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Pri­vate For­schungs­fi­nan­zie­rung hinkt nach

Damit aus den Regie­rungs-Stra­te­gie­pa­pie­ren zu For­schung und Uni­ver­si­tä­ten Rea­li­tät wird, sind laut Wifo „wei­tere Anstren­gun­gen“ nötig.

Das Wirt­schafts­for­schungs­in­sti­tut (Wifo) mahnt „wei­tere Anstren­gun­gen“ ein, damit die Regie­rung ihre selbst­ge­steck­ten Ziele auch erreicht. Ange­peilt wer­den eine For­schungs­quote von 3,76 Pro­zent bis 2020 sowie einer Hoch­schul­quote von zwei Pro­zent des BIP. Für die Errei­chung des For­schungs­ziels sei eine „signi­fi­kante Aus­wei­tung der pri­va­ten Mit­tel“ nötig, heißt es in einer Aussendung.
Der­zeit liegt die For­schungs­quote prak­tisch genau bei drei Pro­zent und damit im euro­päi­schen Spit­zen­feld, aller­dings unter den Wer­ten von Däne­mark, Finn­land und Schwe­den. 2015 wur­den ins­ge­samt 10,1 Mil­li­ar­den Euro für die For­schung aus­ge­ge­ben – um 2020 auf 3,76 Pro­zent des BIP zu kom­men, müsste die­ser Wert laut einer Wifo-Vor­aus­schät­zung auf knapp 15 Mrd. Euro anwachsen.
Unter Annahme einer gleich­mä­ßi­gen jähr­li­chen Stei­ge­rung der Mit­tel wie seit 2011 liegt die öffent­li­che For­schungs­fi­nan­zie­rung der­zeit auf Ziel­kurs, so das Wifo. „Die pri­vate Finan­zie­rung bleibt jedoch hin­ter den für eine Ziel­er­rei­chung not­wen­di­gen Mit­teln zurück.“ Die Ursa­chen dafür lägen in einer Kom­bi­na­tion aus dem schwie­ri­gen wirt­schaft­li­chen Umfeld und der auf Bran­chen mit mitt­le­rer bis mit­tel­ho­her For­schungs­in­ten­si­tät kon­zen­trier­ten Wirtschaftsstruktur.

Big Spen­der
Die Hoch­schul­quote Öster­reichs beträgt der­zeit knapp 1,5 Pro­zent und liegt damit über jener von Deutsch­land und der Schweiz, aller­dings weit hin­ter den USA und Süd­ko­rea und auch hin­ter den skan­di­na­vi­schen Län­dern. Bezieht man die in Öster­reich ver­gleichs­weise hohen Stu­den­ten­zah­len mit ein, ist der Abstand zu den Spit­zen­län­dern aber grö­ßer als im Forschungsbereich.
In Öster­reich wer­den die Hoch­schul­aus­ga­ben zu fast 95 Pro­zent von der öffent­li­chen Hand getra­gen, der Schnitt liegt in der OECD bei 69 Pro­zent. Trotz einer Stei­ge­rung in den ver­gan­ge­nen Jah­ren lie­gen sie unter dem Niveau, das für eine Ziel­er­rei­chung im Jahr 2020 nötig wäre. Die ent­spre­chen­den Mit­tel müss­ten im neuen Bun­des­fi­nanz­rah­men 2017 – 2020 bud­ge­tiert wer­den, so das Wifo.
Nach­hol­be­darf ortet das Wifo beim Aus­bau der im Wett­be­werb ver­ge­be­nen Finan­zie­rung der Grund­la­gen­for­schung. Diese trage „beson­ders zur Qua­li­täts­stei­ge­rung an Hoch­schu­len“ bei : „Der­zeit ist jedoch keine Zunahme der kom­pe­ti­ti­ven För­de­rung von Grund­la­gen­for­schung zu beobachten.“ 

Autor: APA-Science/red/stem
01.03.2016

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