
Professionelle Cyber Defence
Deutsche Telekom und Palo Alto Networks stellen datensouveräne Cyber Defence als Managed Services vor. Der „Sovereign Cortex with T Security“ genannte Dienst speichert Kunden- und Systemdaten in Europa und soll mehr Kontrolle für Kunden durch ausgelagerte Verwaltung der Schlüssel bringen.
Die Deutsche Telekom und der US-Anbieter Palo Alto Networks bringen „Sovereign Cortex with T Security“ auf den Markt. Das neue gemeinsame Angebot kombiniert führende KI-Cybersicherheit mit einer daten-souveränen Architektur, die speziell für Europa entwickelt wurde. Das Produkt richtet sich an Branchen mit hohen regulatorischen Anforderungen wie Gesundheitswesen, öffentliche Verwaltung, Finanzdienstleistungen und an Betreiber kritischer Infrastruktur. Der primäre Fokus richtet sich auf die Erfüllung europäischer Compliance-Anforderungen für kritische Infrastrukturen, inklusive DORA, NIS‑2 und DSGVO.
„In der heutigen Bedrohungslage gehen Angreifer vom Erstzugriff in nur 72 Minuten zur Datenexfiltration über. Das ist viermal so schnell wie noch vor einem Jahr. Um damit Schritt halten zu können, benötigen Organisationen und Unternehmen Cloud-basierten, KI-gestützten Schutz. Gleichzeitig sehen europäische Vorschriften eine nachweisbare Kontrolle über Daten, ihre Verschlüsselung und Zugriffsberechtigungen vor“, so die Deutsche Telekom in einer Aussendung.
„Alle Kunden- und Systemdaten einschließlich Telemetrie werden ausschließlich innerhalb Europas gespeichert“
„Sovereign Cortex with T Security“ kombiniert die mit KI-Agenten arbeitende SOC-Plattform von Palo Alto Networks mit der Cybersicherheitsexpertise der Deutschen Telekom. Betrieben wird die Sovereign Cortex-Lösung von Palo Alto Networks auf der Sovereign Google Cloud Plattform der Deutschen Telekom. T Security stellt SOC- und Identitätsmanagement-Dienste sowie Verschlüsselungstechnik über eigene Rechenzentren zur Verfügung.
„Während die meisten souveränen Angebote bei der Datenresidenz aufhören, verwaltet diese Architektur jede Schicht der Kundendatenumgebung : Alle Kunden- und Systemdaten – einschließlich Telemetrie und die sogenannte Threat Intelligence – werden ausschließlich innerhalb Europas gespeichert, verarbeitet und abgerufen“, so die Deutsche Telekom. Die Verschlüsselung wird vollständig von der Deutschen Telekom gesteuert, die dafür den External Key Manager von Google Cloud nutzt. „Die Deutsche Telekom verwahrt und verwaltet den Key-Encryption-Key (KEK) außerhalb der Reichweite von Palo Alto Networks sowie Google und behält die alleinige Autorität über den Datenzugriff“, so die Deutsche Telekom weiter.
Verwaltung, kritische Infrastruktur und stark regulierte Branchen
“Europäische Organisationen von öffentlichen Stellen bis zu Betreibern kritischer Infrastruktur haben uns klar gesagt : Sie brauchen Echtzeit-KI-gesteuerte Sicherheit und überprüfbare Datensouveränitäts-Kontrollen, und sie sollten sich nicht zwischen diesen entscheiden müssen. Dies ist unsere direkte Antwort auf das, was Kunden und Regulierungsbehörden in ganz Europa fordern – einen Service, der Europas Souveränität respektiert, die Sicherheitseffizienz und modulare Plattformisierung, auf die unsere Kunden angewiesen sind, aufrechterhält und das Vertrauen widerspiegelt, das sie uns entgegenbringen“, so Helmut Reisinger, CEO EMEA, Palo Alto Networks.
„Unser gemeinsames Angebot ist derzeit in Europa auf diesem Qualitätsniveau einzigartig. Wir erfüllen die Compliance-Anforderungen von NIS‑2, DORA und KRITIS in Bezug auf Datensouveränität – ohne von unseren Kunden zu verlangen, bei der Wirksamkeit ihrer Cyberverteidigung Kompromisse einzugehen“, ergänzt Thomas Tschersich, CEO Deutsche Telekom Security GmbH und CSO Deutsche Telekom AG. „Sovereign Cortex with T Security“ wird zunächst europäischen öffentlichen Organisationen, Betreibern kritischer Infrastruktur und stark regulierten Branchen zur Verfügung gestellt. Später wird das Angebot dann noch ausgeweitet. (red/cc)