
Nachhaltige Entlastung für Wettbewerbsfähigkeit
Richtige Richtung bei Treibstoff-Preisbremse — aber viel zu gering in Relation zu den bisherigen Mehreinnahmen. Frächter fordern von Bundesregierung weitere Maßnahmen gegen exorbitante Steigerung bei Kosten für Benzin und Diesel.
Österreichs Frächter rufen laut nach einer Art Gewerbediesel. Die jüngst von der Bundesregierung beschlossene Treibstoff-Preisbremse wird von der heimischen Transportwirtschaft als Schritt in die richtige Richtung bezeichnet, greift aber viel zu kurz — sie genüge nicht, um die massiv steigenden Kosten im Güterbeförderungsgewerbe auch nur annähernd abzufedern, so ein Bericht des NÖ-Wirtschaftspressedienstes.
„Treibstoff ist für uns der zentrale Kostenfaktor“
„Treibstoff ist für uns der zentrale Kostenfaktor und die bisher gesetzten staatlichen Maßnahmen reichen nicht aus, um Unternehmen nachhaltig zu entlasten oder ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern“, appelliert Markus Fischer, Transportunternehmer aus Neunkirchen. „Daher fordert der Fachverband zusätzlich die Einführung eines Gewerbediesels durch Aussetzung des CO2-Preises auf Diesel“, ergänzt Fischer auch als Fachverbandsobmann für das Güterbeförderungsgewerbe in der Wirtschaftskammer Österreich. „Diese Maßnahme ist effizient, treffsicher und wäre rasch wirksam“.
Die Experten im heimischen Fachverband rechnen vor, dass allein 2024 und 2025 die Mehreinnahmen aus dem Dieselverbrauch bei über 1,6 Milliarden Euro lagen. Werden auch noch die Einnahmen aus Benzin hinzugerechnet, ergibt sich ein Betrag von mehr als 2,1 Milliarden Euro, und zwar netto. Und : zu diesen Beträgen hinzu kämen noch die Einnahmen aus der Umsatzsteuer.
Steigende Transportkosten erhöhen Warenpreise und final die Inflation
Beim CO2-Preis handelt es sich um eine im Jahr 2022 neu eingeführte Steuer und somit um zusätzliche Einnahmen für das Budget. „Nun ist es an der Zeit, dass ein Teil dieser Mittel wieder an jene zurückfließt, die sie erwirtschaften“, unterstreicht Markus Fischer insbesondere als Wirtschaftsvertreter.
Ein Gewerbediesel hätte aus seiner Sicht mehrfache Wirkung : „Die Transportbranche und die Wirtschaft würden gezielt entlastet, die Versorgungskette stabilisiert und Inflation verhindert, da steigende Transportkosten sich direkt auf Warenpreise auswirken“, betont er. Der Gewerbediesel sei keine Subvention, sondern „eine sachliche Rückführung von Mehreinnahmen!“ (NOe-Wirtschaftspressedienst/red/cc)