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Robo­ter-Rönt­gen

Kos­ten­bremse im Gesund­heits­sys­tem for­dert indus­tri­elle Logik.

Mit einem robo­ter­ge­steu­er­ten Uni­ver­sal­ge­rät will Sie­mens neue Stan­dards in der Rönt­gen­dia­gnos­tik set­zen. Bei der Vor­stel­lung des High­tech-Rönt­gen­scan­ners in Erlan­gen stellte Sie­mens Health­care-CEO Bernd Mon­tag eine Pro­fes­sio­na­li­sie­rung der medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung fest : „ Es geht nicht län­ger darum, mög­lichst viel an einem Pati­en­ten zu machen, son­dern die Mit­tel so effi­zi­ent wie mög­lich ein­zu­set­zen, um die Men­schen gesund zu erhal­ten.“ Der Kran­ken­häu­ser und ambu­lante Ver­sor­ger müss­ten den „öko­no­mi­sche Mehr­wert bei gleich­zei­tig höchs­tem Leis­tungs­ni­veau“ sicherstellen.
Ähn­lich sieht es auch Fran­cois Nolte, Lei­ter Busi­ness Line X‑Ray Pro­ducts : „Es braucht mehr Ergeb­nis mit weni­ger Res­sour­cen.“ Das ver­gleichs­weise gra­zile Gerät ist für ihn ein Para­de­bei­spiel für die­sen Spa­gat. Der mit zwei hoch­prä­zi­sen Robo­ter­ar­men aus­ge­stat­tete Appa­rat ist platz­spa­rend, fle­xi­bel ein­setz­bar und ermög­licht neben kon­ven­tio­nel­len 2D-Rönt­gen­bil­dern auch 3D-Auf­nah­men. Das Gerät ist in der Not­fall­me­di­zin ebenso ein­zu­set­zen wie in der Ortho­pä­die. Und es ermög­licht selbst Fluo­ro­sko­pie-Unter­su­chun­gen sowie die Dar­stel­lung von Gefäßen.
In der Pla­nung und Vor­be­rei­tung von Ope­ra­tio­nen spie­len 3D-Daten eine immer grö­ßere Rolle. 3D-Bil­der kön­nen in Sys­teme ein­ge­pflegt wer­den und ste­hen dem Chir­ur­gen wäh­rend der Ope­ra­tion zur Ver­fü­gung. Ortho­pä­den wie­derum erleich­tert eine 3D-Auf­nahme die Wahl der rich­ti­gen Prothese.

Neues Arbeits­prin­zip
„Nicht der Pati­ent wird bewegt, der Scan­ner bewegt sich um ihn herum“, erklärt Michael Lell, Lei­ten­der Ober­arzt am Radio­lo­gi­schen Insti­tut des Uni­ver­si­täts­kli­ni­kums Erlan­gen. Damit sind Auf­nah­men im Ste­hen, Lie­gen oder Sit­zen mög­lich, was ein oft­mals schmerz­vol­les oder müh­sa­mes Umla­gern unnö­tig macht.
Beson­ders 3D-Auf­nah­men sind dann am aus­sa­ge­kräf­tigs­ten, wenn sie bei natür­li­cher Gewichts­be­las­tung ent­stün­den – also eine ste­hende Auf­nahme bei einem Band­schei­ben­vor­fall. Und zur Abklä­rung eines Kno­chen­bruchs bie­tet ein 3D-Rönt­gen die sel­ben Mög­lich­kei­ten wie eine Com­pu­ter­to­mo­gra­fie (CT).
Das neue Gerät ist bereits im Test­ein­satz, unter ande­rem in Zürich, Basel , Malmö und Linz. Der Trai­nings­auf­wand sei gering, das Per­so­nal schätze den fle­xi­ble­ren Zugang zum Pati­en­ten und die große Frei­heit in der Beweg­lich­keit, erklärt Lell. Mit­tel- und lang­fris­tig lie­ßen sich durch den Ein­satz bei einem hohen Pati­en­ten­auf­kom­men kli­ni­sche Arbeits­pro­zesse ver­bes­sern und öko­no­mi­sie­ren, zeigte er sich über­zeugt. Für den ein­zel­nen Pati­en­ten bleibe dadurch mehr Zeit.

Autor: APA-Science/red/stem
13.11.2015

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