
NÖ startet
… 500 Mio. EURO schweres Forschungs‑, Technologie- und Innovationsprogramm (FTI).
Niederösterreich soll sich als Wissenschafts- und Forschungszentrum etablieren und zukünftig entsprechend die Lebensqualität in gesellschaftspolitischer, ökologischer und kultureller Hinsicht sichern. Bis zum Jahre 2020 investiert das Land dafür 500 Mio. Euro.
Wie APA-Science berichtet, haben seit 2012 etwa 450 Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft an der Entwicklung des FTI-Programms gearbeitet (Anm.: auch economy Herausgeber Christian Czaak war in mehrere Arbeitsgruppen eingeladen). Dabei seien “Natur-Kultur-Lebensqualität”, “Ernährung-Medizin-Gesundheit” und “Technologie-Produktivität-Wohlstand” als Stoßrichtungen festgelegt worden.
10 Themenfelder mit 25 Projekten
Das Programm umfasst zehn Themenfelder mit 25 Projekten, die sich von den Geistes‑, Sozial- und Kulturwissenschaften über Ökosysteme, nachhaltige Landbewirtschaftung bis hin zur medizinischen Biotechnologie sowie Fertigungs- und Automatisierungstechnik erstrecken.
Wissenschaft sei der Motor für die Wirtschaft und ein Impuls für den Arbeitsmarkt, nannte Landeshauptmann Erwin Pröll die Motive für FTI. Im ersten Schritt des Programms stelle das Land 40 Mio. Euro zur Verfügung, damit würden laut Pröll rund 220 Mio. Euro an Effekten ausgelöst. Seit dem Jahr 2005 wurden bereits 600 Mio. Euro in den gesamten Wissenschafts- und Forschungsbereich investiert.
Motor für die Wirtschaft
„Es gelte, kommende Generationen abzusichern sowie deren Talente zu fordern und zu fördern. Denn Wissenschaft und Forschung würden pro Jahr etwa eine Mrd. Euro an direkten und indirekten Ausgaben auslösen,“ so der Landes-Chef Pröll weiter.
In der zweiten Projektphase soll der Dialog zwischen Wissenschaft und Wirtschaft forciert werden. “Innovation ist das Zauberwort des 21. Jahrhunderts”, meinte der ehemalige Rektor der TU Wien, Peter Skalicky. Sie passiere aber nur dort, “wo die zuständige Infrastruktur vorliegt”, betonte er.