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Neue Ver­pa­ckung misst Halt­bar­keit von Lebensmitteln

Eine inno­va­tive Ver­pa­ckung soll dazu bei­tra­gen, dass der Berg an Lebens­mit­tel­müll klei­ner wird.

Viele Ton­nen Lebens­mit­tel lan­den jähr­lich in Öster­reichs Müll, ein gro­ßer Pro­zent­satz davon noch genieß­bar und ori­gi­nal ver­packt. Häu­fig ist das Errei­chen des Min­dest­halt­bar­keits­da­tums, das irri­tie­ren­der­weise als Ablauf­da­tum ver­stan­den wird, der Grund, warum ein Pro­dukt zu Abfall wird. Das ACR-Insti­tut OFI hat gemein­sam mit acht inter­na­tio­na­len Part­nern im Rah­men des Pro­jek­tes TOXD­TECT eine Ver­pa­ckungs­lö­sung für die­ses Pro­blem entwickelt.
In die Ver­pa­ckung von Rind­fleisch wurde eine Halt­bar­keits­mes­sung inte­griert. Grund­lage dafür bil­den das Vor­kom­men und die Kon­zen­tra­tion von flüch­ti­gen orga­ni­schen Ver­bin­dun­gen, die im Fleisch ent­ste­hen. Sie wer­den von den in die Ver­pa­ckung ein­ge­ar­bei­te­ten Sen­so­ren gemes­sen und mit­tels Soft­ware aus­ge­wer­tet. Somit kann für jeden Ein­zel­fall die indi­vi­du­elle Halt­bar­keit des Flei­sches eru­iert werden.

Hohe Umset­zungs­wahr­schein­lich­keit
„Die neu­ar­tige Ver­pa­ckungs­lö­sung garan­tiert einer­seits län­gere Halt­bar­kei­ten, ande­rer­seits wird es mög­lich schad­hafte und unsach­ge­mäß behan­delte Ver­pa­ckun­gen, die ver­kürzte oder über­schrit­tene Halt­bar­keit auf­wei­sen, aus­zu­sor­tie­ren, bevor sie in den Han­del gelan­gen. Ein kla­rer Vor­teil, nicht nur für Kon­su­men­ten. Auch Pro­du­zen­ten und der Han­del pro­fi­tie­ren von grö­ße­rer Pro­dukt­si­cher­heit und Fri­sche“, erklärt Michael Krainz, OFI-Experte für Verpackungsoptimierung
Nach 3 Jah­ren inten­si­ver For­schungs- und Prü­fungs­tä­tig­kei­ten im Rah­men des Pro­jek­tes TOXD­TECT lie­gen Pro­to­ty­pen vor, die zei­gen, dass das in dem EU-Pro­jekt erar­bei­tete Kon­zept eine hohe Umset­zungs­wahr­schein­lich­keit auf­weist, wenn­gleich noch eini­ges an Ent­wick­lungs­ar­beit bis zum End­ziel zu leis­ten ist. Ein wich­ti­ger Schritt in Rich­tung intel­li­gen­ter Fleisch­ver­pa­ckung ist jeden­falls getan.

Autor: red/stem
16.03.2017

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