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Nicht nur wirt­schafts­nahe For­schung fördern

Medi­zin-Uni-Betriebs­räte for­dern mehr Geld für Grund­la­gen­for­schung. Viele gute Anträge kön­nen nicht finan­ziert werden.

Die Betriebs­räte der Medi­zi­ni­schen Uni­ver­si­tä­ten Graz, Wien und Inns­bruck orten eine sich ste­tig ver­schlech­ternde finan­zi­elle Situa­tion in der Grund­la­gen­for­schung in Öster­reich. Anläss­lich ihrer Jah­res­ta­gung ver­lan­gen sie gemein­sam mit der Gewerk­schaft Öffent­li­cher Dienst (GÖD) eine gesetz­li­che Ver­an­ke­rung der bes­se­ren Aus­stat­tung der Grund­la­gen­for­schung noch vor der Natio­nal­rats­wahl. Die Per­so­nal­ver­tre­ter kri­ti­sie­ren, dass der vor allem Grund­la­gen­for­schung för­dernde Wis­sen­schafts­fonds FWF trotz posi­ti­ver Beur­tei­lung nur acht bis 20 Pro­zent der ein­ge­reich­ten Anträge finan­zi­ell unter­stüt­zen könne. 

Wäh­rend die Regie­rung die For­schungs­prä­mie und damit die För­de­rung wirt­schafts­na­her For­schung offen­sicht­lich noch vor der Wahl erhö­hen will, wür­den die finan­zi­el­len Zusa­gen für den FWF nicht ein­ge­löst, ver­wei­sen die Betriebs­räte auf das ver­gan­ge­nen Novem­ber von der Regie­rung beschlos­sene mehr­jäh­rige For­schungs-För­de­rungs­pa­ket. Aus die­sem soll der FWF zwi­schen 2018 und 2021 in Summe 281 Mio. Euro zusätz­li­che Mit­tel erhal­ten. Ohne die­ses Geld “droht Öster­reich gegen­über Deutsch­land und der Schweiz wei­ter zurück­zu­fal­len”, beto­nen die Betriebsräte. 

Autor: APA-Science/red/stem
29.06.2017

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