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Schlüs­sel­tech­no­lo­gien am Stand­ort Österreich

Deep-Tech und Spit­zen­for­schung als Schwer­punkte bei neuer Pro­gramm­li­nie von FFG. Soge­nannte Seal-of-Excel­lence För­de­run­gen brin­gen EU-prä­mierte Pro­jekte schnel­ler in die Umset­zung und unter­stüt­zen dabei auch neue Indus­trie­stra­te­gie Österreichs.

Öster­reich star­tet mit der Seal of Excel­lence-Initia­tive ein neues För­der­instru­ment für exzel­lente For­schungs- und Inno­va­ti­ons­pro­jekte. Unter­stützt wer­den Vor­ha­ben, die in Hori­zon Europe bereits ein Seal of Excel­lence erhal­ten haben, auf­grund begrenz­ter EU-Mit­tel jedoch nicht finan­ziert wer­den. Öster­reich über­nimmt damit die strenge euro­päi­sche Exzel­lenz­be­wer­tung und bringt hoch­qua­li­ta­tive Pro­jekte rascher in die Umsetzung. 

Eine zusätz­li­che natio­nale Fach­be­gut­ach­tung ist dabei nicht vor­ge­se­hen. Dies soll zu einer unbü­ro­kra­ti­schen För­der­mög­lich­keit für bereits als exzel­lent bewer­tete Pro­jekte bei­tra­gen und unter­stützt so For­schende, Start-Ups und Unter­neh­men bei der schnel­le­ren Wei­ter­ent­wick­lung von Inno­va­tio­nen. Die Initia­tive ent­spricht damit zen­tra­len Ziel­set­zun­gen der Indus­trie­stra­te­gie Öster­reich 2035 mit dem Fokus auf Stär­kung der Wett­be­werbs­fä­hig­keit, tech­no­lo­gi­sche Sou­ve­rä­ni­tät, Inno­va­ti­ons­kraft und wirt­schaft­li­che Resilienz.

Minis­ter Hatt­manns­dor­fer und Hanke unter­strei­chen Bei­trag zur Industriestrategie 

„Mit der neuen Seal of Excel­lence-För­de­rung schaf­fen wir einen schnel­le­ren und effi­zi­en­te­ren Weg, um euro­pä­isch aus­ge­zeich­nete Spit­zen­for­schung und Deep-Tech-Inno­va­tio­nen umzu­set­zen. Wir holen diese Inno­va­tio­nen nach Öster­reich, stär­ken unsere tech­no­lo­gi­sche Sou­ve­rä­ni­tät und unter­stüt­zen Start-Ups, KMU und For­schungs­ein­rich­tun­gen bei einer rasche­ren Anwen­dung ihrer Pro­jekte“, sagt Peter Hanke, Inno­va­ti­ons­mi­nis­ter. „Das ist ein kon­kre­ter Bei­trag zur Indus­trie­stra­te­gie 2035 und zur Stär­kung des Inno­va­tions- und Indus­trie­stand­orts Öster­reich“, unter­streicht Hanke.

„Der glo­bale Wett­be­werb wird heute über Schlüs­sel­tech­no­lo­gien, Inno­va­ti­ons­tempo und indus­tri­elle Wert­schöp­fung ent­schie­den. Genau des­halb setzt unsere Indus­trie­stra­te­gie 2035 einen kla­ren Schwer­punkt auf tech­no­lo­gi­sche Sou­ve­rä­ni­tät und mehr Tempo bei Inno­va­tio­nen“, ergänzt Wolf­gang Hatt­manns­dor­fer, Wirt­schafts­mi­nis­ter. „Europa und Öster­reich dür­fen es sich nicht leis­ten, exzel­lente Pro­jekte an Büro­kra­tie, lan­gen Ver­fah­ren oder feh­len­der Finan­zie­rung schei­tern zu las­sen“, betont Hattmannsdorfer.

Admi­nis­tra­ti­ver Auf­wand deut­lich reduziert

Die Öster­rei­chi­schen For­schungs­för­de­rungs­ge­sell­schaft (FFG) setzt die För­de­rung zunächst in einer Pilot­phase als eine Art schlan­kes Instru­ment um. Zen­tral ist dabei die Abwick­lung als soge­nannte Lump-Sum-För­de­rung, wo der bereits posi­tiv bewer­tete Hori­zon-Europe-Antrag Grund­lage ist und die För­de­rung als pau­scha­lier­ter Zuschuss erfolgt. Dadurch redu­ziert sich der admi­nis­tra­tive Auf­wand deut­lich und Pro­jekte kön­nen schnel­ler umge­setzt wer­den. Seal of Excel­lence soll damit auch ein Bei­spiel für moderne, effi­zi­ente und wir­kungs­ori­en­tierte För­der­ver­fah­ren sein.

Die Ein­rei­chung selbst erfolgt lau­fend über den FFG eCall und die Grund­lage dafür ist das bereits ver­lie­hene EU-Exzel­lenz­sie­gel. Geför­dert wer­den zwei Linien: ein­mal der EIC Acce­le­ra­tor Seal of Excel­lence, der sich an öster­rei­chi­sche Start-Ups und KMU mit hoch­in­no­va­ti­ven, ska­lier­ba­ren Pro­jek­ten rich­tet. Die För­de­rung beträgt hier bis zu 70 Pro­zent der för­der­fä­hi­gen Pro­jekt­kos­ten, maxi­mal 2,5 Mio. EUR pro Pro­jekt. Die zweite Schiene ist der ERC Proof of Con­cept Seal of Excel­lence, wo die Ver­wer­tung exzel­len­ter For­schungs­er­geb­nisse unter­stützt wird. Die För­de­rung beträgt 150.000 EUR pro Pro­jekt als nicht rück­zahl­ba­rer pau­scha­ler Zuschuss.

Mehr Fokus auf Wir­kung und Ver­wer­tung und Innovation

„Seal of Excel­lence zeigt, wie moderne For­schungs­för­de­rung funk­tio­nie­ren kann: euro­päi­sche Exzel­lenz­be­wer­tun­gen nut­zen, natio­nale Ver­fah­ren schlank hal­ten und Pro­jekte rasch in die Umset­zung brin­gen“, erläu­tert Hen­ri­etta Egerth, Geschäfts­füh­re­rin der FFG. „Die Lump-Sum-Logik redu­ziert den admi­nis­tra­ti­ven Auf­wand und schafft mehr Fokus auf Wir­kung, Ver­wer­tung und Inno­va­tion“, so FFG-Che­fin Egerth. „Gerade bei Deep-Tech-Inno­va­tio­nen ent­schei­det Geschwin­dig­keit dar­über, ob For­schung auch wirt­schaft­li­che Wir­kung ent­fal­tet“, ergänzt Karin Tausz, zweite Geschäfts­füh­re­rin der FFG.

Die Seal of Excel­lence-För­de­rung star­tet als Pilo­t­in­itia­tive und dient zugleich als Lern­feld für moder­ni­sierte För­der­ver­fah­ren. Öster­reich sam­melt damit auch prak­ti­sche Erfah­run­gen, wie euro­päi­sche Bewer­tun­gen und natio­nale Finan­zie­rung effi­zi­en­ter zusam­men­spie­len kön­nen. „Final stärkt die Initia­tive Tech­no­lo­gie­trans­fer, Deep-Tech-Ent­wick­lun­gen sowie Schlüs­sel­tech­no­lo­gien und leis­tet damit einen kon­kre­ten Bei­trag zur Indus­trie­stra­te­gie und zur Stär­kung des Inno­va­ti­ons­stand­orts Öster­reich“, so die FFG. (red/​cc)

Autor: red/cc
28.05.2026

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