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Nach­hal­tig­keit als geschäft­li­che Chance

Öster­rei­chi­sche Unter­neh­men sehen ver­stärk­ten geschäft­li­chen Nut­zen bei The­men Nach­hal­tig­keit und Kli­ma­wan­del. Feh­len tut oft­mals noch eine klare Stra­te­gie bei Pla­nung und Umset­zung, so eine neue Stu­die von EY.

Zwei von drei öster­rei­chi­schen Unter­neh­men sehen geschäft­li­chen Nut­zen in ver­stärk­ter Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vi­tät. Aus­wir­kun­gen des Kli­ma­wan­dels auf das eigene Geschäfts­mo­dell wer­den von einem Drit­tel als Chance erkannt. Etwas mehr als ein Drit­tel der Mit­tel­ständ­ler ver­fügt bereits über eine Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie, umge­kehrt aller­dings zwei Drit­tel nicht. Als Hebel für mehr Nach­hal­tig­keit im Unter­neh­men wer­den vor allem Inves­ti­ti­ons­ent­schei­dun­gen gese­hen. Das sind die Ergeb­nisse einer reprä­sen­ta­ti­ven Befra­gung der Prü­fungs- und Bera­tungs­or­ga­ni­sa­tion EY, für die 800 mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men in Öster­reich befragt wurden.

„Nach­hal­tig­keit wird zu dem zen­tra­len Mega­trend unse­rer Gene­ra­tion und hat sich in den letz­ten Jah­ren vom Nischen­thema zum zen­tra­len Stra­te­gie­be­reich für Unter­neh­men ent­wi­ckelt. Sowohl Inves­to­ren und Kon­su­men­ten als auch die Poli­tik ver­lan­gen heute nach­hal­tige Lösun­gen“, sagt Mar­tin Unger, Lei­ter von EYCar­bon, der Nach­hal­tig­keits­ab­tei­lung von EY Öster­reich. „Öster­rei­chi­sche Unter­neh­men sind sich hier zwar der Ver­ant­wor­tung bewusst, aller­dings sind sie noch unent­schlos­sen, wel­che Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie ver­folgt wer­den soll und wie dar­aus auch Geschäfts- und Ertrags­po­ten­ziale lukriert wer­den kön­nen“, so Unger. 

Ver­stärkte Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vi­tät bringt Chan­cen für eige­nes Geschäft
Beson­ders hoch wer­den die Chan­cen durch ver­stärkte Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vi­tä­ten bei Ener­gie- und Was­ser­ver­sor­gern gese­hen. Alle befrag­ten Unter­neh­men den­ken hier, durch mehr Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vi­tä­ten auch geschäft­lich pro­fi­tie­ren zu kön­nen. Über­durch­schnitt­li­che Chan­cen gibt es zudem in der Indus­trie (72 Pro­zent) sowie im Han­del und Kon­sum­gü­ter­be­reich (73). Den Stu­di­en­ergeb­nis­sen zufolge erwar­ten sich Unter­neh­men aus den Sek­to­ren Gesund­heit, Life-Sci­en­ces- und Health-Care (35 Pro­zent) den gerings­ten geschäft­li­chen Nut­zen durch Nachhaltigkeit. 

„Durch die wach­sen­den Anfor­de­run­gen am Markt und den zuneh­men­den regu­la­to­ri­schen Druck im Bereich Nach­hal­tig­keit wird eine vor­aus­schau­ende Posi­tio­nie­rung für Unter­neh­men zukünf­tig immer wich­ti­ger. Betriebe, die sich jetzt inten­siv mit Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vi­tä­ten aus­ein­an­der­set­zen und Kun­den ein umfas­sen­des und nach­hal­ti­ges Port­fo­lio bie­ten, sind in Zukunft klar im Vor­teil“, erklärt Georg Rogl, Co-Lei­ter von EYCar­bon in Österreich. 

Aus­wir­kun­gen des Kli­ma­wan­dels auf Geschäftsmodelle
Die Aus­wir­kun­gen des Kli­ma­wan­dels auf die Geschäfts­mo­delle der jewei­li­gen Unter­neh­men wer­den zusam­men­fas­send als eher posi­tiv beur­teilt. Jedes dritte mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men sieht in den Aus­wir­kun­gen des Kli­ma­wan­dels eher eine Chance in Hin­blick auf das eigene Geschäfts­mo­dell – ein Zuwachs im Ver­gleich zum Vor­jahr um rund sie­ben Pro­zent­punkte. Nur etwa jeder siebte Mit­tel­ständ­ler (14 Pro­zent) denkt, dass der Kli­ma­wan­del Risi­ken für das eigene Geschäfts­mo­dell mit sich bringt. 

In den ein­zel­nen Bran­chen fal­len die Bewer­tun­gen sehr unter­schied­lich aus: Eine beson­ders posi­tive Ein­schät­zung der Geschäfts­chan­cen gibt es in der Immo­bi­li­en­bran­che (49 Pro­zent), gefolgt von der Ener­gie- und Was­ser­ver­sor­gung (43). Auch in Indus­trie­un­ter­neh­men (30) wer­den die Aus­wir­kun­gen des Kli­ma­wan­dels auf Geschäfts­mo­delle eher als Chance gese­hen, wobei der Trans­port- und Ver­kehrs­sek­tor (6 Pro­zent) vor allem Risi­ken durch die Aus­wir­kun­gen des Kli­ma­wan­dels für das Geschäfts­mo­dell erwartet. 

EYCar­bon
„Aus unse­rer Sicht wird es kein Unter­neh­men geben, des­sen Geschäfts­mo­dell durch den Kli­ma­wan­del nicht in irgend­ei­ner Form her­aus­ge­for­dert wird. Wir haben jetzt die Gele­gen­heit, das Beste aus der Situa­tion zu machen und müs­sen die Kehrt­wende unbe­dingt schaf­fen. Nach­hal­tig­keit auch in den Geschäfts­mo­del­len und Stra­te­gien – das ist die Zukunft“, beto­nen die Nach­hal­tig­keits­exper­ten von EYCarbon. 

EYCar­bon ver­eint das Prü­fungs- und Bera­tungs­port­fo­lio von EY rund um die The­men Dekar­bo­ni­sie­rung, Kli­ma­neu­tra­li­tät und Nach­hal­tig­keit unter einem Dach. In Öster­reich ste­hen Anga­ben zufolge rund 50 spe­zia­li­sierte Bera­te­rIn­nen zur Ver­fü­gung. Die Band­breite reicht von stra­te­gi­scher Bera­tung und nach­hal­ti­ger Gestal­tung von Geschäfts­mo­del­len über die Eva­lu­ie­rung von geschäft­li­chen und auf­sichts­recht­li­chen Risi­ken und Chan­cen bis hin zur Ent­wick­lung von Plä­nen für das Carbon-Management. 

Autor: red/czaak
05.04.2021

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