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© NLK Pfeiffer

Neue For­schungs­in­fra­struk­tur gegen die Klimakrise

Land Nie­der­ös­ter­reich for­ciert ange­wandte For­schung für die Land­wirt­schaft. Eröff­nung spe­zi­el­ler Kli­ma­kam­mern am Aus­trian Insti­tue of Tech­no­logy in Tulln. Resi­li­enz der Agrar­wirt­schaft gegen­über dem Kli­ma­wan­del im Fokus.

Das Land Nie­der­ös­ter­reich eröff­nete kürz­lich die neuen Kli­ma­kam­mern des Aus­trian Insti­tute of Tech­no­logy (AIT) in Tulln. Die tech­no­lo­gisch wie wis­sen­schaft­lich letz­tak­tu­elle Ein­rich­tung soll einen wich­ti­gen Schritt im Kampf gegen die Aus­wir­kun­gen des Kli­ma­wan­dels auf die Land­wirt­schaft dar­stel­len und dar­auf abzie­len, nach­hal­tige Lösun­gen für die Zukunft zu entwickeln.

„Mit den Kli­ma­kam­mern stär­ken wir nicht nur die Wis­sen­schafts- und For­schungs­land­schaft in Nie­der­ös­ter­reich, son­dern auch die Resi­li­enz unse­rer Agrar­wirt­schaft gegen­über dem Kli­ma­wan­del“, so Johanna Mikl-Leit­ner, Lan­des­chefin (ÖVP) von Nie­der­ös­ter­reich. „Die Initia­tive ‚d4agrotech‘ ist ein kla­res Bekennt­nis zu For­schung und Inno­va­tion in Nie­der­ös­ter­reich. Diese Anla­gen sind ein zen­tra­ler Bestand­teil der Stra­te­gie, unser Bun­des­land als einen füh­ren­den Stand­ort für land­wirt­schaft­li­che For­schung und nach­hal­tige Ent­wick­lung in Europa zu eta­blie­ren“, erläu­terte Mikl-Leitner. 

Allein in Nie­der­ös­ter­reich jeder fünfte Arbeits­platz direkt oder indi­rekt von Land­wirt­schaft abhängig
„Indem wir die Spit­zen­for­schung för­dern, unter­stüt­zen wir die lokale Land­wirt­schaft und tra­gen auch dazu bei, die Her­aus­for­de­run­gen des Kli­ma­wan­dels und der Nah­rungs­mit­tel­si­cher­heit anzu­ge­hen“, betonte die Lan­des­haupt­frau wei­ters. Tulln gelte mitt­ler­weile als For­schungs-Zen­trum, wo unter ande­rem mit dem AIT und dem „Haus der Digi­ta­li­sie­rung“ per­fekte „Schnitt­stel­len“ zwi­schen For­schung, Wis­sen­schaft und Wirt­schaft ent­stan­den seien. „Allein in Nie­der­ös­ter­reich ist rund jeder fünfte Arbeits­platz direkt oder indi­rekt von der Land­wirt­schaft abhän­gig“, so Mikl-Leitner.

„Im Jahr 1950 hat ein bäu­er­li­cher Betrieb nur zehn Men­schen mit Lebens­mit­teln ver­sorgt, heute ernährt ein Land­wirt bereits 120 Lands­leute“, unter­mau­ert Nie­der­ös­ter­reichs Lan­des­haupt­frau auch die große volks­wirt­schaft­li­che Bedeu­tung. „Diese Ent­wick­lung hat der tech­no­lo­gi­sche Fort­schritt ermög­licht und daher ist es Nie­der­ös­ter­reich als Öster­reichs größ­tem Bun­des­land auch so wich­tig, die Land­wirt­schaft zu för­dern und zu unter­stüt­zen“, ergänzt NÖ-Lan­des­haupt­frau im Rah­men der Eröffnung.

Erhöhte Ern­te­si­cher­heit und umwelt­freund­li­che Düngemittel
Die Kli­ma­kam­mern ermög­li­chen es For­schern, unter kon­trol­lier­ten Bedin­gun­gen zu stu­die­ren, wie ver­schie­dene Pflan­zen­ar­ten auf extreme Wet­ter­be­din­gun­gen und Kli­ma­wan­del reagie­ren. „Wir kön­nen so früh ana­ly­sie­ren, wie Pflan­zen auf Umwelt­be­din­gun­gen und Schäd­linge reagie­ren und wie effi­zi­ent sie Nähr­stoffe nut­zen“, erklärte Alex­an­der Sve­j­kovsky, Geschäfts­füh­rer des AIT. „Diese detail­lier­ten und digi­tal erfass­ten Infor­ma­tio­nen hel­fen uns, Pflan­zen mit höhe­rer Tole­ranz und Effi­zi­enz zu iden­ti­fi­zie­ren“, so Sve­j­kovsky. Die For­schung soll die Ern­te­si­cher­heit erhö­hen und par­al­lel umwelt­freund­li­che Dün­ge­mit­tel- und Pes­ti­zid­lö­sun­gen entwickeln. 

„d4agrotech“ ist eine gemein­same Initia­tive von Aus­trian Insti­tute of Tech­no­logy (AIT) und Land Nie­der­ös­ter­reich, wel­che eine ganz­heit­li­che Erhe­bung und Ana­lyse von land­wirt­schaft­li­chen Daten sowie treff­si­chere Vor­her­sa­gen und maß­ge­schnei­derte Emp­feh­lun­gen ermög­li­chen soll. Die Kli­ma­kam­mern hel­fen, jene Pflan­zen­sor­ten aus­zu­wäh­len, die sich bes­ser an Umwelt­be­din­gun­gen anpas­sen und somit zur Siche­rung des Ern­te­er­tra­ges bei­tra­gen kön­nen. Das Pro­jekt wird durch EU-För­de­run­gen unterstützt. 

Autor: red/czaak
06.05.2024

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