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Schlechte Stim­mung statt Zuversicht

Trotz Andeu­tun­gen einer Kon­junk­tur­be­le­bung herrscht bei hei­mi­schen CEOs immer noch Pes­si­mis­mus. Makro­öko­no­mi­sche Unsi­cher­hei­ten und Cyber­ri­si­ken sowie Kos­ten und gene­relle Infla­tion als aktu­ell größte Bedro­hun­gen, so Stu­die von PwC.

Vor­sicht statt Auf­bruchs­stim­mung bei öster­rei­chi­schen CEOs. Diese bli­cken nach den Her­aus­for­de­run­gen der ver­gan­ge­nen Jahre deut­lich pes­si­mis­ti­scher in die Zukunft als ihre inter­na­tio­na­len Kol­le­gen. Nur ein Vier­tel erwar­tet ein Wirt­schafts­wachs­tum. Glo­bal sind es mit 61 Pro­zent mehr als dop­pelt so viele. Beson­ders auf­fäl­lig ist das gedämpfte Ver­trauen in die eigene Geschäftsentwicklung. 

Ledig­lich 12 Pro­zent der öster­rei­chi­schen Füh­rungs­kräfte sind zuver­sicht­lich, ihre Umsätze in den kom­men­den zwölf Mona­ten stei­gern zu kön­nen. Welt­weit liegt die­ser Wert bei 30 Pro­zent. Diese Ergeb­nisse zeigt eine Stu­die der Bera­ter von PwC (Anm. 29. Glo­bal CEO Sur­vey), für die Anga­ben zufolge im Zeit­raum Okto­ber und Novem­ber 2025 welt­weit 4.454 CEOs aus 95 Län­dern befragt wur­den, dar­un­ter 34 aus Österreich.

Kurz­fris­tige Her­aus­for­de­run­gen sor­gen für Zeit­man­gel
 Die Ursa­chen für die gedämpfte Stim­mung sind viel­fäl­tig : Makro­öko­no­mi­sche Unsi­cher­hei­ten (24 Pro­zent), Cyber­ri­si­ken (24) und Kos­ten bzw. Infla­tion (18 Pro­zent) beschäf­ti­gen öster­rei­chi­sche Füh­rungs­kräfte am meis­ten. „Die CEOs müs­sen sich auf die Bewäl­ti­gung die­ser Her­aus­for­de­run­gen kon­zen­trie­ren. 56 Pro­zent der öster­rei­chi­schen Füh­rungs­kräfte ver­brin­gen die meiste Zeit mit dem Lösen kurz­fris­ti­ger Pro­bleme, Stra­te­gie und lang­fris­tige Pla­nung kommt viel zu kurz“, so PwC in einer Aussendung.

„CEOs müs­sen sich bewusst Frei­räume für Zukunfts­fra­gen schaf­fen. Durch Dele­ga­tion, durch effi­zi­en­tere Pro­zesse und vor allem durch den klu­gen Ein­satz von künst­li­cher Intel­li­genz“, sagt Rudolf Krickl, CEO von PwC Öster­reich. „Wer jetzt in Inno­va­tion inves­tiert, statt nur zu reagie­ren, sichert sich nach­hal­tige Wett­be­werbs­vor­teile.“ Der KI-Ein­satz öster­rei­chi­scher Unter­neh­men ist aller­dings stark aus­bau­fä­hig. Nur knapp zwei von zehn hei­mi­schen CEOs (18 Pro­zent) haben durch KI-Ein­satz höhere Umsätze erzielt. Die Mehr­heit expe­ri­men­tiert und nutzt KI noch nicht als stra­te­gi­schen Hebel für neue Wertschöpfung. 

Es geht um den sinn­vol­len Ein­satz von KI

Die­ser Hand­lungs­druck ist Füh­rungs­kräf­ten bewusst. 68 Pro­zent der öster­rei­chi­schen CEOs beschäf­tigt die zen­trale Frage, ob sie ihr Unter­neh­men schnell genug trans­for­mie­ren kön­nen, um mit tech­no­lo­gi­schen Ent­wick­lun­gen und KI Schritt zu hal­ten. Unter­neh­men, die Inno­va­tio­nen vor­an­trei­ben, pro­fi­tie­ren jedoch deut­lich : So geben 29 Pro­zent der CEOs in Öster­reich an, bereits bis zu 20 Pro­zent ihres Gesamt­um­sat­zes mit Pro­duk­ten und Dienst­leis­tun­gen zu gene­rie­ren, die in den letz­ten drei Jah­ren neu ein­ge­führt wurden.

„Künst­li­che Intel­li­genz ist in aller Munde – doch es schei­tert oft an der Umset­zung. Die ent­schei­dende Her­aus­for­de­rung liegt nicht in der Tech­no­lo­gie selbst, son­dern in ihrer stra­te­gi­schen Ska­lie­rung“, betont Rudolf Krickl„Echte Trans­for­ma­tion bedeu­tet, Abläufe grund­le­gend zu über­den­ken“, so Krickl

USA und Deutsch­land bei Inves­ti­tio­nen an ers­ter Stelle, Indien holt auf

Mehr als die Hälfte der CEOs welt­weit plant im kom­men­den Jahr im Aus­land zu inves­tie­ren, in Öster­reich sind es knapp 40 Pro­zent. Bei der Wahl der Zukunfts­märkte set­zen öster­rei­chi­sche Füh­rungs­kräfte wei­ter­hin auf die USA und Deutsch­land (jeweils 24 Pro­zent), obwohl der Zugang zum US-Markt durch Zölle und Han­dels­bar­rie­ren zuneh­mend erschwert wird. Im glo­ba­len Ver­gleich domi­nie­ren die USA mit 35 Pro­zent, gefolgt von Indien sowie Groß­bri­tan­nien und Deutsch­land (jeweils 13 Prozent).

Die Bedeu­tung von Indien steigt aktu­ell stark an. Bis­lang sehen zwar erst 6 Pro­zent der öster­rei­chi­schen CEOs den süd­asia­ti­schen Markt als Inves­ti­ti­ons­ziel vor (Anm. glo­bal : 13 Pro­zent), doch der Anteil ver­dop­pelt sich Jahr für Jahr. China liegt als Inves­ti­ti­ons­ziel mit nur 3 Pro­zent deut­lich dahin­ter (glo­bal : 10 Pro­zent). Diese asia­ti­schen Stand­orte wer­den im Kon­text mit Inno­va­tion und Invest­ment-Kos­ten in Zei­ten wach­sen­der Han­dels­kon­flikte zum stra­te­gi­schen Vor­teil. (red/​rucz, red/​cc)

Autor: red/rucz, red/cc
04.02.2026

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