Zum Inhalt
© Pixabay_Pexels_Sprind_020226

Öko­no­mi­sche Nach­hal­tig­keit bei kri­ti­schen Rohstoffen 

Metalle und Stahl­pro­dukte wer­den in gro­ßen Volu­mina für ver­schie­denste Erzeu­gun­gen benö­tigt. Roh­stoffe auf wenige Her­kunfts­ge­biete beschränkt. Her­stel­lung ener­gie­in­ten­siv und Recy­cling­quote nied­rig. Neues För­der­pro­gramm von SPRIND adres­siert neue Kreislaufmodelle.

Kri­ti­sche Metalle sind zen­tra­ler Bestand­teil der ver­schie­dens­ten Her­stel­lungs­ver­fah­ren und betriebs­über­grei­fen­den Pro­duk­ti­ons­ket­ten. Die Anwen­dun­gen erstre­cken sich von High­tech-End­pro­duk­ten und erneu­er­ba­ren Ener­gie­tech­no­lo­gien über die Luft- und Raum­fahrt bis hin zur Elek­tro­nik und moder­nen Fer­ti­gung. Par­al­lel ist der Zugang zu den dafür benö­tig­ten Roh­stof­fen nur auf wenige Län­der beschränkt. Trotz die­ser Schlüs­sel­rolle in indus­tri­el­len Pro­duk­ti­ons­pro­zes­sen und ver­wand­ten Lie­fer­ket­ten ist die Recy­cling­quote für kri­ti­sche Roh­stoffe erschre­ckend niedrig.

SPRIND, deut­scher Inku­ba­tor für (schnelle) Sprung­in­no­va­tion, hat nun eine neue mehr­stu­fige För­der­pro­gramm­schiene (Anm. „Chall­enge“) aus­ge­schrie­ben und letz­ten Dezem­ber die ers­ten acht Pro­jekte für die Teil­nahme an der ers­ten Stufe aus­ge­wählt. Ziel der Tech Metal Trans­for­ma­tion Chall­enge ist die Ent­wick­lung und Vali­die­rung neu­ar­ti­ger Ver­fah­ren zur Rück­ge­win­nung kri­ti­scher Metalle aus kom­ple­xen Abfall­strö­men wie Elek­tro­schrott oder Elek­tronik­kom­po­nen­ten. Hierzu sol­len bio­lo­gi­sche, che­mi­sche und phy­si­ka­lisch-mecha­ni­sche Ansätze in einem modu­la­ren Gesamt­sys­tem mit­ein­an­der kom­bi­niert werden. 

Rück­ge­win­nung plus neue, funk­tio­nale Ver­bin­dun­gen oder nano­struk­tu­rierte Materialien 

Dabei geht es nicht nur um die Rück­ge­win­nung ein­zel­ner Metalle, son­dern um die Her­stel­lung neuer, funk­tio­na­ler Ver­bin­dun­gen, Legie­run­gen oder nano­struk­tu­rier­ter Mate­ria­lien mit geziel­ter und direk­ter indus­tri­el­ler Anwend­bar­keit. Die Chall­enge zielt auf eine radi­kale Neu­aus­rich­tung der bis­he­ri­gen Logik des Metall­re­cy­clings und das heißt weg von klas­si­schen Pri­mär­pfa­den wie Hoch­tem­pe­ra­tur-Schmelz­ver­fah­ren oder unspe­zi­fi­schen Lau­gungs­pro­zes­sen hin zu hoch­se­lek­ti­ven, zir­ku­lä­ren Ver­fah­ren mit mini­ma­lem Ener­gie- und Chemikalieneinsatz. 

Durch neu­ar­tige bio­lo­gi­sche oder mole­ku­lare Trenn- und Umwan­dungs­ver­fah­ren, könn­ten künf­tig auch bis­lang als tech­nisch oder wirt­schaft­lich nicht recy­cel­bar gel­tende gemischte oder fein ver­teilte Metalle zurück­ge­won­nen wer­den. Die­ser Ansatz soll dann auch bestehende Recy­cling­pro­zess grund­le­gen trans­for­mie­ren. Eine wei­tere Ziel­set­zung ist ein inte­gra­ti­ves Pro­to­ty­pen-Sys­tem, das den Metall­be­stand von min­des­tens zwei kom­ple­xen Elek­tro­schrott-Pro­duk­ten in funk­tio­nale, markt­fä­hige Metall-Pro­dukte transformiert.

Drei Stu­fen in drei Jah­ren mit Gel­dern von bis zu 1,5 Mio. und bis hin zu 2,5 Mio. Euro je Team

Die SPRIND Chall­enge erstreckt sich über drei Jahre in drei Stu­fen. Eine Jury aus welt­weit aner­kann­ten Expert:innen unter­stützt das Team von SPRIND bei der Bewer­tung der Bewer­bun­gen und wählte im Dezem­ber 2025 acht Teams für die Teil­nahme an der ers­ten Stufe aus. SPRIND bie­tet in jeder Stufe der Chall­enge neben finan­zi­el­len Mit­teln auch eine inten­sive und indi­vi­du­elle Unter­stüt­zung und direk­tem Zugang zu einem Netz­werk von Exper­ten und poten­ti­el­len Kooperationspartnern. 

Bei den Finanz­mit­teln kön­nen Teams in die­ser ers­ten Stufe bis zu 1.500.000 Euro (zzgl. MwSt.) erhal­ten. Nach jeder Stufe prüft die Jury die Zwi­schen­er­geb­nisse und bewer­tet, wel­che Teams das größte Sprung­in­no­va­ti­ons­po­ten­tial auf­wei­sen. Bis zu sechs Teams errei­chen dann die zweite Stufe, wo För­de­rung von bis zu 2.000.000 Euro (zzgl. MwSt.) pro Team vor­ge­se­hen sind. Für bis zu vier Teams, die in die dritte Phase über­ge­hen, stellt SPRIND bis zu 2.500.000 EUR (zzgl. MwSt.) zur Ver­fü­gung, um die wei­tere Ent­wick­lung und Imple­men­tie­rung zu unterstützen.

WEE­Ef­fi­ci­ent mit inno­va­ti­ven Tech­no­lo­gien für das Recy­cling von Elektronikschrott

Zu den nun­mehr aus­ge­wähl­ten Pro­jek­ten gehört WEE­Ef­fi­ci­ent aus dem Umfeld des Helm­holtz Zen­trum Dres­den Ros­sen­dorf (HZDR), wo es um zukunfts­wei­sende Tech­no­lo­gien für das Recy­cling von Elek­tronik­schrott geht. Der Fokus liegt auf der Ent­wick­lung und Eta­blie­rung eines modu­la­ren, ska­lier­ba­ren Ver­fah­rens, das nicht nur Edel­me­talle zurück­ge­winnt, son­dern auch die Rück­ge­win­nung stra­te­gi­scher Roh­stoffe wie Tan­tal, Gal­lium und Sel­tene Erden ermög­licht, wel­che bei her­kömm­li­chen Ver­fah­ren der­zeit ver­lo­ren gehen. 

WEE­Ef­fi­ci­ent kon­zen­triert sich auf die Eng­pässe der heu­ti­gen Recy­cling­in­dus­trie und soll bestehende Sys­teme ergän­zen und ver­bes­sern. Der Pro­zess kommt Anga­ben zufolge ohne hoch­tem­pe­rierte Ver­hüt­tung oder kon­ven­tio­nelle Hydro­me­tall­ur­gie aus. Statt­des­sen basiert er auf einer ener­gie­spa­ren­den Kom­bi­na­tion aus Bio­tech­no­lo­gie und inno­va­ti­ver Mine­ral­ver­ar­bei­tung, wodurch die Umwelt­be­las­tung mini­miert wird. Mit Unter­stüt­zung des HZDR berei­tet das Team nun die Aus­grün­dung vor und ent­wi­ckelt die Tech­no­lo­gien zu markt­rei­fen Pilot­an­la­gen weiter.

Ana­lyse und Sor­tie­rung von Abfall­stof­fen mit­tels KI & Deep-Sen­sor-Tech­no­lo­gie bei Pro­jekt WeSort.AI

Zwei­tes aus­ge­wähl­tes Pro­jekt­team ist WeSort.AI, ein inno­va­ti­ves Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men, das sich auf Sys­teme zur prä­zi­sen Ana­lyse und Sor­tie­rung von Abfall­stof­fen mit­hilfe künst­li­cher Intel­li­genz und moderns­ter Deep-Sen­sor-Tech­no­lo­gie spe­zia­li­siert hat. Im Zen­trum steht eine KI-gestützte Sor­tier­tech­no­lo­gie, wel­che die effi­zi­ente Tren­nung von Mate­ria­lien wie Bat­te­rien und Elek­tronik­schrott ermög­li­chen soll und damit kön­nen dann wert­volle kri­ti­sche Roh­stoffe zurück­ge­won­nen wer­den. Dies trägt erheb­lich dazu bei, die stra­te­gi­sche Abhän­gig­keit von kri­ti­schen Roh­stof­fen zu verringern. 

WeSort.AI wurde bereits mit dem Deut­schen Grün­der­preis aus­ge­zeich­net und setzt seine ers­ten Sor­tier­sys­teme erfolg­reich bei Part­nern wie Pre­Zero ein. „Das Unter­neh­men ist davon über­zeugt, dass eine echte Kreis­lauf­wirt­schaft nur durch eine ord­nungs­ge­mäße Abfall­sor­tie­rung erreicht wer­den kann, und enga­giert sich lei­den­schaft­lich für die­ses Ziel“, so SPRIND in der Beschrei­bung des Projektes.

BIO­PE­P­LEACH mit bio­hy­bri­der Platt­form für nach­hal­tige Rück­ge­win­nung hoch­rei­ner Seltenerdeelemente

Das dritte nomi­nierte Team heißt BIO­PE­P­LEACH. Hier geht es um die Ent­wick­lung einer bio­hy­bri­den Platt­form für die nach­hal­tige Rück­ge­win­nung hoch­rei­ner Sel­ten­erd­ele­mente aus kom­ple­xen Abfall­strö­men. Das Team kom­bi­niert dafür aus indus­tri­el­len Neben­strö­men gewon­nene Bio-Säu­ren mit hoch­se­lek­ti­ven metall­bin­den­den Pep­ti­den, um Sel­ten­erd­ele­mente mit hoher Rein­heit und Aus­beute bio­lo­gisch aus­zu­la­gern, ein­zu­fan­gen und zurückzugewinnen. 

„Diese ein­zig­ar­tige Kom­bi­na­tion aus abfall­ba­sier­ter Bio-Säure-Che­mie und Pep­tids­e­lek­ti­vi­tät bie­tet einen neuen tech­no­lo­gi­schen Weg, der über die kon­ven­tio­nelle Hydro­me­tall­ur­gie hin­aus­geht und den Che­mi­ka­li­en­ver­brauch dras­tisch redu­ziert, wäh­rend gleich­zei­tig eine sau­be­rere und kreis­lauf­fä­hi­gere Metall­rück­ge­win­nung ermög­licht wird“, so ein Aus­zug aus der Pro­jekt-Beschrei­bung. Das BIO­PE­P­LEACH-Team selbst basiert auf der BIO­WEG GmbH und der TU Ber­lin, die gemein­sam diese Bio-Säure-Pep­tid-Platt­form zur Rück­ge­win­nung von Sel­ten­erd­me­tal­len ent­wi­ckeln und skalieren.

Umfas­sende Behand­lung vor­sor­tier­ter Lei­ter­plat­ten und Dis­play­mo­dule aus aus­ge­dien­ten Smart­phones bei Pro­jekt CMETRE

Pro­jekt Num­mer vier ist das CMETRE-Team (Cri­ti­cal METals Reco­very from E‑Waste) von der Gren­sol AG (Schweiz). Hier geht es um eine inno­va­tive Lösung für die umfas­sende Behand­lung vor­sor­tier­ter Lei­ter­plat­ten und Dis­play­mo­dule aus aus­ge­dien­ten Smart­phones. Die Anwen­dung kom­bi­niert dabei naht­los die phy­si­ka­li­sche Abtren­nung kri­ti­scher Metalle mit geziel­ten che­mi­schen Prozessen. 

Damit sol­len nicht nur die Metalle zurück­ge­won­nen wer­den, die übli­cher­weise durch Kup­fer­schmel­zen extra­hiert wer­den, son­dern auch leichte und schwere Sel­tene Erden sowie für die Elek­tro­nik wich­tige kri­ti­sche Metalle wie Gal­lium, Anti­mon und Bis­mut. Die­ser Ansatz soll das Spek­trum der aus Elek­tro­nik­ab­fäl­len rück­ge­winn­ba­ren Mate­ria­lien erheb­lich erwei­tern. Das Team arbei­tet eng mit dem Worces­ter Poly­tech­nic Insti­tute (WPI), der ETH Zürich und der HEIG-VD zusammen.

E‑Murgy mit ska­lier­ba­ren und elek­tri­fi­zier­ten metall­ur­gi­schen Ver­fah­ren zur selek­ti­ven Rück­ge­win­nung kri­ti­scher Metalle

Der Name des fünf­ten Pro­jek­tes lau­tet E‑Murgy. Hier geht es um die Ent­wick­lung von ska­lier­ba­ren und elek­tri­fi­zier­ten metall­ur­gi­schen Ver­fah­ren zur selek­ti­ven Rück­ge­win­nung kri­ti­scher Metalle aus ver­schie­de­nen Alt­ab­fall­strö­men. Durch die elek­tro­che­mi­sche Rege­ne­rie­rung von Reagen­zien mit erneu­er­ba­rer Ener­gie ver­rin­gern die neu ent­wi­ckel­ten Tech­no­lo­gien den Bedarf an umwelt­be­las­ten­den, nicht recy­cel­ba­ren Chemikalien. 

„E‑Murgy ver­folgt eine Phi­lo­so­phie der inte­gra­ti­ven Dis­rup­tion und ent­wi­ckelt elek­tro­me­tall­ur­gi­sche Ver­fah­ren, die voll­stän­dig im Rah­men der wäss­ri­gen Metall­ur­gie arbei­ten und den­noch deut­li­che Ver­bes­se­run­gen in Bezug auf Selek­ti­vi­tät, Effi­zi­enz und die Her­stel­lung hoch­wer­ti­ger Funk­ti­ons­pro­dukte erzie­len“, so die Beschrei­bung. Ope­ra­tiv erzeu­gen modu­lare elek­tro­che­mi­sche Reak­to­ren meh­rere (sog.) Redox-Reagen­zien, die in eta­blierte metall­ur­gi­sche Ver­fah­ren ein­ge­speist wer­den. Und das ver­wirk­licht den dis­rup­ti­ven Ansatz der ent­kop­pel­ten Elektrometallurgie.

Maß­ge­schnei­derte Platt­form für maschi­nel­les Ler­nen bei Pro­jekt Lan­t­ha­Gen Bio

Lan­t­ha­Gen Bio Ltd ist ein Bio­tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men aus Man­ches­ter und das sechste aus­er­ko­rene Pro­jekt (Anm. Lan­t­ha­Cy­cle). Mit­tels einer maß­ge­schnei­der­ten Platt­form für maschi­nel­les Ler­nen sol­len bio­lo­gi­sche Sys­teme zur Rück­ge­win­nung kri­ti­scher Metalle aus kom­ple­xen Abfall­strö­men, wie etwa Elek­tro­schrott, ent­wi­ckelt werden. 

An der Schnitt­stelle von Bio­lo­gie und KI will das Unter­neh­men die selek­tive Abschei­dung kri­ti­scher Metalle ermög­li­chen, und das ohne den Ein­satz von Lösungs­mit­teln und mit deut­lich redu­zier­ten CO₂-Emis­sio­nen. Eine euro­pa­weite Kreis­lauf­wirt­schaft mit gerin­ge­rer Umwelt­be­las­tung ist die wei­tere Ziel­set­zung von Lan­t­ha­Gen Bio Ltd.

DESy­cle-Team mit Ent­wick­lung einer Platt­form für zir­ku­läre Metallurgie

Pro­jekt Num­mer sie­ben kommt vom DES­cy­cle-Team. Hier geht es um die Ent­wick­lung einer Platt­form für zir­ku­läre Metall­ur­gie und damit soll eine hoch­ef­fi­zi­ente und emis­si­ons­arme Rück­ge­win­nung kri­ti­scher und stra­te­gi­scher Metalle aus Alt­pro­duk­ten und kom­ple­xen Indus­trie­ab­fäl­len ermög­licht wer­den. Pri­mär geht es um die Kom­bi­na­tion einer neuen Klasse grü­ner Che­mie mit inno­va­ti­ven che­mi­schen Ver­fah­ren und fort­schritt­li­chen Trenntechniken.

Damit will DES­cy­cle her­kömm­li­che Hoch­tem­pe­ra­tur- und koh­len­stoff­in­ten­sive Rück­ge­win­nungs­ver­fah­ren durch eine geschlos­sene, che­mie­ba­sierte Alter­na­tive erset­zen. „Durch die Ska­lier­bar­keit, wirt­schaft­li­che Wett­be­werbs­fä­hig­keit und echte Kreis­lauf­wirt­schaft des Metall­re­cy­clings ver­wan­delt DES­cy­cle Haus­halts­ab­fälle in eine hei­mi­sche Metall­ver­sor­gung für die Ener­gie­wende“, so ein Aus­zug aus der SPRIND-Beschreibung.

Geziel­tes Bio­lea­ching, Bio­sorp­ti­ons- und Bio­mi­ne­ra­li­sie­run­gen zur Abschei­dung gelös­ter Metalle bei Pro­jekt BioXtract

Beim letz­ten nomi­nier­ten Pro­jekt BioX­tract geht es um die Ver­wen­dung von prä­zi­ser Bio­geo­che­mie, um kom­plexe Abfälle gezielt in hoch­wer­tige Metall­res­sour­cen umzu­wan­deln. Das Team hat sich zum Ziel gesetzt, die Metall­rück­ge­win­nung neu zu defi­nie­ren, indem es sich die grund­le­gen­den Regeln zunutze macht, die den natür­li­chen bio­geo­che­mi­schen Kreis­lauf von Metal­len bestim­men. Im Mit­tel­punkt der BioX­tract-Tech­no­lo­gie steht die Nach­ah­mung und Ver­stär­kung von Pro­zes­sen, die den Metall­kreis­lauf der Erde seit Mil­li­ar­den von Jah­ren prä­gen – aber nun auf moderne Abfall­ströme angewendet.

Im Ver­fah­ren selbst geht es um die Kom­bi­na­tion von mikro­biell ver­mit­tel­ten Redox­re­ak­tio­nen für geziel­tes Bio­lea­ching, Bio­sorp­ti­ons- und Bio­mi­ne­ra­li­sie­run­gen zur Abschei­dung gelös­ter Metalle und zudem um eine che­misch anpass­bare, schritt­weise Desorp­tion, um ein­zelne Ziel­me­talle auf res­sour­cen­ef­fi­zi­ente Weise selek­tiv zu iso­lie­ren. „Der Ansatz zeich­net sich durch hohe Selek­ti­vi­tät und Prä­zi­sion, ein modu­la­res und anpas­sungs­fä­hi­ges Sys­tem­de­sign sowie einen umwelt­ver­träg­li­chen Pro­zess aus, der unter mil­den Bedin­gun­gen mit mini­ma­lem Che­mi­ka­li­en­ein­satz abläuft“, so die Beschreibung. 

Kos­ten­güns­ti­gere, ska­lier­bare und nach­hal­ti­gere Alter­na­tive zu her­kömm­li­chen Metallrückgewinnung

Auch das Team von BioX­tract wird geson­dert gelobt : „Mit fun­dier­tem Fach­wis­sen in den Berei­chen Bio­geo­che­mie, Mikro­bio­lo­gie, Mine­ra­lo­gie, Ver­fah­rens­tech­nik und Model­lie­rung schlägt das BioX­tract-Team eine Brü­cke zwi­schen Grund­la­gen­for­schung und indus­tri­el­ler Anwen­dung, um unge­nutzte Quel­len wich­ti­ger Roh­stoffe zu erschlie­ßen und Abfall in eine stra­te­gi­sche Res­source zu verwandeln.“ 

Final geht es um „eine kos­ten­güns­ti­gere, ska­lier­bare und nach­hal­ti­gere Alter­na­tive zu her­kömm­li­chen Tech­no­lo­gien zur Metall­rück­ge­win­nung“. Und diese finale Ziel­set­zung eint dann auch alle acht aktu­ell aus­ge­wähl­ten Pro­jekte der neuen SPRIND-Chall­enge, wo auf jedes Team bis zu 1,5 Mio. Euro in der ers­ten Pro­jekt-Stufe und bis zu 2 Mio. Euro in der zwei­ten und schließ­lich bis zu 2,5 Mio. Euro in der drit­ten Stufe war­ten. (red/​czaak)

Autor: red/czaak
02.02.2026

Weitere aktuelle Artikel

Digi­ta­li­sie­rung im moder­nen Spit­zen­sport und der rich­tige KI-Ein­satz in Unter­neh­men neben wei­te­ren Key Notes, Use Cases und Mas­ter­clas­ses. Pro­mi­nente Unter­neh­men, Mana­ger und Exper­ten erör­tern bei zwei­ter Auf­lage der DIGI­TAL X Erfah­run­gen mit Trans­for­ma­tion und tech­no­lo­gi­scher Inno­va­tion. Unter dem Motto „Digi­tal Heart­beat“ laden T‑Systems, Magenta, Tele­kom Secu­rity und Deut­sche Tele­kom Glo­bal Busi­ness am 11. März in die […]
Men­schen hadern seit jeher mit der Ver­gäng­lich­keit des oder zumin­dest eines Lebens. Frü­her wurde der Jung­brun­nen gesucht, heute inves­tie­ren Mil­li­ar­däre in die Kon­trolle des Alterns und Auto­kra­ten las­sen medi­zi­ni­sche Wun­der­mit­tel erpro­ben. Eine His­to­ri­ke­rin der ÖAW ord­net nun die Sehn­sucht nach der Ver­län­ge­rung des irdi­schen Daseins ein.  Das soge­nannte Lon­ge­vity ist schon län­ger eine Art Trend. […]
AI:AT als leis­tungs­starke AI/KI-Fac­tory Aus­tria bie­tet Zugang zu Hoch­leis­tungs­rech­nern mit High-Per­for­mance-Com­pu­ting. „Ano­ther Earth” als öster­rei­chi­sches Welt­raum-Start-Up mit Fokus auf Erd­be­ob­ach­tungs­mo­del­len nützt ab sofort die umfang­rei­che Infra­struk­tur der KI-Fac­tory Austria. Die AI/KI Fac­tory Aus­tria AI:AT ist Teil der euro­päi­schen KI/AI-Fac­to­ries-Initia­tive unter dem soge­nann­ten EuroHPC Joint Under­ta­king und dem Hori­zon-Europe-Pro­gramm. Ziel ist es, KI- und High-Per­for­mance-Com­pu­ting (HPC)- Kapa­zi­tä­ten euro­pa­weit […]
TU Wien ent­wi­ckelt neues 3D-Druck-Ver­fah­ren zur Her­stel­lung von bio­lo­gi­schem Gewebe. Ein Anwen­dungs­ge­biet ist etwa die For­schung an Haut­krank­hei­ten. Neue Methode soll dabei auch die mehr­fach schwie­ri­gen Tier­ver­su­che ersetzen. Rund ein Vier­tel der euro­päi­schen Bevöl­ke­rung lei­det unter chro­nisch ent­zünd­li­chen Haut­krank­hei­ten wie Pso­ria­sis, Neu­ro­der­mi­tis oder Akne. The­ra­pien dafür zu erfor­schen ist oft schwie­rig. Die schon ein­mal ethisch […]
Nie­der­ös­ter­rei­chi­sches Insti­tute of Sci­ence and Tech­no­logy Aus­tria (ISTA) erhält von Uber-Mit­be­grün­der Garett Camp Spende über fünf Mil­lio­nen Euro. Im Fokus ste­hen neue For­schun­gen zu KI im engen Kon­text mit den The­men men­schen­zen­trierte Ver­trau­ens­wür­dig­keit und gesell­schaft­li­ches Gemeinwohl.  Das Insti­tute of Sci­ence and Tech­no­logy Aus­tria (ISTA) in Klos­ter­neu­burg (NÖ) hat vom kana­di­schen Unter­neh­mer Gar­ret Camp, ein Mit­be­grün­der […]
magnifier
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram