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Nur teil­weise Wei­ter­gabe der Tankrabatte

In Deutsch­land geben die Ölkon­zerne die Tan­kra­batte bis­her nur teil­weise wei­ter. Ifo-Insti­tut ent­wi­ckelt eige­nen Tan­kra­batt-Tra­cker für Über­prü­fung und Analyse.

Der seit Anfang Mai gel­tende Tan­kra­batt der deut­schen Bun­des­re­gie­rung kommt nur teil­weise an den Zapf­säu­len an. Das zei­gen aktu­elle Berech­nun­gen des ifo-Insti­tuts, das für genaue Ana­ly­sen einen soge­nann­ten Tan­kra­batt-Tra­cker ent­wi­ckelt hat. „Beim Die­sel haben die Tank­stel­len in den ers­ten drei Tagen von den 17 Cent Steu­er­sen­kung je Liter durch­schnitt­lich 4 Cent wei­ter­ge­ge­ben. Beim Super­ben­zin waren es durch­schnitt­lich 12 Cent von den 17 Cent Steu­er­sen­kung“, sagt Flo­rian Neu­meier, stell­ver­tre­ten­der Lei­ter des ifo Zen­trums für Finanzwissenschaft. 

Die geringe Wei­ter­gabe beim Die­sel könnte laut ifo-Insti­tut damit zusam­men­hän­gen, dass Deutsch­land Die­sel impor­tiert. Was am Wochen­ende getankt wurde, unter­lag ver­mut­lich noch der vol­len Steuer. „Auch wenn die Poli­tik kurz­fris­tig einen güns­ti­ge­ren Ben­zin­preis an den Zapf­säu­len erzielt hat, wer­den hier­mit die fal­schen Anreize gesetzt“, kri­ti­siert ifo-Experte Neu­meier. Ange­sichts der aktu­el­len Ver­knap­pung des Ange­bots trägt diese Maß­nahme nicht dazu bei, weni­ger Die­sel und Ben­zin zu ver­brau­chen. Der Rabatt sei zudem wenig ziel­ge­nau, da Men­schen mit höhe­rem Ein­kom­men ten­den­zi­ell höhere Sprit­aus­ga­ben haben und daher stär­ker profitieren.

Trans­pa­renz über täg­li­che Aktua­li­sie­rung und dazu Ver­glei­che mit ande­ren Ländern


„Mit dem Tan­kra­batt-Tra­cker wol­len wir Trans­pa­renz schaf­fen und die Öffent­lich­keit dar­über infor­mie­ren, ob das von der Poli­tik defi­nierte Ziel, die Bür­ger finan­zi­ell zu ent­las­ten, tat­säch­lich ein­ge­hal­ten wird“, sagt David Gst­rein. Er hat den Tan­kra­batt-Tra­cker zusam­men mit Chris­tian Gréus, Flo­rian Neu­meier, Ramona Schmid und Ste­fan Smutny ent­wi­ckelt. Ob die Ölkon­zerne die Steu­er­sen­kung lang­fris­tig an die Kon­su­men­ten wei­ter­ge­ben, wird die Preis­ent­wick­lung in den kom­men­den Wochen zei­gen. Der Tan­kra­batt-Tra­cker ver­gleicht die Kraft­stoff­preise in Deutsch­land mit denen in Frank­reich vor und nach dem 1. Mai auf Basis eines wis­sen­schaft­li­chen Ansatzes. 

Durch diese Berech­nun­gen soll sich zei­gen, ob und in wel­chem Umfang der Tan­kra­batt an die Autofahrer*innen wei­ter­ge­ben wird. Die Ergeb­nisse wer­den an jedem Werk­tag auf Basis der Sprit­preise vom Vor­trag aktua­li­siert. „Damit kann jeder inter­es­sierte Bür­ger Tag für Tag nach­voll­zie­hen, ob der Tan­kra­batt die ver­spro­chene Wir­kung ent­fal­tet und die Sprit­preise senkt“, so das ifo-Insti­tut. Auf der ifo-Web­seite fin­den sich auch Infor­ma­tio­nen zu den ver­wen­de­ten Daten und zu den Metho­den, die die Wis­sen­schaft­ler für ihre Aus­wer­tung nut­zen. (red/​cc)

Autor: red/cc
08.05.2026

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