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Das Chris­tian Dopp­ler Labor der TU Wien führt Hoch­leis­tungs­be­rech­nun­gen in der Mikro­elek­tro­nik durch. 

Man braucht gute Com­pu­ter, um noch bes­sere Com­pu­ter her­stel­len zu kön­nen. Die Eigen­schaf­ten mikro­elek­tro­ni­sche Bau­teile wer­den am Com­pu­ter berech­net, lange bevor sie tat­säch­lich ent­ste­hen. Am Insti­tut für Mikro­elek­tro­nik hat man sich auf sol­che Com­pu­ter­si­mu­la­tio­nen spe­zia­li­siert. Mit Unter­stüt­zung des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Wis­sen­schaft, For­schung und Wirt­schaft (BMWFW) und des Indus­trie­part­ners Sil­vaco aus dem Sili­con Val­ley wurde nun ein Chris­tian Dopp­ler Labor (CD-Labor) für Hoch­leis­tungs-TCAD (Tech­no­logy Com­pu­ter-Aided Design) eingerichtet.
Im CD-Labor wer­den Metho­den ent­wi­ckeln, mit denen sich die nöti­gen Simu­la­ti­ons­rech­nun­gen für die Chip-Indus­trie schnel­ler als bis­her durch­füh­ren las­sen. „CD-Labors machen neues Wis­sen markt­fä­hig und für Unter­neh­men nutz­bar. Davon pro­fi­tie­ren alle betei­lig­ten Part­ner”, sagt Wirt­schafts­mi­nis­ter Rein­hold Mitterlehner.
Das Ver­hal­ten eines elek­tro­ni­schen Bau­teils am Com­pu­ter zu simu­lie­ren ist schon her­aus­for­dernd genug – aber die Kun­den for­dern dazu noch schnelle Erleb­nisse. „Kun­den in der Mikro­elek­tronik­bran­che wol­len das Ergeb­nis in ein paar Stun­den“, sagt Josef Wein­bub, der Lei­ter des neuen CD-Labors.

Neue Wege
Die Beschleu­ni­gung der Rechen­zeit wurde über Jahr­zehnte durch immer leis­tungs­fä­hi­gere Hard­ware erzielt. Heute lässt sich die Takt­fre­quenz der Com­pu­ter aber kaum noch stei­gern, statt­des­sen kom­men immer mehr Pro­zes­so­ren par­al­lel zum Ein­satz. Dazu müs­sen aber auch die Pro­gramm­codes ange­passt werden.
Für sol­che Pro­jekte muss man aller­dings viel Wis­sen über unter­schied­li­che Fach­be­rei­che mit­brin­gen : Man muss die Elek­tro­tech­nik der Bau­teile ver­ste­hen, man braucht ein Ver­ständ­nis für die ver­wen­de­ten mathe­ma­ti­schen und phy­si­ka­li­schen Metho­den, und man braucht das nötige Infor­ma­tik-Wis­sen. „Es gibt nicht viele For­schungs­grup­pen auf der Welt, die genau an der Schnitt­stelle zwi­schen die­sen Berei­chen arbei­ten“, sagt Wein­bub. Daher ist Sil­vaco diese Koope­ra­tion mit der TU Wien eingegangen. 

Autor: red/stem
09.10.2015

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