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Pri­vat im öffent­li­chen Verkehr

Mit MATTHEW soll das kon­takt­lose Bezah­len daten­schutz­kom­pa­ti­bel wer­den. Infi­neon Öster­reich koor­di­niert inter­na­tio­na­les Forschungsprojekt.

Kon­takt­lose Tech­no­lo­gien sind bereits welt­weit im Ein­satz. Bei­spiels­weise als Dau­er­kar­ten für den öffent­li­chen Nah­ver­kehr und als Fir­men­aus­weise für sichere Zutritts­kon­trolle. Das Bezah­len an der Kasse geht dank Near Field Com­mu­ni­ca­tion (NFC) rasch und bequem – etwa mit kon­takt­lo­sen Bank­kar­ten, dem Smart­phone oder soge­nann­ten Smart Weara­bles, wie bei­spiels­weise einer NFC-unter­stütz­ten Armbanduhr.
Das euro­päi­sche For­schungs­pro­jekt MATTHEW hat diese Kon­takt­los­tech­no­lo­gien jetzt wei­ter­ent­wi­ckelt. Durch den Ein­satz von neuen Ver­schlüs­se­lungs­ver­fah­ren erhal­ten Ver­brau­cher einen höhe­ren Daten­schutz in Smart Card-Sys­te­men. Das von Infi­neon Tech­no­lo­gies Aus­tria koor­di­nierte Pro­jekt star­tete im Novem­ber 2013 mit einer Lauf­zeit von 36 Mona­ten. Ins­ge­samt waren acht Tech­no­lo­gie­part­ner aus vier euro­päi­schen Län­dern betei­ligt. Das Gesamt­bud­get betrug fast sechs Mil­lio­nen Euro.

Nach­ver­fol­gung verhindert
Ein Schwer­punkt des For­schungs­pro­jekts war unter ande­rem die Ent­wick­lung von kryp­to­gra­phi­schen Algo­rith­men für Smart Card-Sys­teme, um die Pri­vat­sphäre von Ver­brau­chern zu schüt­zen. Damit kann, bei­spiels­weise bei Tickets für den öffent­li­chen Nah­ver­kehr, eine elek­tro­ni­sche Nach­ver­fol­gung der jewei­li­gen Nut­zer wirk­sam ver­hin­dert werden.
Ein Groß­teil der bestehen­den Ticke­ting-Sys­teme arbei­tet immer noch mit fixen Seri­en­num­mern, die auf den Kar­ten der Inha­ber hin­ter­legt sind. Der Sys­tem­be­trei­ber kann daher durch elek­tro­ni­schen Abgleich mit den Zugangs­ter­mi­nals leicht nach­voll­zie­hen, wel­chen Weg ein Fahr­gast mit sei­ner Jah­res­karte genom­men hat. Durch ein erwei­ter­tes Ver­schlüs­se­lungs­ver­fah­ren bleibt die Pri­vat­sphäre des Benut­zers gewahrt. Diese anony­mi­sierte Ticke­ting-Lösung wurde bereits erfolg­reich in Form einer Android-App für ein Mehr­zo­nen-Ver­kehrs­sys­tem demonstriert.

Autor: red/stem/cc
09.06.2017

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