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Qua­li­tät mit Nischenorientierung

Nie­der­ös­ter­reichs Tisch­ler punk­ten immer öfter mit Spe­zia­li­sie­rung und Innovation.

Die hei­mi­schen Tisch­ler wer­den immer mehr zu Spe­zia­lis­ten. Die bloße Fer­ti­gung eines Kas­tens oder einer Tür genügt längst nicht mehr. „Das hat uns lei­der die indus­tri­elle Fer­ti­gung aus der Hand genom­men“, erklärt Innungs­meis­ter Hel­mut Mit­sch. „Was die Indus­trie aller­dings nicht kann, ist, opti­mal auf die indi­vi­du­el­len Wün­sche des Kun­den mit abge­stimm­ter Bera­tung, Pla­nung und Mon­tage ein­zu­ge­hen.“ Daher bie­ten einige Betriebe etwa Küchen oder Natur­bet­ten vom ers­ten Ent­wurf bis zur Mon­tage an, ein­schließ­lich der Koor­di­na­tion mit mit­wir­ken­den ande­ren Bran­chen, wie Instal­la­teur, Elek­tri­ker oder Bodenleger.
Von den Kun­den wer­den sol­che „Rundum-Sorg­los-Pakete“ immer mehr geschätzt und ange­nom­men. „Betriebe, die es schaf­fen, sol­che Nischen für sich zu ent­de­cken und zu bedie­nen, wer­den auch in Zukunft punk­ten. Betriebe aller­dings, die nicht mit der Zeit gehen, wer­den mit der Zeit sel­ber gehen, da brau­chen wir uns nichts vor­zu­ma­chen“, sagt Mitsch.

Inno­va­tive EPU
Zur­zeit gibt es in Nie­der­ös­ter­reich 1.716 Tisch­ler und Holz­ge­stal­ter. Sie beschäf­ti­gen 6.523 Mit­ar­bei­ter. „Auch bei uns gibt es immer mehr Ein-Per­so­nen-Unter­neh­men, die unglaub­lich inno­va­tiv unter­wegs sind“, so Mit­sch. „Viele von ihnen haben sich auf Mon­ta­gen und Repa­ra­tu­ren spe­zia­li­siert, zwei Geschäfts­fel­der, die den Bedarf von immer mehr Kun­den abde­cken. Einer­seits weil heute den meis­ten die Zeit zum Sel­ber­mon­tie­ren fehlt, ande­rer­seits weil Nach­hal­tig­keit für viele Mit­men­schen heute einen hohen Wert hat.“
Neben den Tisch­lern zählt auch das Holz­ge­stal­tende Gewerbe zur Innung. Dazu gehö­ren Par­kett­bo­den­le­ger, Boot­bauer, Modell­bauer, der Zusam­men­bau von Möbel­bau­zu­sät­zen, Bild­hauer, Bin­der, Bürs­ten- und Pin­sel­ma­cher, Drechs­ler, die Erzeu­gung von Spiel­zeug aller Art sowie Korb- und Möbel­flech­ter. Auch hier gelte es, sich den Gege­ben­hei­ten des Mark­tes anzu­pas­sen, wie der Innungs­meis­ter Mit­sch: „Die Bil­lig­kon­kur­renz aus den ehe­ma­li­gen Ost­block­staa­ten und aus Asien hat hier ihre Chan­cen erkannt. Unsere Mit­glie­der kön­nen aber auch dies­be­züg­lich mit Qua­li­tät und Indi­vi­dua­li­tät punk­ten. Dafür muss man gar nicht viel Geld in die Hand neh­men, son­dern durch Markt­be­ob­ach­tung, vor allem auch im Inter­net, Infor­ma­tio­nen ein­ho­len und Ver­glei­che zu den eige­nen Pro­duk­ten anstellen.“

Autor: NOe-Wirtschaftspressedienst/red/stem
25.06.2016

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