
Neuauflage der Digitalisierungsförderung
In Niederösterreich geht „digi4wirtschaft“ als Impulsprogramm und Förderinstrumentarium für die Themen KI und Digitalisierung in die nächste Runde. Land Niederösterreich und Wirtschaftskammer Niederösterreich verlautbarten die Fortsetzung der erfolgreichen Initiative bei einem Betriebsbesuch im Unternehmen Kern Tec.
Das Impulsprogramm und die erfolgreiche KI- und Digitalisierungsförderung „digi4wirtschaft“ des Landes Niederösterreich und der Wirtschaftskammer NÖ geht in die nächste Runde. Gemeinsam werden zwei Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau (ÖVP) und Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich verkündeten den Start ab 1. Oktober und die Eckpunkte im Rahmen eines Betriebsbesuchs im Unternehmen Kern Tec, in Herzogenburg.
„Digitalisierung ist dann erfolgreich, wenn sie den Betrieben ganz konkret etwas bringt: weniger Zettelwirtschaft, einfachere Abläufe, geringere Kosten und mehr Zeit für das eigentliche Geschäft. Genau dabei unterstützen wir unsere Unternehmen mit digi4wirtschaft“, sagt Johanna Mikl-Leitner, Landeschefin (ÖVP) von Niederösterreich, in Blickrichtung der von Land und Wirtschaftskammer budgetierten zwei Millionen Euro.
Digitalisierungsgrad der niederösterreichischen KMU bei fast 70 Prozent
„Jeder Betrieb, der digitaler, effizienter und produktiver wird, stärkt den Wirtschaftsstandort Niederösterreich und sichert Arbeitsplätze“, unterstreicht Mikl-Leitner. „So vielfältig unsere Branchen in Niederösterreich sind, so unterschiedlich sind auch die Möglichkeiten, Digitalisierung im eigenen Betrieb sinnvoll einzusetzen. Genau hier setzt die Initiative „digi4wirtschaft“ an“, ergänzt Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich.
Die Präsentation erfolgte beim Unternehmen Kern Tec in Herzogenburg. Das in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie tätige Unternehmen zeigt beispielhaft, wie neue Technologien in der Praxis eingesetzt und innovative Geschäftsmodelle entwickelt werden können. Das Fördermodell „digi4wirtschaft“ ist eine Unterstützung in Richtung Digitaler Wandel, das auch durch die digitale Entwicklung der niederösterreichischen KMU’s belegt wird. Im Jahre 2023 lag der Digitalisierungsgrad bei 50 Prozent, im Vorjahr erreichte er Angaben zufolge bereits 66 Prozent.
Vollständige digitale Vernetzung aller Geschäftsbereiche bei Kern Tec
Bei Kern Tec beispielsweise war die vollständige digitale Vernetzung und Digitalisierung aller Geschäftsbereiche ein wesentliches Ziel des Projekts. Interne Abläufe konnten effizienter und transparenter gestaltet werden und Qualitätsmanagement, Logistik, Produktionsplanung, Buchhaltung und Personalprozess wurden optimiert.
Dass Digitalisierung und Künstliche Intelligenz längst in der betrieblichen Praxis angekommen sind, zeigen noch weitere erfolgreiche Beispiele dieses Fördermodells aus Niederösterreich: von der Bäckerei Hager, die unter dem Motto „Wenn mit KI gebacken wird“ neue technologische Möglichkeiten nutzt, bis zum Logistikunternehmen BTG, das mithilfe von KI seine Lkw-Routen optimiert. Diese Beispiele verdeutlichen, wie digitale Technologien Unternehmen dabei unterstützen können, effizienter, innovativer und wettbewerbsfähiger zu werden.
2.100 Projekte mit rund 44 Millionen Euro Fördersumme
Das Impulsprogramm „digi4wirtschaft“ basiert auf drei Säulen: Zum ersten gibt es „digi kickstart“, das sind Workshops, wo es darum geht, Best-Practice-Beispiele in den Mittelpunkt zu stellen, Zukunftsaussichten und Vorteile aufzuzeigen und für das Thema zu sensibilisieren. Bei der zweiten Säule geht es um Beratungsleistungen. Bei der dritten Säule geht es um die konkrete Umsetzung von Digitalisierungsprojekten. „Dafür gibt es finanzielle Unterstützung von bis zu 25.000 Euro pro Projekt“, so Johanna Mikl-Leitner.
Seit Bestehen der Initiative wurden über 2.100 Projekte mit rund 44 Millionen Euro gefördert. Daraus resultieren knapp 90 Millionen Euro an förderbaren Investitionen. „Daher ist es uns als Wirtschaftskammer Niederösterreich wichtig, dass wir die Betriebe im Rahmen des gemeinsamen Förderprojektes mit einer Mio. Euro unterstützen“, so WKNÖ-Präsident Ecker zu „digi4wirtschaft“. (red/cc)