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Rei­nes Nanogold

An der TU Wien wurde ein Mei­len­stein in der Nano­tech­no­lo­gie erreicht.

Ein neues Ver­fah­ren der TU Wien ermög­licht es, aus einer gold­hal­ti­gen orga­ni­schen Ver­bin­dung bei­nahe rei­nes Gold her­zu­stel­len. Damit kann man nun Nano­struk­tu­ren pro­du­zie­ren, wie man sie für viele Anwen­dun­gen in der Elek­tro­nik und der Sen­so­rik benö­tigt. „Gold spielt für die Nano­tech­no­lo­gie eine ganz beson­dere Rolle“, sagt der Elek­tro­tech­ni­ker Heinz Wan­zen­böck vom Insti­tut für Fest­kör­per­elek­tro­nik der TU Wien. Gold-Nano­struk­tu­ren mit ganz bestimm­ter Form benö­tigt man etwa für Biosensoren.

Fla­schen­hals
Belie­big geformte Nano­struk­tu­ren aus rei­nem Gold zu pro­du­zie­ren, war aber lange ein Fla­schen­hals in der Nano­tech­no­lo­gie. An der TU Wien wurde nun eine neue Tech­nik ent­wi­ckelt, mit der die­ses Pro­blem gelöst wird : Durch Beschuss einer orga­ni­schen Metall­ver­bin­dung mit einem fokus­sier­ten Elek­tro­nen­strahl bleibt am Ende an bestimm­ten Stel­len nur noch das Gold übrig. Durch die Bei­fü­gung eines Oxi­da­ti­ons­mit­tels – und das ist die Neue­rung – kann so eine Struk­tur aus prak­tisch rei­nem Gold her­ge­stellt werden.
Der Unter­schied zeigt sich bei der Mes­sung der elek­tri­schen Leit­fä­hig­keit : Gold lei­tet elek­tri­schen Strom extrem gut, genau des­halb ist es in der Nano­tech­no­lo­gie so gefragt. Die Leit­fä­hig­keit der extrem unrei­nen Gold­struk­tu­ren, die man bis­her erzeu­gen konnte, war etwa eine Mil­lion Mal schlech­ter als die von rei­nem Gold. (TU Wien).

Autor: red/stem
28.11.2016

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