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© pexels/ivan samkov

Pro­duk­ti­vi­täts­ge­winne durch Digi­ta­li­sie­rung brau­chen Zeit

Die tech­ni­schen Neue­run­gen via Digi­ta­li­sie­rung Anfang der 2000er Jahre haben erst mit Ver­zö­ge­rung zu mehr wirt­schaft­li­cher Pro­duk­ti­vi­tät geführt, so eine neue ifo-Stu­die. Abge­lei­tet wer­den dar­aus auch Handlungsempfehlungen.

Ab dem Jahre 2000 stieg Zahl der Han­dys, der Inter­net-Nut­zer und der Breit­band-Nut­zer. Die gesamt­wirt­schaft­li­che Pro­duk­ti­vi­tät ver­än­dert sich zunächst nicht mess­bar, die Unter­neh­men brauch­ten Zeit zur Umstel­lung, etwa zur Digi­ta­li­sie­rung ihrer Produktionsprozesse.

Pro­duk­ti­ons­fak­to­ren und Betriebs­ab­läufe muss­ten ange­passt wer­den, Unter­neh­men brauch­ten Zeit zum Auf­bau neuer Infra­struk­tur, bei­spiels­weise von Online-Platt­for­men. Ergän­zende Inves­ti­tio­nen müss­ten erst geplant und getä­tigt wer­den, bevor sich Pro­duk­ti­vi­täts­ge­winne ein­stel­len kön­nen. Mit­ar­bei­ter muss­ten zudem im Umgang mit die­sen neuen Tech­no­lo­gien geschult werden.

Coro­na­krise brachte wei­te­ren Schub der Digitailsierung
„Für viele Unter­neh­men war es schwie­rig ein­zu­schät­zen, wel­che neuen Tech­no­lo­gien sinn­voll ein­ge­setzt wer­den kön­nen“, erläu­tert Robert Leh­mann, Wirt­schafts­for­scher beim deut­schen ifo-Insti­tut. „Neue Tech­nik ver­brei­tet sich nicht schlag­ar­tig. Das bedeu­tet real eine Ver­zö­ge­rung der theo­re­tisch sofort mög­li­chen Pro­duk­ti­vi­täts­ge­winne“, so Lehmann. 

Aus Sicht der ifo-Exper­ten stie­gen die durch die Digi­ta­li­sie­rung mög­li­che Pro­duk­ti­vi­tät der unter­such­ten Wirt­schafts­be­rei­che ab Anfang der 2000er Jahre erst am Ende des Jahr­zehnts an. Einen wei­te­ren Schub für die Digi­ta­li­sie­rung brachte dann auch die Coro­na­krise mit sich.

Stu­di­en­ergeb­nisse brin­gen auch einige Handlungsempfehlungen
Aus den Ergeb­nis­sen der Stu­die las­sen sich auch einige Hand­lungs­emp­feh­lun­gen ablei­ten, um die Pro­duk­ti­vi­täts­ge­winne der Digi­ta­li­sie­rung zu beschleu­ni­gen. „In Zukunft könnte ein erleich­ter­ter Zugriff auf Wag­nis­ka­pi­tal den Zugang vie­ler Unter­neh­men zu finan­zi­el­len Res­sour­cen erleich­tern, was wie­derum die Mög­lich­kei­ten zur For­schungs- und Ent­wick­lungs­tä­tig­keit ankur­belt“, sagt Lehmann.
Ebenso könn­ten steu­er­li­che Anreize zur Unter­stüt­zung von For­schung und Trai­nings­maß­nah­men gesetzt wer­den und auch die För­de­rung von Home­of­fice oder Hybrid­ar­beit könnte erwei­tert wer­den. Kom­bi­niert mit zusätz­li­chen Inves­ti­tio­nen im Breit­band­aus­bau könnte auf diese Weise wei­te­res Pro­duk­ti­vi­täts­po­ten­zial der neuen Tech­no­lo­gien aus­ge­schöpft wer­den. „Ähn­lich wie bei der ers­ten Digi­ta­li­sie­rungs­welle dürfte es aber auch hier dau­ern, bis sich die Pro­duk­ti­vi­täts­ge­winne bemerk­bar machen“, resü­miert Robert Leh­mann vom ifo-Institut.

Autor: red/mich/cc
31.01.2023

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