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Nach der Krise

Sozi­al­wis­sen­schaf­ter wol­len die Zukunft neu den­ken – an dem Pro­jekt für eine bes­sere Welt arbei­ten auch öster­rei­chi­sche For­scher mit.

Füh­rende Sozi­al­wis­sen­schaf­ter aus der gan­zen Welt wol­len im nächs­ten Jahr neue Denk­an­sätze für eine gerech­tere Zukunft prä­sen­tie­ren. An dem wis­sen­schaft­li­chen Groß­pro­jekt sind auch öster­rei­chi­sche For­scher betei­ligt. Vor­ar­bei­ten zu einem Kapi­tel mit dem Titel „Wie kann Bil­dung den sozia­len Fort­schritt för­dern?“ wer­den ab sofort in Wien geleistet.
Im Rah­men des „Inter­na­tio­nal Panel on Social Pro­gress“ (IPSP) haben es sich hun­derte Wis­sen­schaf­ter aus meh­re­ren For­schungs­fel­dern zur Auf­gabe gemacht, „das 21. Jahr­hun­dert neu zu den­ken.“ Die Krise der ent­wi­ckel­ten Staa­ten habe in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten vie­ler­orts die Hoff­nung auf eine gerech­tere Gesell­schaft zerstört.

Soziale Kluft
„Statt ein eige­nes Ideal zu ent­wer­fen, fol­gen Ent­wick­lungs­län­der zuneh­mend dem Bei­spiel west­li­cher Demo­kra­tien. Obwohl die Armut in eini­gen Län­dern abge­nom­men hat, erin­nern die sozia­len Pro­bleme an die Früh­phase des west­li­chen Kapi­ta­lis­mus“, heißt es auf der Online-Platt­form der Initia­tive, in deren drei­köp­fi­gem wis­sen­schaft­li­chen Bei­rat die öster­rei­chi­sche Wis­sen­schafts­for­sche­rin und frü­here Prä­si­den­tin des Euro­päi­schen For­schungs­ra­tes (ERC), Helga Nowotny, sitzt.
Die soziale Kluft nimmt in vie­len Berei­chen nicht nur nicht ab, son­dern wird sogar grö­ßer. Das betrifft nicht nur den Zugang zu wirt­schaft­li­chen Res­sour­cen und Sozi­al­sys­te­men, son­dern auch die Nut­zung wich­ti­ger Tech­no­lo­gien und den Bildungsektor.
Als Koor­di­na­to­rin und Leit­au­torin des Öster­reich-Kapi­tels fun­giert die Bil­dungs­psy­cho­lo­gin Chris­tiane Spiel von der Uni­ver­si­tät Wien. Im Rah­men des Wie­ner Work­shops wer­den Wis­sen­schaf­ter aus meh­re­ren euro­päi­schen Län­dern sowie aus Süd­afrika, Bra­si­lien, Indien, USA und Israel bis 13. Februar einen Ent­wurf erar­bei­ten. Erste Texte für den End­be­richt sol­len bis Som­mer fol­gen. Die Ver­öf­fent­li­chung des ers­ten IPSP-Reports ist für die erste Jah­res­hälfte 2017 geplant.

Autor: APA-Science/red/stem
26.02.2016

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