
Regionale Innovation für globale Märkte
Leobersdorfer Maschinenfabrik feiert 175-jähriges Jubiläum. Hochdruck-Kompressorsysteme des internationalen Marktführers als Fundament und Benchmarks für globale Wasserstoff- und Geothermieindustrie in Branchen wie Energie, Öl & Gas, Kunststoffverarbeitung oder Mobilitätsunternehmen.
Die Leobersdorfer Maschinenfabrik (LMF) ist einer der weltweit führenden Hersteller von Hochdruck-Kompressorsystemen. Branchen wie Energie, Petrochemie, Öl & Gas, Kunststoffverarbeitung oder Mobilitätsunternehmen setzen auf den 1850 gegründeten Vorzeigebetrieb aus dem niederösterreichischen Bezirk Baden.
Am Standort in Leobersdorf sind alle Kernprozesse zentralisiert, von der Entwicklung über die Konstruktion und Montage bis hin zu Test und Qualitätssicherung sowie After-Sales-Services. LMF exportiert mehr als 95 Prozent seiner Produktion und ist seit 2016 Teil der internationalen Kaishan Gruppe (Zhejiang, China), die dem Unternehmen globale Marktpräsenz und langfristige strategische Stabilität verleiht.
Festakt in Beisein von Niederösterreichs Landeschefin Johanna Mikl-Leitner
Im Rahmen eines Festaktes in Beisein von Niederösterreichs Landeschefin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und Wirtschaftskammer NÖ Präsident Wolfgang Ecker (u.w.) wurde den Gästen die zentralen Stationen der direkt in Leobersdorf erfolgenden Wertschöpfungskette gezeigt. Diese erstreckt sich von der Entwicklung über Konstruktion und Montage bis hin zu umfassenden Qualitätstests für die fertigen Produkte. Mit Leistungen bis zu 6.200 kW (!) und Betriebsdrücken von bis zu 500 bar (!) zählt LMF heute zu den technologischen Benchmarks im weltweiten Maschinenbau.
„Wir haben in den letzten 175 Jahren viele Höhen und Tiefen erfolgreich gemeistert und ich bin überzeugt, dass uns das auch weiterhin gelingt. Flexibilität und der Mut, neue Wege zu beschreiten, waren und werden auch Zukunft noch entscheidender für den globalen Erfolg unseres Unternehmens sein,“ sagte David Stibi, COO, der zusammen mit Günther Ognar (CEO) und Gerhard Berger (CFO) die Geschäftsführung bei LMF bildet.
Internationale Perspektive und langfristiges Standortbekenntnis
Vor Ort bei der Jubiläums-Feier war auch Bruce Biedermann, Aufsichtsratsmitglied der Kaishan Gruppe. Für den globalen Konzern, zu dem LMF seit 2016 gehört, sei der österreichische Standort heute das wichtigste strategische Zentrum für Hochdrucktechnologie. „Die Übernahme durch Kaishan 2016 hat den Wendepunkt markiert, wo LMF von einem traditionellen Maschinenbauer zu einem zentralen Anbieter für neue Energietechnologien transformierte. LMF-Technologien tragen weltweit entscheidend zur industriellen Produktion von grünem Wasserstoff und grünem Ammoniak bei“, betonte Bruce Biedermann.
Die LMF blickt in der Tat auf eine außergewöhnliche industrielle Historie zurück : Seit der Gründung im Jahr 1850 hat sich das Unternehmen von einer mechanischen Werkstätte zu einem globalen Hochtechnologieanbieter entwickelt. Bedeutende Pioniere wie Rudolf Diesel und Viktor Kaplan waren in den frühen Jahrzehnten im Unternehmen tätig und prägten diese Entwicklung nachhaltig. Heute exportiert LMF über 95 Prozent seiner Produktion und ist in 70 Ländern rund um den Globus vertreten.
Kontinuierliche wie nachhaltige Innovation für Wachstumsmärkte
„Die Leobersdorfer Maschinenfabrik ist ein Aushängeschild niederösterreichischer Industriekompetenz. Seit 175 Jahren beweist dieses Unternehmen, wie Innovationskraft, regionale Verankerung und internationale Spitzenleistungen erfolgreich zusammenspielen können“, unterstrich auch Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), Landeshauptfrau von Niederösterreich. „LMF schafft hochwertige Arbeitsplätze, stärkt den Wirtschaftsstandort und zeigt eindrucksvoll, dass Top-Technologie aus Niederösterreich weltweit gefragt ist“, so die NÖ-Landeschefin.
Ein wichtiges Thema ist dabei kontinuierliche wie nachhaltige Innovation. Mit der zunehmenden Relevanz nachhaltiger Energieträger – etwa Wasserstoff und Biomethan – und dem globalen Bedarf an sicheren, effizienten Kompressionslösungen sieht sich LMF optimal für kommende Marktphasen aufgestellt. Das Unternehmen investiert laufend in Forschung, Engineering und Prozessoptimierung und zeigt damit final, wie man auch von einem regionalen Standort rund 40 km südlich von Wien weltweit erfolgreich sein kann. (red/czaak)