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Neue Wege für Universitäten

Öster­reichs Hoch­schu­len sind gefor­dert, an ihrem For­schungs­pro­fil zu fei­len und das auch zu kommunizeren.

Es gibt unter­schied­li­che Mei­nun­gen dar­über, was Uni­ver­si­tä­ten des 21. Jahr­hun­derts zu leis­ten hät­ten : For­schung, Lehre, Bil­dung, Aus­bil­dung sind in die­sem Zusam­men­hang oft gebrauchte Wör­ter – so auch anläss­lich der Kon­fe­renz „Hoch­schul­for­schung in Österreich“. 

The­men erarbeiten
„Der aktu­elle Dis­kus­si­ons­pro­zess läuft zwi­schen einem ein­heit­li­chen, geschlos­se­nen Bild, das eine Uni­ver­si­tät bil­den soll, und der Viel­falt, die nach wie vor gewür­digt wer­den muss. Die Uni­ver­si­tät der Zukunft sollte daher schon selbst­stän­dig ihre The­men für die nächs­ten Jahre auf ihrer Home­page fest­hal­ten und könnte damit ein Pro­fil und Image ent­wi­ckeln, das viele Stu­den­tin­nen und Stu­den­ten anzieht, die an die­sen The­men inter­es­siert sind“, erläu­tert Gün­ter Bur­kert-Dot­tolo, Lei­ter der erst im Vor­jahr neu geschaf­fe­nen Abtei­lung für for­schungs­po­li­ti­sches Hoch­schul­we­sen im Bun­des­mi­nis­te­rium für Wis­sen­schaft und For­schung, eine von vie­len mög­li­chen Strategien.
Ein wich­ti­ger Aspekt dabei wäre, dass sich For­schung hier­zu­lande ver­stärkt in den Dienst einer ori­en­tier­ten Grund­la­gen­for­schung für gesell­schaft­lich vor­ran­gige The­men wie etwa Aging, Gesund­heit, Migra­tion, Roh­stoffe und Res­sour­cen, Kli­ma­wan­del oder Finanz­krise stel­len sollte. Bur­kert-Dot­tolo betont : „Ziel der For­schungs­po­li­tik muss es sein, die Pro­file der ein­zel­nen Uni­ver­si­tä­ten zu schär­fen. Nicht jede Uni­ver­si­tät wird alles haben, kön­nen und schon gar nicht müs­sen. Wei­ters soll­ten Über­schnei­dun­gen bei künf­ti­gen For­schungs­schwer­punk­ten ver­mie­den wer­den, und schluss­end­lich geht es um eine Siche­rung der Band­breite der Wis­sen­schaf­ten.“ Eine klare Absage erteilte Bur­kert-Dot­tolo dem mitt­ler­weile all­ge­gen­wär­ti­gen Bedürf­nis, Qua­li­tät in For­schung und Lehre via Ran­kings ding­fest machen zu kön­nen. „Ran­kings wider­spre­chen dem Auf­bau einer natio­na­len For­schungs­po­li­tik, so wie wir diese ver­stan­den haben wol­len“, erklärt Burkert-Dottolo.

Stär­ken sicht­bar machen
Grund­sätz­lich ginge es bei all die­sen Fra­gen vor allem darum, die „Stärke der Uni­ver­si­tät“ sicht­bar zu machen, sprich : die Fächer­viel­falt, die kon­se­quente Ver­net­zung der Dis­zi­pli­nen, eine an der For­schung ori­en­tierte Lehre und eine die Lehre im Blick behal­tende For­schung zu for­cie­ren sowie den Stu­die­ren­den eine umfas­sende Bil­dung zuteil­wer­den zu las­sen, die über die bloße Ver­mitt­lung wis­sen­schaft­li­cher Inhalte und Metho­den hinausgeht.

Autor:
27.03.2009

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