Sozi­al­or­ga­ni­sa­tion gibt, hat einen fixen Koope­ra­ti­ons­part­ner, dazu gehö­ren etwa die Wie­ner Tafeln, Soma, Team Öster­reich Tafeln, Rotes Kreuz, Flach­gauer Tafeln oder Tisch­lein deck dich. Maß­nah­men gegen Lebens­mit­tel­ver­schwen­dung, die in Frank­reich gesetz­lich vor­ge­schrie­ben wer­den muss­ten, seien „bei Spar schon gelebte Realität“.

Nun hat das Han­dels­un­ter­neh­men mit der unter­neh­mens­ei­ge­nen IT-Unit (Anm. Spar-ICS), Micro­soft und IT-Dienst­leis­ter Paigo eine neue Lösung ent­wi­ckelt, um mit­tels Daten und künst­li­cher Intel­li­genz noch geziel­tere Bestell­vor­gänge für alle Stand­orte des Kon­zerns zu ermög­li­chen. Die Ware soll damit künf­tig noch ziel­ge­nauer bestellt und die Lie­fer­kette ent­spre­chend effi­zi­ent gestal­tet werden. 

Neue Tech­no­lo­gien ermög­li­chen neue Lösungsansätze
Kon­kret ana­ly­siert die von Spar-ICS ent­wi­ckelte IT-Lösung Daten mit­tels Künst­li­cher Intel­li­genz und bin­det hier von Ver­kaufs­men­gen und Wet­ter­be­din­gun­gen über Son­der­an­ge­bote und Mar­ke­ting­ak­tio­nen bis hin zu Sai­so­na­li­tät und andere Fak­to­ren ein. Das ermög­licht eine exakte Vor­her­sage der opti­ma­len Men­gen pro Filiale. Basis für die Wei­ter­ent­wick­lung war eine bereits vor­han­dene und weit­ge­hend auto­ma­ti­sierte Waren­be­stel­lung. Aktu­ell wurde nun die adap­tierte Ver­sion erst­mals im Bereich Obst und Gemüse eingesetzt. 

„Die Vor­teile sind viel­fäl­tig – nicht nur für das Unter­neh­men, die Lie­fe­ran­tIn­nen, die Kun­dIn­nen und die Mit­ar­bei­te­rIn­nen – son­dern auch und vor allem für die Umwelt“, erläu­tert Mar­kus Kaser, Vor­stand bei Spar. „Neue Tech­no­lo­gie sowie die rich­ti­gen digi­ta­len Tools bie­ten Lösungs­an­sätze für die gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen unse­rer Zeit, wie den Kli­ma­wan­del“, unter­streicht Kaser.

IT-Unit von Spar ent­wi­ckelt die inno­va­tive Lösung
Erste Ergeb­nisse zei­gen eine Genau­ig­keit der Vor­her­sage von über 90 Pro­zent. Das ermög­licht die exakt benö­tig­ten Men­gen zur rich­ti­gen Zeit in der rich­ti­gen Filiale — und das redu­ziert die Lebens­mit­tel­ver­schwen­dung nun noch stär­ker. „Die Vor­her­sa­gen sind auch eine wert­volle Unter­stüt­zung für die Mit­ar­bei­te­rIn­nen beim Bestell­pro­zess. Künst­li­che Intel­li­genz ersetzt dabei nicht die bis­he­ri­gen Pro­zesse, son­dern ergänzt das Team als wert­vol­les Mit­glied“, ergänzt Hans K. Reisch, stell­ver­tre­ten­der Vor­stand bei Spar.

Umge­setzt wurde das Pro­jekt von der Spar-eige­nen IT-Unit, der Spar-ICS mit den Part­nern Micro­soft und dem auf Finanz­ma­nage­ment spe­zia­li­sier­ten IT-Dienst­leis­ter Paiqo. Durch die gro­ßen Daten­men­gen und dem varia­blen Bedarf an Rechen­leis­tung fiel die Wahl auf die Micro­soft Cloud Azure und beglei­tende Ana­ly­se­tools (Anm. Advan­ced Ana­ly­tics). „Gerade im Bereich von daten­in­ten­si­ver künst­li­cher Intel­li­genz benö­ti­gen wir fle­xi­ble Rechen­leis­tung. Diese Anfor­de­rung lässt sich spe­zi­ell über eine hoch­ska­lier­bare Cloud kos­ten­ef­fi­zi­ent abde­cken“, erklärt Andreas Kranabitl, Geschäfts­füh­rer von Spar-ICS. 

Autor: red/czaak
16.09.2022

Weitere aktuelle Artikel

Im hei­mi­schen Mit­tel­stand hat sich die Stim­mung etwas erholt. Eine nach­hal­tige kon­junk­tu­relle Trend­wende bleibt vorab wei­ter aus. Nah­ost­kon­flikt und stei­gende Ener­gie­preise und gene­relle Infla­ti­ons­ängste begrün­den die Unsi­cher­heit, so eine aktu­elle Umfrage von Creditreform. Das Geschäfts­klima der hei­mi­schen KMU bes­sert sich, bleibt aber wei­ter nega­tiv, ins­ge­samt bleibt die Stim­mung ver­hal­ten. Jedes fünfte Unter­neh­men rech­net mit Rück­gän­gen […]
In vie­len Unter­neh­men ist das Bewusst­sein für wirt­schaft­li­che Fol­gen mög­li­cher Cyber­an­griffe noch nicht aus­rei­chend vor­han­den. NIS-Gesetz nach Ende Über­gangs­frist ab Okto­ber gül­tig. 17 Pro­zent der öster­rei­chi­schen Betriebe betrof­fen. Risiko für Umsatzeinbußen. 17 Pro­zent der öster­rei­chi­schen Unter­neh­men sind vom NISG 2026, das nach Ende der Über­gangs­frist ab 1. Okto­ber 2026 in Öster­reich Rea­li­tät wird, betrof­fen. Rund ein […]
West­eu­ropa mit höchs­ter Zahl an Unter­neh­mens­in­sol­ven­zen seit über 20 Jah­ren. Öster­reich im Mit­tel­feld. Gewerbe, Dienst­leis­tung, Han­del beson­ders betrof­fen. Geo­po­li­ti­sche Kri­sen und Ener­gie­preise und gene­relle Kos­ten­stei­ge­run­gen und feh­len­der Kon­sum als Hauptursachen.  West­eu­ropa ver­zeich­nete im Jahr 2025 die höchste Zahl an Unter­neh­mens­in­sol­ven­zen seit mehr als 20 Jah­ren. Das zeigt eine aktu­elle Ana­lyse der Cre­dit­re­form Wirt­schafts­for­schung. Mit ins­ge­samt […]
In Deutsch­land geben die Ölkon­zerne die Tan­kra­batte bis­her nur teil­weise wei­ter. Ifo-Insti­tut ent­wi­ckelt eige­nen Tan­kra­batt-Tra­cker für Über­prü­fung und Analyse. Der seit Anfang Mai gel­tende Tan­kra­batt der deut­schen Bun­des­re­gie­rung kommt nur teil­weise an den Zapf­säu­len an. Das zei­gen aktu­elle Berech­nun­gen des ifo-Insti­tuts, das für genaue Ana­ly­sen einen soge­nann­ten Tan­kra­batt-Tra­cker ent­wi­ckelt hat. „Beim Die­sel haben die Tank­stel­len […]
Sta­gnie­rende Geschäfts­la­gen, wei­ter hohe Kos­ten bei Ener­gie, Löh­nen oder Mate­rial sowie aus­ge­prägte Kon­sum­flaute prä­gen aktu­elle Wirt­schafts­si­tua­tion. Rund 17 Pro­zent der Betriebe über­le­gen Stand­ort oder Geschäfts­be­rei­che ins Aus­land zu ver­la­gern. Kri­tik an Maß­nah­men der Bun­des­re­gie­rung bei Industriestrategie. Die aktu­elle Geschäfts­lage der hei­mi­schen Unter­neh­men ist wei­ter­hin über­aus schwie­rig, auch eine Ver­än­de­rung in Rich­tung Auf­schwung wird nicht erwar­tet. […]
magnifier
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram