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Resis­tente Keime in der blauen Donau

In der Donau wur­den im Rah­men einer Unter­su­chung der Was­ser­qua­li­tät mul­ti­re­sis­tente Keime gefunden. 

Alle sechs Jahre wird der öko­lo­gi­sche Zustand und die Was­ser­qua­li­tät der Donau unter­sucht. Die von der inter­na­tio­na­len Kom­mis­sion zum Schutz der Donau (ICPDR) getra­gene Stu­die ist eine der größ­ten mul­ti­na­tio­na­len Fließ­ge­wäs­ser­ex­pe­di­tio­nen welt­weit. Im Rah­men der durch­ge­führ­ten mikro­bio­lo­gi­schen Unter­su­chun­gen konn­ten mul­ti­re­sis­tente Keime nach­ge­wie­sen wer­den, auch sol­che, die im Bereich von Spi­tä­lern sehr gefürch­tet sind.

Resis­tenz gegen Antibiotika
Das Team um Cle­mens Kit­tin­ger und Ger­not Zar­fel vom Insti­tut für Hygiene, Mikro­bio­lo­gie und Umwelt­me­di­zin der Medi­zi­ni­schen Uni­ver­si­tät Graz war im Kon­text der Stu­die mit dem Auf­fin­den von Anti­bio­ti­ka­re­sis­ten­zen betraut. Die wich­tigs­ten Ergeb­nisse lie­gen nun in der Fach­zeit­schrift PLOS ONE vor. „In den genom­me­nen Was­ser­pro­ben konn­ten wir ins­ge­samt Resis­ten­zen gegen 20 von 21 getes­te­ten ver­schie­de­nen Anti­bio­tika nach­wei­sen, die nor­ma­ler Weise in die­sen Bak­te­rien nicht vor­han­den sind“, berich­tet Zarfel.
Es stellte sich her­aus, dass über ein Drit­tel der iso­lier­ten Esche­ri­chia coli und rund 15 Pro­zent der Kleb­si­ella Iso­late min­des­tens eine erwor­bene Resis­tenz auf­wie­sen, zehn Pro­zent waren sogar mul­ti­re­sis­tent. Zusätz­lich such­ten die For­scher auch gezielt nach den in Kran­ken­häu­sern gefürch­te­ten Resis­tenz­me­cha­nis­men, die wich­tige Anti­bio­tika wir­kungs­los wer­den las­sen. Dabei wur­den sogar Iso­late gefun­den, wie sie ansons­ten nur auf Inten­siv­sta­tio­nen beob­ach­tet wer­den können.
Sie dürf­ten über Abwäs­ser und Ober­flä­chen­ab­schwem­mun­gen in die Flüsse getra­gen wer­den. „Auch geklärte Abwäs­ser kön­nen diese Keime beinhal­ten“, erklärt Kit­tin­ger, „die eigent­li­chen Quel­len stel­len dabei Aus­schei­dun­gen von Men­schen und Tie­ren dar. Wie bedeu­tend der Anteil von Flüs­sen an der Ver­brei­tung von Resis­ten­zen ist, lässt sich zur­zeit noch nicht sagen.“ 

Autor: red/stem
30.03.2017

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