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Rechts- oder Links­hän­der — am Rücken­mark liegt es

Ob Men­schen Rechts- oder Links­hän­der wer­den, bestimmt nicht das Gehirn, son­dern das Rückenmark.

Die Gen­ak­ti­vi­tät im Rücken­mark ist bereits im Mut­ter­leib asym­me­trisch, konn­ten Bio­psy­cho­lo­gen der Ruhr-Uni­ver­si­tät Bochum nach­wei­sen. Eine Prä­fe­renz für die linke oder rechte Hand könnte auf diese Asym­me­trie zurück­zu­füh­ren sein. “Die Ergeb­nisse ver­än­dern unser Ver­ständ­nis über den Ursprung hemi­sphä­ri­scher Asym­me­trien fun­da­men­tal”, fol­gern die Autoren. Denn : Bis­lang gin­gen For­scher davon aus, dass Unter­schiede in der Gen­ak­ti­vi­tät der rech­ten und lin­ken Gehirn­hälfte für die Hän­dig­keit eines Men­schen ver­ant­wort­lich sind.

Asym­me­tri­sche Genaktivität
Arm- oder Hand­be­we­gun­gen wer­den über den moto­ri­schen Cor­tex im Gehirn initi­iert. Er schickt ein ent­spre­chen­des Signal an das Rücken­mark, das den Befehl in eine Bewe­gung umsetzt. Die moto­ri­sche Groß­hirn­rinde ist aller­dings nicht von Anfang an mit dem Rücken­mark ver­bun­den. Schon bevor sich die Ver­bin­dung aus­bil­det, sind Vor­stu­fen der Hän­dig­keit sicht­bar. Daher gin­gen die For­scher davon aus, dass die Ursa­che für die Rechts-links-Prä­fe­renz eher im Rücken­mark als im Gehirn lie­gen müsste. Das berich­ten die For­scher im Jour­nal “E‑Life”.
Die Wis­sen­schaft­ler fan­den in der ach­ten Woche deut­li­che Rechts-links-Unter­schiede — und zwar in genau den Rücken­marks­se­ge­men­ten, die Bewe­gun­gen der Arme und Beine steu­ern. Aus ande­ren Stu­dien ist bekannt, dass unge­bo­rene Kin­der bereits zu die­sem Zeit­punkt asym­me­tri­sche Hand­be­we­gun­gen machen.
Diese asym­me­tri­sche Gen­ak­ti­vi­tät scheint in epi­ge­ne­ti­schen Fak­to­ren zu lie­gen, die Ein­flüsse durch die Umwelt wider­spie­geln. Diese Ein­flüsse kön­nen etwa dazu füh­ren, dass Enzyme Methyl­grup­pen an die DNA anhef­ten, und so dafür sor­gen, dass Gene ver­min­dert abge­le­sen wer­den. Da dies in unter­schied­li­chem Aus­maß im lin­ken und rech­ten Rücken­mark pas­siert, sind die Gene auf bei­den Sei­ten unter­schied­lich stark aktiv. 

Autor: Pressetext Austria/red/stem
16.03.2017

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