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© Pexels.com/Markus Spiske

Neue Wirt­schafts­ab­kom­men mit China und England

EU beschließt Inves­ti­ti­ons­ab­kom­men mit China und Han­dels- und Koope­ra­ti­ons­ab­kom­men mit Ver­ei­nig­tem König­reich. Wirt­schafts­mi­nis­te­rium und Wirt­schafts­kam­mer star­ten eigene Info-Por­tale zu wirt­schaft­li­chen Brexit-Themen.

Für Öster­reich war das Ver­einte König­reich stets ein bedeu­ten­der Han­dels­part­ner und ein ent­spre­chend wich­ti­ger Absatz­markt für Pro­dukte. 2019 gab es Güter­ex­porte in Höhe von 4,5 Mil­li­ar­den Euro und Güter­im­porte von 2,8 Mil­li­ar­den Euro. Beacht­lich auch die Berei­che der Dienst­leis­tungs­ex­porte mit 2,8 Mil­li­ar­den Euro sowie die Dienst­leis­tungs­im­porte mit 2,4 Mil­li­ar­den Euro. Die Öster­rei­chi­schen Unter­neh­men kon­zen­trie­ren sich dabei ins­be­son­dere auf den Auto­mo­bil­sek­tor, Bau­teile und Maschinen.

Infor­ma­ti­ons­of­fen­sive zum Aus­tritt des Ver­ei­nig­ten Königreichs
„Das Ver­ei­nigte König­reich ist und bleibt ein wich­ti­ger Part­ner für uns in Europa — der Brexit ist ein Abschied, aber nicht das Ende lang­jäh­ri­ger guter wirt­schaft­li­cher Bezie­hun­gen. Ich begrüße daher die EU-Eini­gung, weil sie im direk­ten Inter­esse der Unter­neh­men und Bür­ger sowohl der EU wie auch des Ver­ein­ten König­reichs ist. “, sagt Mar­ga­rete Schram­böck als Wirt­schafts­mi­nis­te­rin. „Das Abkom­men garan­tiert auch faire Wett­be­werbs­be­din­gun­gen für unsere Unter­neh­men und sorgt dafür, dass der Güter- und Dienst­leis­tungs­ver­kehr wei­ter­hin auf­recht bleibt“, so Schramböck.

Trotz Abschluss des Koope­ra­ti­ons­ab­kom­mens tre­ten mit dem Aus­tritt des Ver­einte König­reichs aus der EU in vie­len Berei­chen Ände­run­gen ein und auf diese gilt es nun sich vor­zu­be­rei­ten. Um die unmit­tel­ba­ren Aus­wir­kun­gen für Öster­rei­chi­sche Unter­neh­men und Bür­ger zu beglei­ten und so gering als mög­lich zu gestal­ten, haben das BM für Wirt­schaft und Digi­ta­li­sie­rung und die Wirt­schafts­kam­mer Öster­reich unter­stüt­zende Infor­ma­ti­ons­quel­len zu allen rele­van­ten The­men rund um den Aus­tritt des Ver­ein­ten König­reichs aus der EU erstellt (siehe Links).

Inves­ti­ti­ons­ab­kom­men mit China öff­net Türe zu Zukunftsmarkt
Ein wei­te­rer wich­ti­ger Wirt­schafts­part­ner für die EU und Öster­reich ist China und auch hier soll nun ein ver­stärk­ter Wirt­schafts­aus­tausch und ein neues Inves­ti­ti­ons­ab­kom­men faire Wett­be­werbs­be­din­gun­gen sichern. Sie­ben Jahre dau­erte es, aber nun konnte die EU eine poli­ti­sche Eini­gung über den Abschluss des Inves­ti­ti­ons­ab­kom­mens „Com­pre­hen­sive Agree­ment on Investment/​CAI“ mit China erzie­len. Die drei wesent­li­chen Para­me­ter der neuen Ver­ein­ba­rung sind ein bes­se­rer Markt­zu­gang, glei­che Wett­be­werbs­be­din­gun­gen und das Thema Nachhaltigkeit. 

„China ist unser wich­tigs­ter Han­dels­part­ner neben den USA. Das heute erzielte Inves­ti­ti­ons­ab­kom­men öff­net auch unse­ren Unter­neh­men die Türe in einen Zukunfts­markt“, betont Wirt­schafts­mi­nis­te­rin Mar­ga­rete Schram­böck. Dem Ver­neh­men nach konnte die EU China noch bedeut­same Zuge­ständ­nisse beim Zugang für EU-Fir­men zum chi­ne­si­schen Markt abrin­gen. Dies betrifft Berei­che wie Gesund­heits­dienst­leis­tun­gen, For­schung und Ent­wick­lung (FE) sowie Cloud Dienst­leis­tun­gen und soge­nannte „new energy vehic­les“. EU-Fir­men wer­den sich bei­spiels­weise am chi­ne­si­schen Markt der erneu­er­ba­ren Ener­gien im sel­ben Aus­maß betei­li­gen kön­nen, wie chi­ne­si­sche Fir­men am EU-Markt. 

Einer der wich­tigs­ten Zukunfts­märkte mit 1,4 Mil­li­ar­den Menschen
Um glei­che Wett­be­werbs­be­din­gun­gen zu schaf­fen, hat die Euro­päi­sche Union China auch dazu zu ver­pflich­tet, auf erzwun­ge­nen Tech­no­lo­gie­trans­fer zu ver­zich­ten. Eine Eini­gung gelang zudem über Sub­ven­ti­ons­dis­zi­pli­nen und zu staats­ei­ge­nen Unter­neh­men. Diese Vor­schrif­ten wer­den wesent­lich dazu bei­tra­gen, dass sich die Wett­be­werbs­be­din­gun­gen zwi­schen China und der EU annä­hern. „Die­ses Abkom­men bedeu­tet neue Chan­cen in einem der wich­tigs­ten Zukunfts­märkte mit 1,4 Mil­li­ar­den Men­schen“, unter­streicht Schramböck. 

Hin­sicht­lich Finanz­dienst­leis­tun­gen bekommt die EU nun den glei­chen Markt­zu­gang wie die US-Fir­men im soge­nann­ten Deal I mit China. Eine große Errun­gen­schaft liegt auch in der Ver­an­ke­rung von Nach­hal­tig­keit und Arbeits­rech­ten. Das war eine zen­trale Bedin­gung der EU. „Die Bedeu­tung die­ses Zuge­ständ­nis­ses kann nicht genug betont wer­den. Dies ist ein Mei­len­stein“, resü­miert Schram­böck. Der aktu­el­len poli­ti­schen Eini­gung wird nun eine Vor­lage des Gesamt­tex­tes des Abkom­mens sowie eine Unter­zeich­nung durch den EU-Rat folgen.

hello world!
Autor: red/czaak
13.01.2021

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