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© pexels/niki nagy

Öko­no­mie­pro­fes­so­ren kri­ti­sie­ren Wirtschaftspolitik

In Deutsch­land bewer­ten füh­rende Öko­no­mie­pro­fes­so­ren die bis­he­rige Wirt­schafts­po­li­tik der Ampel-Regie­rung kri­tisch. Im Fokus steht das Thema stand­ort­re­le­vante Indus­trie-Sub­ven­tio­nen in der Energiepolitik. 

Das deut­sche ifo-Insti­tut und die Frank­fur­ter All­ge­meine Zei­tung (FAZ/FAS) haben die Ergeb­nisse ihres aktu­el­len Öko­no­mie­pa­nels ver­öf­fent­licht, wo im Sep­tem­ber 205 Wirt­schafts­pro­fes­so­rIn­nen teil­ge­nom­men haben. Zen­trale The­men der Erhe­bung waren Fra­gen zur Ener­gie­po­li­tik und Kos­ten­be­las­tun­gen für die Indus­trie im Wett­be­werb der Standorte.
„Beson­ders kri­tisch bewer­ten die Teil­neh­mer ener­gie­po­li­ti­sche Vor­ha­ben der Ampel-Par­teien“, sagt Niklas Potrafke vom deut­schen ifo-Insti­tut. 58 Pro­zent der Teil­neh­men­den seien dem­nach gegen den end­gül­ti­gen Atom­aus­stieg nach dem rus­si­schen Angriffs­krieg, 38 Pro­zent sind dafür. „Durch den Atom­aus­stieg haben wir eine kli­ma­freund­li­che Ener­gie­quelle abge­stellt und las­sen wei­ter Federn im inter­na­tio­na­len Stand­ort­wett­be­werb durch hohe Ener­gie­preise“, so Potrafke.

Weni­ger Anreiz für ener­gie­spa­rende Produktio
Einen sub­ven­tio­nier­ten Indus­trie­strom­preis, wie er auch in der Ampel gegen­wär­tig kon­tro­vers dis­ku­tiert wird, leh­nen 83 Pro­zent der teil­neh­men­den Öko­no­men ab, nur 13 Pro­zent befür­wor­ten ihn. „Der Indus­trie­strom­preis würde den Anreiz der Unter­neh­men redu­zie­ren, ener­gie­spa­rend zu pro­du­zie­ren. Außer­dem besteht die Gefahr der dau­er­haf­ten Sub­ven­tion“, so Potrafke zu den geäu­ßer­ten Befürchtungen. 

Mit 60 zu 32 Pro­zent leh­nen die Öko­no­men auch das neue Hei­zungs­ge­setz ab. Unter­stüt­zung gibt es für die Anhe­bung des Min­dest­loh­nes von 12,00 auf 12,41 Euro je Stunde zum 1. Januar 2024. Hier sind 64 Pro­zent dafür und 29 Pro­zent dage­gen. „Ins­ge­samt wird die Wirt­schafts­po­li­tik der Ampel zur Halb­zeit mit der Schul­note 4,0 bewer­tet“, so das ifo-Institut. 

Autor: red/cc
10.10.2023

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