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Donnerstag, 11.12.2025 | 15:28

Nach­den­ken dar­über, was sein wird

Work­shop-Serie des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Wis­sen­schaft und For­schung wid­met sich bri­san­ten Zukunftsthemen.

For­schung und Wis­sen­schaft kön­nen dazu bei­tra­gen, den gesell­schaft­li­chen Dis­kus­si­ons­pro­zess vor­aus­schau­end zu gestal­ten, aus der Wis­sens­viel­falt Ent­schei­dungs­fra­gen an die Gesell­schaft abzu­lei­ten und Zukunfts­sze­na­rien mit ihren Risi­ken und Chan­cen zu erstel­len und zu analysieren.
Ange­sichts einer sich im dyna­mi­schen Wan­del befin­den­den glo­ba­len Gesell­schaft sollte die Rolle der Wis­sen­schaft als Visio-närin und Vor­den­ke­rin in der For­schungs­po­li­tik des­halb auch neu belebt wer­den. Die OECD-Staa­ten erhö­hen bestän­dig ihr Invest­ment in Wis­sens­bil­dung, und es wird immer wich­ti­ger, Zukunfts­trends so früh wie mög­lich zu erfassen.

Nach­hal­tig­keit im Zentrum
Das Bun­des­mi­nis­te­rium für Wis­sen­schaf­ten und For­schung (BMWF) führt daher bereits seit dem Jahr 2006 in Koope­ra­tion mit ver­schie­de­nen For­schungs­in­sti­tu­tio­nen die Work­shop-Serie „2048“ durch. Dekla­rier­tes Ziel ist es, zukünf­tige for­schungs­po­li­ti­sche Schwer­punkte im Bereich der Nach­hal­tig­keits­for­schung zu defi­nie­ren und zu the­ma­ti­sie­ren. Zu die­sen Events gela­den wer­den 30 bis 40 inter­na­tio­nal renom­mierte Ver­tre­ter aus Wis­sen­schaft, Bil­dung, Poli­tik, For­schungs­ad­mi­nis­tra­tion und Wirtschaft.
Bis­her konn­ten vier Work­shops erfolg­reich durch­ge­führt wer­den, die vor­erst letzte Ver­an­stal­tung stand dabei ganz im Zei­chen des „Was­sers“. Orga­ni­siert vom Insti­tut für Hydro­bio­lo­gie und Gewäs­ser­mana-gement der Uni­ver­si­tät für Boden­kul­tur Wien, ging man dabei vor allem der Frage nach, wel­che Rolle aqua­ti­sche Öko­sys­teme mit­tel- und lang­fris­tig für die Mensch­heit spielen.
Die Rede ist also von Ser­vices wie Trink­was­ser­ver­sor­gung, Ener­gie­pro­duk­tion, Erho­lungs­nut­zung und Bio­di­ver­si­tät. Wie, dar­über dis­ku­tierte eine Reihe nam­haf­ter Exper­ten aus dem In- und Aus­land, kön­nen aqua­ti­sche Öko­sys­teme, die bekannt­lich zu den meist­be­droh­ten Sys­te­men der Welt zäh­len, diese wich­ti­gen Funk­tio­nen in Zei­ten zuneh­men­der Urba­ni­sie­rung und suk­zes­si­ver Res­sour­cen­ver­knap­pung über­haupt noch gewährleisten ?
So etwa unter­strich der chi­le­ni­sche Alter­na­tiv-Nobel­preis­trä­ger Man­fred Max-Neef bei sei­nem Ein­lei­tungs­vor­trag die Dring­lich­keit trans­dis­zi­pli­nä­rer und nach­hal­ti­ger Lösun­gen in wirt­schaft­li­chen und öko­logi-schen Belangen.
Work­shop-Lei­ter Ste­fan Schmutz, Hydro­bio­lo­gie-Pro­fes­sor an der Boku, fasst die gewon­ne­nen Erkennt­nisse zusam­men : „Alle gro­ßen Zukunfts­fra­gen der Mensch­heit hän­gen ursäch­lich mit der Was­ser­frage zusam­men – egal ob Ernäh­rung, Ener­gie­ver­sor­gung, Gesund­heit, Sicher­heit und letzt­end­lich auch der Wohl­stand. Genau genom­men ste­hen sie in Kon­kur­renz zuein­an­der, denn Was­ser wird immer knap­per. Wir haben keine Res­sour­cen mehr, son­dern wir agie­ren jetzt schon streng limi­tiert. Ein Bewusst­sein dafür zu schaf­fen und Lösungs­mög­lich­kei­ten auf­zu­zei­gen, war die Grund­in­ten-tion die­ses Workshops.“

Autor:
01.01.2009

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