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Resi­li­enz und Nach­hal­tig­keit als neue Auf­ga­ben der Digitalisierung

Kun­den und Part­ner kon­fron­tie­ren Unter­neh­men mit neuer Erwar­tungs­hal­tung bei Öko­lo­gie und Öko­no­mie. Sales­force-Event belegt wei­te­res Anfor­de­rungs­pro­fil der digi­ta­len Trans­for­ma­tion. Über­grei­fende Platt­for­men ermög­li­chen inter­ak­ti­ven Aus­tausch für nach­hal­tige Produktivität. 

Sales­force (US), glo­bal größ­ter Anbie­ter zum Thema inter­ak­ti­ves Kun­den­ma­nage­ment, lud kürz­lich in Wien seine Kun­den, Part­ner und Mit­ar­bei­te­rIn­nen zur gemein­sa­men Erör­te­rung neuer digi­ta­ler Trends ein. Im Fokus stan­den dabei ins­be­son­dere die The­men Nach­hal­tig­keit und Resi­li­enz im Kon­text mit aktu­el­len gesell­schaft­li­chen und geo­po­li­ti­schen Anforderungen. 

Eine neue Welt mit gro­ßen Herausforderungen
„Wir leben in einer neuen Welt mit gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen für Unter­neh­men welt­weit – Infla­tion, Per­so­nal­man­gel, Kli­ma­krise, Ener­gie­ver­sor­gung, der Ukraine-Krieg,“ skiz­zierte Stef­fen Lange, Lan­des­chef von Sales­force Aus­tria, die aktu­elle Situa­tion. „Unter­neh­men müs­sen han­deln, um nicht nur durch die nächs­ten Monate zu kom­men, son­dern sich auch künf­tig im inter­na­tio­na­len Wett­be­werb gut zu posi­tio­nie­ren. Wir unter­stüt­zen Betriebe, resi­li­en­ter in die­ser neuen Welt zur wer­den, effi­zi­en­ter und auch pro­duk­ti­ver“, so Lange.

Das Ver­an­stal­tungs­pro­gramm beinhal­tete neben Key­notes zu stra­te­gi­schen The­men und lösungs­spe­zi­fi­schen Brea­kout-Ses­si­ons auch zahl­rei­che betrieb­li­che Refe­renz­bei­spiele, wo die Besu­cher bereits pra­xis­er­probte Inno­va­tio­nen zur Ent­wick­lung neuer Geschäfts­mo­delle und zur Umset­zung der digi­ta­len Trans­for­ma­tion begut­ach­ten konnten.

Die Trans­for­ma­tion in der Han­dels­bran­che am Bei­spiel von Hartlauer
Ein Bei­spiel für diese Trans­for­ma­tion in der Han­dels­bran­che mit einst­mals rein sta­tio­nä­ren Geschäfts­lo­ka­len hin zu kanal­über­grei­fen­den Shop­ping­platt­for­men ist Hart­lauer. Um den Ser­vice und das Ein­kaufs­er­leb­nis für die Kun­den zu ver­bes­sern, beauf­tragte Hart­lauer den IT-Dienst­leis­ter Ema­kina mit der Imple­men­tie­rung einer cloud­ba­sier­ten CRM-Anwen­dung von Sales­force (eco­nomy berichtete). 

„Durch das per­fek­tio­nierte Zusam­men­spiel von Inhalt, Dia­log und Bera­tung pro­fi­tie­ren unsere Kund:innen ebenso wie unsere Mitarbeiter:innen. Mit die­ser digi­ta­len Rundum-Lösung von Sales­force haben wir eine solide Basis geschaf­fen, um bestehende Kun­den­be­zie­hun­gen zu stär­ken und neue auf­zu­bauen“, erläu­terte Johan­nes Wein­zierl, Bereichs­lei­ter Mar­ke­ting und IT bei Hartlauer.

Der Dienst­leis­tungs­be­reich mit den kun­den­star­ken Bran­chen Ban­ken und Versicherungen
Auf Digi­ta­li­sie­rung, Per­so­na­li­sie­rung und Kun­den­zen­trie­rung set­zen auch Dienst­leis­ter wie Ban­ken und Ver­si­che­run­gen. Die Raiff­ei­sen­bank Inter­na­tio­nal (RBI) etwa ver­la­gerte ihre Kom­mu­ni­ka­tion in Wer­bung und CRM auf daten­ge­steu­erte kanal­über­grei­fende Kom­mu­ni­ka­ti­ons­for­men (engl. Omnich­an­nel). Für die­ses Pro­jekt wur­den die Anwen­dun­gen Sales­force Mar­ke­ting Cloud und Inter­ac­tion Stu­dio aus­ge­wählt und in das Raiff­ei­sen­ei­gene „Mar­Tech Stack“ implementiert. 

Durch die­sen neuen Ansatz mit medi­en­über­grei­fen­der Kon­ver­genz von Mar­ke­ting, Kom­mu­ni­ka­tion und Tech­no­lo­gie wurde RBI auch inter­na­tio­nal zum bran­chen­wei­ten Vor­rei­ter. “Ver­än­de­rung ist die ein­zige Kon­stante. Wir sind in 13 Märk­ten tätig, ein sehr wich­ti­ger Fak­tor ist daher, ein offe­nes Mind­set zu haben, um der Trans­for­ma­tion zu begeg­nen“, unter­strich Chris­toph Kull­nig, Head of Group Mar­ke­ting bei Raiff­ei­sen Bank Inter­na­tio­nal, den Innovationscharakter.

„Wir müs­sen dort sein, wo unsere Kun­den sind“
„Wir müs­sen dort sein, wo unsere Kun­den sind. Wir muss­ten Metho­den und Werk­zeuge fin­den, um unsere Kun­den­da­ten zu nut­zen und damit eine stär­kere Bezie­hung zu unse­ren (zukünf­ti­gen) Kund:innen auf­zu­bauen. Die Lösun­gen von Sales­force pas­sen genau zu unse­rer Stra­te­gie”, so Kull­nig zu Rolle und Anfor­de­rungs­pro­fil der hier ein­ge­setz­ten digi­ta­len Lösun­gen. Sales­force sieht die Unter­neh­men selbst als Platt­for­men für Ver­än­de­run­gen und dabei spielt die The­men Nach­hal­tig­keit und gesell­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung eine zuneh­mend große Rolle. 

„‘Busi­ness as a plat­form for change‘ heißt für uns, dass wir gesell­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung über­neh­men und Werte wie Ver­trauen, Chan­cen­gleich­heit und Nach­hal­tig­keit, Kun­den­er­folg und Inno­va­tion nicht nur kom­mu­ni­zie­ren, son­dern auch leben“, betonte Stef­fen Lange. „Damit die Welt für zukünf­tige Gene­ra­tio­nen lebens­wert bleibt, müs­sen wir alles unter­neh­men, um den Anstieg der CO2-Emis­sio­nen zu brem­sen und für den gleich­be­rech­tig­ten Zugang zu Bil­dung für Men­schen jeg­li­chen Hin­ter­grunds sor­gen“, so der Salesforce-Österreichchef.

Chan­cen­gleich­heit im wett­be­werbs­in­ten­si­ven Arbeitsmarkt
Im Rah­men der Ver­an­stal­tung kün­digte Sales­force die „Sales­force Aka­de­mie für Part­ner und Kun­den“ an, ein gemein­sa­mes Pro­jekt mit dem Wei­ter­bil­dungs­an­bie­ter ETC. Kon­kret geht es um ein Pro­gramm, das digi­tale Bil­dung für jeden ermög­licht, auch für Quer­ein­stei­ger. Sales­force und ETC wol­len damit eine Aus­bil­dung von Fach­kräf­ten kre­ieren, um Men­schen unab­hän­gig von Alter oder Vor­bil­dung einen Ein­stieg in stark nach­ge­fragte Job­pro­file zu ermöglichen.

„Der Man­gel an geeig­ne­ten Fach­kräf­ten ist die größte Hürde der Digi­ta­li­sie­rung und kann sie mas­siv ver­zö­gern. Dadurch haben bereits 39 Pro­zent der Unter­neh­men Öster­reichs Umsatz­ein­bu­ßen“, sagte Chris­toph Becker, Geschäfts­füh­rer ETC. „Als Öster­reichs füh­ren­der Anbie­ter von Fort- und Wei­ter­bil­dung im Digi­tal- und IT-Bereich ver­fü­gen wir über die not­wen­di­gen Res­sour­cen, um die digi­ta­len Skills von Öster­reichs Arbeitnehmer:innen fun­diert und ziel­ge­rich­tet zu stei­gern“, so Becker von ETC.

Netto-Null-Emis­sio­nen und die CO2 neu­trale Cloud und zu 100 Pro­zent erneu­er­bare Energien
Sales­force selbst lebt die The­men Nach­hal­tig­keit und öko­lo­gi­sche Ver­ant­wor­tung in vie­len Pro­jek­ten und Initia­ti­ven welt­weit vor. Unter ande­rem wurde Anga­ben zufolge das Ziel Netto-Null-Emis­sio­nen erreicht, die Cloud wird CO2-neu­tral bereit­ge­stellt und nutzt zu 100 Pro­zent erneu­er­bare Ener­gien für den Betrieb. Fes­ter Bestand­teil der Fir­men­po­li­tik ist zudem das 1 – 1‑1-Modell. Dahin­ter steht, dass 1 Pro­zent des Eigen­ka­pi­tals des Unter­neh­mens, 1 Pro­zent der Pro­dukte und 1 Pro­zent der Zeit der Mitarbeiter:innen der Gemein­schaft zugu­te­kom­men müssen. 

Im Rah­men von 1−1−1 unter­stützt Sales­force welt­weit die Orga­ni­sa­tion „Plant for the Pla­net“ für die Neu- und Wie­der­an­pflan­zung von Wald. Auch in Öster­reich ist Sales­force als Baum­part­ner von Wald4Leben aktiv (eco­nomy berich­tete). Im nie­der­ös­ter­rei­chi­schen Groß-Sieg­harts bei­spiels­weise, hat das lokale Sales­force-Team in Zusam­men­ar­beit mit der Orga­ni­sa­tion und tat­kräf­tig unter­stützt von Kun­den und Part­nern an nur einem Tag 1.050 Bäume gepflanzt. 

Autor: red/czaak
06.12.2022

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