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Neue Lei­tung für wirt­schafts­nahe Forschung

Wirt­schafts­mi­nis­te­rin Eli­sa­beth Udolf-Strobl bestellt mit Mar­tin Gerza­bek neuen Prä­si­den­ten für Chris­tian Dopp­ler For­schungs­ge­sell­schaft. Ehe­ma­li­ger Rek­tor der Wie­ner Boku über­nimmt Funk­tion von Rein­hart Kögerler.

Mar­tin Gerza­bek (Univ.Prof. DI Dr.) wird mit 1. Juli die Nach­folge von Rein­hart Köger­ler (Univ.Prof. Dr.) der Chris­tian Dopp­ler For­schungs­ge­sell­schaft (CDG) über­neh­men. Der ehe­ma­lige Rek­tor der Uni­ver­si­tät für Boden­kul­tur in Wien wurde Ende 2018 als einer von zwei Kan­di­da­ten durch das CDG-Gre­mium vor­ge­schla­gen und nun vom zustän­di­gen Bun­des­mi­nis­te­rium für Digi­ta­li­sie­rung und Wirt­schaft offi­zi­ell mit der neuen Funk­tion betraut.

„Stand­ort­re­le­vante For­schung ver­eint wis­sen­schaft­li­che Exzel­lenz und wirt­schaft­li­che Pra­xis. Wir müs­sen schnel­ler von der Idee zum Pro­dukt kom­men und digi­tale Tech­no­lo­gien als Chance für künf­tige Ent­wick­lun­gen nut­zen“, so Eli­sa­beth Udolf-Strobl, desi­gnierte Wirt­schafts­mi­nis­te­rin im neuen Kabi­nett von Bun­des­kanz­le­rin Bri­gitte Bier­lein anläss­lich der Bestellung. 

“Inno­va­tion ist für unsere Unter­neh­men ein Schlüs­sel zu erfolg­rei­cher Wett­be­werbs­fä­hig­keit und sichert wert­volle Arbeits­plätze in Öster­reich. Daher unter­stüt­zen wir als Res­sort die Koope­ra­tion von Wis­sen­schaft und Wirt­schaft und ent­spre­chend auch die CDG als ein Flagg­schiff in die­sem Bereich“, unter­streicht Udolf-Strobl. 

Inter­na­tio­na­les Vorzeigemodell
„Chris­tian Dopp­ler Labors und Josef Res­sel Zen­tren sind zen­trale För­der­pro­gramme für Uni­ver­si­tä­ten und Fach­hoch­schu­len, die von Unter­neh­men stark nach­ge­fragt wer­den und auch inter­na­tio­nal als Best Prac­tice Modell für die Zusam­men­ar­beit von Wis­sen­schaft und Wirt­schaft gel­ten “, so Mar­tin Gerzabek. 

„Das Modell steht für wis­sen­schaft­li­che Exzel­lenz und unter­neh­me­ri­sche Inno­va­tion, es muss auch in Zukunft gestärkt wer­den, um den Wirt­schafts­stand­ort Öster­reich wei­ter vor­an­zu­brin­gen,“ betont Gerza­bek als desi­gnier­ter CDG-Präsident. 

Fun­dierte Experte in Wis­sen­schaft und Wirtschaft
Als Rek­tor der Wie­ner Boku (2003−2018) ver­fügt Gerza­bek über ent­spre­chen­des Wis­sen ob der Inter­es­sen von Wis­sen­schaft und Wirt­schaft. Er unter­stützte etwa die Imple­men­tie­rung zahl­rei­cher CD-Labors und kennt deren Bedeu­tung für die Uni­ver­si­tä­ten. Als ehe­ma­li­ger Chef der Umwelt­for­schung im Öster­rei­chi­schen For­schungs­zen­trum Sei­bers­dorf bringt Gerza­bek zudem auch Erfah­run­gen in der außer­uni­ver­si­tä­ren For­schung mit.

„Mit Mar­tin Gerza­bek bekommt die CDG einen aner­kann­ten Exper­ten als neuen Prä­si­den­ten, der in sei­nen bis­he­ri­gen Funk­tio­nen die Annä­he­rung zwi­schen Wis­sen­schaft und Wirt­schaft stets vor­an­ge­trie­ben hat“, erläu­tert die neue Wirt­schafts- und Digi­tal­mi­nis­te­rin Eli­sa­beth Udolf-Strobl.

Erfolgs­ge­schichte Chris­tian Dopp­ler Forschungsgesellschaft
Die CDG selbst steht seit rund 25 Jah­ren für die erfolg­rei­che Koope­ra­tion von Wis­sen­schaft und Wirt­schaft. In die­ser Zeit konnte sie von 14 akti­ven CD-Labors im Jahr 1995 auf mitt­ler­weile 100 aktive For­schungs­ein­hei­ten wach­sen. 180 Unter­neh­men enga­gie­ren sich 2019 in den CD-Labors sowie ver­wand­ten Josef Res­sel Zen­tren und stär­ken ihre Inno­va­ti­ons­kraft durch anwen­dungs­ori­en­tierte Grund­la­gen­for­schung. Rund 1.000 junge Wis­sen­schaf­te­rIn­nen arbei­ten der­zeit in den For­schungs­ein­hei­ten der CDG.

„Wachs­tum und Erfolgs­ge­schichte der Chris­tian Dopp­ler For­schungs­ge­sell­schaft ist stark mit ihrem bis­he­ri­gen Prä­si­den­ten Rein­hart Köger­ler ver­bun­den“, ergänzt Mar­tin Gerza­bek. „Ich möchte daher ihm und der lang­jäh­ri­gen Gene­ral­se­kre­tä­rin Judith Popela mei­nen herz­li­chen Dank aus­spre­chen“. Als Nach­fol­ger der eben­falls schei­den­den Gene­ral­se­kre­tä­rin Popela wurde Jür­gen Pripfl nominiert.

Das För­der­mo­dell der CDG
Die CDG gilt in Öster­reich als Weg­be­rei­te­rin für anwen­dungs­ori­en­tierte Grund­la­gen­for­schung und die Koope­ra­tion von Wis­sen­schaft und Wirt­schaft. In CD-Labors an den Uni­ver­si­tä­ten sowie den Josef Res­sel Zen­tren an Fach­hoch­schu­len arbei­ten Wis­sen­schaf­ter mit inno­va­ti­ven Unter­neh­men zusammen. 

Im Fokus ste­hen Inno­va­tion, Fort­schritt sowie Stand­ort­si­cher­heit und davon sol­len alle Betei­lig­ten und letzt­lich die gesamte Gesell­schaft pro­fi­tie­ren. CD-Labors und Josef Res­sel Zen­tren wer­den von der öffent­li­chen Hand und den betei­lig­ten Unter­neh­men gemein­sam finan­ziert. Wich­tigs­ter öffent­li­cher För­der­ge­ber ist das Bun­des­mi­nis­te­rium für Digi­ta­li­sie­rung und Wirt­schafts­stand­ort (BMDW).

Autor: red/cc
07.06.2019

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