Zum Inhalt

Nächs­ter Erfolg von Bio­tech-Com­pany Apei­ron beim Kampf gegen Krebs

Öster­rei­chi­sche Apei­ron und deut­sche Evo­tec errei­chen ers­ten Mei­len­stein in Immu­n­on­ko­lo­gie-Alli­anz mit fran­zö­si­scher Sanofi.

Die Apei­ron Bio­lo­gics arbei­tet mit Evo­tec und der auch in Öster­reich ansäs­si­gen fran­zö­si­schen Sanofi gemein­sam an medi­zi­ni­schen Wirk­stof­fen im Bereich der Immu­n­on­ko­lo­gie. Im Rah­men der seit 2015 bestehen­den Alli­anz for­schen die drei Unter­neh­men zusam­men an Wirk­stof­fen für neue Arz­nei­mit­tel, wel­che die prä­kli­ni­schen und kli­ni­schen Pro­file soge­nann­ter Check­point-Inhi­bi­to­ren bei Krebs-The­ra­pien ergän­zen kön­nen. Aktu­ell hat nun ein neu ent­wi­ckel­tes Prä­pa­rat die späte prä­kli­ni­sche Phase erreicht und ent­spre­chend erhiel­ten Apei­ron und Evo­tec die erste Mei­len­stein-Zah­lung von Sanofi in Höhe von 3 Mil­lio­nen Euro.
„Wir freuen uns sehr über die Fort­schritte, die wir in unse­rer Zusam­men­ar­beit mit Evo­tec und Sanofi erreicht haben. Der erfolg­rei­che Mei­len­stein bestä­tigt erneut unsere Fähig­keit, Inno­va­tio­nen auf dem Gebiet der Immu­n­on­ko­lo­gie vor­an­zu­trei­ben,“ so Hans Loib­ner, Vor­stands­vor­sit­zen­der von Apei­ron. „Dies ist ein neu­ar­ti­ger Ansatz mit enor­men Poten­zial in Kom­bi­na­tion mit bereits bekann­ten Check­point Inhi­bi­to­ren sowie als Ein­zel­the­ra­pie,“ ergänzt Cord Dohr­mann, Chief Sci­en­ti­fic Offi­cer von Evo­tec. Fir­men­boss bei Evo­tec ist der Öster­rei­cher Wer­ner Lan­tha­ler, sei­ner­zeit bis 2009 CFO des damals an der Börse notier­ten öster­rei­chi­schen Bio­tech-Unter­neh­mens Inter­cell (bis 2013, dann in fran­zö­si­scher Val­neva aufgegangen).

Die Alli­anz von Apei­ron, Evo­tec und Sanofi
Die Zusam­men­ar­beit wurde 2015 ins Leben geru­fen, um lang­fris­tig den Auf­bau von Apei­ron Bio­lo­gics, Evo­tec und Sanofi zu unter­stüt­zen. Die Alli­anz hat laut Unter­neh­mens­an­ga­ben einen poten­zi­el­len Wert von über 200 Mil­lio­nen Euro an Mei­len­stei­nen sowie signi­fi­kante Umsatz­be­tei­li­gun­gen im Falle einer Ver­mark­tung. Die Koope­ra­tion umfasst wich­tige For­schungs- und Ent­wick­lungs­ak­ti­vi­tä­ten um etwa einen neuen, oral ver­füg­ba­ren Wirk­stoff (Anm. im nie­der­mo­le­ku­la­ren Bereich) zur Behand­lung von soge­nann­ten soli­den und häma­to­poe­ti­schen Krebs­er­kran­kun­gen vor­an­zu­brin­gen. Dabei wird pri­mär auf die Ver­stär­kung der Anti­tu­mor­ak­ti­vi­tät von mensch­li­chen Immun­zel­len gesetzt.
Alle drei Unter­neh­men leis­ten einen wesent­li­chen Bei­trag zu die­ser Zusam­men­ar­beit bezüg­lich wis­sen­schaft­li­cher Exper­tise, tech­no­lo­gi­schen Platt­for­men und Res­sour­cen. Die Zusam­men­ar­beit soll auch das umfang­rei­che Onko­lo­gie-Port­fo­lio von Sanofi wei­ter ver­bes­sern und ergän­zen. Evo­tec kann hier­durch die Wirk­stoff­for­schung der Immu­n­on­ko­lo­gie inten­si­vie­ren und zudem wird die Stra­te­gie von Apei­ron, sich auf inno­va­tive Ansätze in der Check­point-Inhi­bie­rung zu kon­zen­trie­ren, unterstützt.

APEI­RON Bio­lo­gics AG
Apei­ron Bio­lo­gics AG ist ein pri­va­tes Bio­tech­no­lo­gie-Unter­neh­men mit Sitz in Wien, das neue Pro­dukte in der Immun-Onko­lo­gie ent­wi­ckelt. Erst kürz­lich erreichte das Unter­neh­men in der EU die Markt­zu­las­sung für sein am wei­tes­ten vor­an­ge­schrit­te­nes Pro­jekt – ein Anti­kör­per als Immun­the­ra­peu­ti­kum zur Behand­lung des Neu­ro­blas­toms. Das Unter­neh­men arbei­tet außer­dem an wei­te­ren Immun­the­ra­pien gegen Krebs, wel­che sich meis­tens bereits in der kli­ni­schen Ent­wick­lung befin­den. Die Ent­wick­lungs­pro­gramme basie­ren auf geziel­ten, tumor­spe­zi­fi­schen Ansät­zen und auf Mit­teln zur Sti­mu­la­tion des Immun­sys­tems durch neu­ar­tige „Check­point-Blo­ckade-Mecha­nis­men“, wo der Krebs durch natür­li­che Abwehr­kräfte des Kör­pers bekämpft wer­den soll.

Autor: red/cc
12.01.2018

Weitere aktuelle Artikel

Digi­tal Phe­no­ty­p­ing oder das unge­nutzte Poten­zial digi­ta­ler Tech­no­lo­gien bei Schi­zo­phre­nie und ande­ren Krank­hei­ten. For­scher der Med Uni Inns­bruck zei­gen Ein­satz­mög­lich­kei­ten von Smart­phones und Weara­bles mit ver­gleichs­weise weit­aus stim­mi­ge­ren Ergeb­nis­sen bei Vor­her­sage und Diagnostik. In der moder­nen Psych­ia­trie ist die Dia­gnose und Behand­lung von Schi­zo­phre­nie-Spek­trum-Stö­run­gen (SSD) mit gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen ver­bun­den. Dia­gno­sen basie­ren oft auf sub­jek­ti­ven und […]
Men­schen hadern seit jeher mit der Ver­gäng­lich­keit des oder zumin­dest eines Lebens. Frü­her wurde der Jung­brun­nen gesucht, heute inves­tie­ren Mil­li­ar­däre in die Kon­trolle des Alterns und Auto­kra­ten las­sen medi­zi­ni­sche Wun­der­mit­tel erpro­ben. Eine His­to­ri­ke­rin der ÖAW ord­net nun die Sehn­sucht nach der Ver­län­ge­rung des irdi­schen Daseins ein.  Das soge­nannte Lon­ge­vity ist schon län­ger eine Art Trend. […]
TU Wien ent­wi­ckelt neues 3D-Druck-Ver­fah­ren zur Her­stel­lung von bio­lo­gi­schem Gewebe. Ein Anwen­dungs­ge­biet ist etwa die For­schung an Haut­krank­hei­ten. Neue Methode soll dabei auch die mehr­fach schwie­ri­gen Tier­ver­su­che ersetzen. Rund ein Vier­tel der euro­päi­schen Bevöl­ke­rung lei­det unter chro­nisch ent­zünd­li­chen Haut­krank­hei­ten wie Pso­ria­sis, Neu­ro­der­mi­tis oder Akne. The­ra­pien dafür zu erfor­schen ist oft schwie­rig. Die schon ein­mal ethisch […]
Metalle und Stahl­pro­dukte wer­den in gro­ßen Volu­mina für ver­schie­denste Erzeu­gun­gen benö­tigt. Roh­stoffe auf wenige Her­kunfts­ge­biete beschränkt. Her­stel­lung ener­gie­in­ten­siv und Recy­cling­quote nied­rig. Neues För­der­pro­gramm von SPRIND adres­siert neue Kreislaufmodelle. Kri­ti­sche Metalle sind zen­tra­ler Bestand­teil der ver­schie­dens­ten Her­stel­lungs­ver­fah­ren und betriebs­über­grei­fen­den Pro­duk­ti­ons­ket­ten. Die Anwen­dun­gen erstre­cken sich von High­tech-End­pro­duk­ten und erneu­er­ba­ren Ener­gie­tech­no­lo­gien über die Luft- und Raum­fahrt bis hin […]
Nie­der­ös­ter­rei­chi­sches Insti­tute of Sci­ence and Tech­no­logy Aus­tria (ISTA) erhält von Uber-Mit­be­grün­der Garett Camp Spende über fünf Mil­lio­nen Euro. Im Fokus ste­hen neue For­schun­gen zu KI im engen Kon­text mit den The­men men­schen­zen­trierte Ver­trau­ens­wür­dig­keit und gesell­schaft­li­ches Gemeinwohl.  Das Insti­tute of Sci­ence and Tech­no­logy Aus­tria (ISTA) in Klos­ter­neu­burg (NÖ) hat vom kana­di­schen Unter­neh­mer Gar­ret Camp, ein Mit­be­grün­der […]
magnifier
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram