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© pexels/andrea piacquadio

Schön­heit und Faul­heit und hohe Nebenverdienste

Attrak­tive Poli­ti­ker enga­gie­ren sich weni­ger in par­la­men­ta­ri­schen Akti­vi­tä­ten und sie feh­len auch häu­fi­ger, so eine aktu­elle Erhe­bung des deut­schen ifo Instituts.

Attrak­tive Poli­ti­ker feh­len häu­fi­ger im Par­la­ment und brin­gen sich weni­ger in par­la­men­ta­ri­schen Akti­vi­tä­ten ein. Dies zeigt eine neue Stu­die des ifo Insti­tuts. „Unsere Ergeb­nisse zei­gen, dass sich attrak­ti­ve­ren Abge­ord­ne­ten mehr Gele­gen­hei­ten für alter­na­tive Tätig­kei­ten eröff­nen und sie diese auch kon­se­quent nut­zen. Sie ver­die­nen bei­spiels­weise mehr Neben­ein­künfte und sind häu­fi­ger in Talk­shows prä­sent“, sagt Timo Woch­ner, For­scher am Münch­ner ifo-Institut.

Gleich­zei­tig stär­ken attrak­tive Poli­ti­ker durch Medi­en­auf­tritte und Neben­tä­tig­kei­ten ihre Popu­la­ri­tät und Netz­werke, wovon auch ihre Par­teien pro­fi­tie­ren kön­nen. „Attrak­tive Men­schen genie­ßen oft Vor­teile im Leben. Dies gilt auch für die Poli­tik“, so Woch­ner. Poli­ti­ker, die einen der höchs­ten Werte auf der unter­such­ten Schön­heits­skala errei­chen wür­den, feh­len um 35 Pro­zent häu­fi­ger im Parlament. 

40.000 Euro aus Nebentätigkeiten
Aus Neben­tä­tig­kei­ten erzie­len sie 40.000 Euro mehr. Und sie tre­ten 50 Pro­zent häu­fi­ger in einer Talk­show auf. Diese Ergeb­nisse zei­gen, dass öko­no­mi­sche Gesichts­punkte wie Eigen­nutz- und Popu­la­ri­täts­stre­ben der Abge­ord­ne­ten einen Ein­fluss auf die par­la­men­ta­ri­sche Akti­vi­tät neh­men kön­nen. Zu berück­sich­ti­gen ist, dass diese Stu­die keine Aus­sage über die Qua­li­tät der par­la­men­ta­ri­schen Arbeit zulässt. 

Die Stu­die basiert auf Daten aus der 17. und 18. Wahl­pe­ri­ode (2009 – 2017) des deut­schen Bun­des­tags. Unter­sucht wur­den die Anwe­sen­heit bei nament­li­chen Abstim­mun­gen im Ple­num, par­la­men­ta­ri­sche Akti­vi­tä­ten wie Reden und par­la­men­ta­ri­sche Anfra­gen, Neben­tä­tig­kei­ten und die Prä­senz in Talk­shows und Zei­tun­gen. Die Attrak­ti­vi­tät der Abge­ord­ne­ten wurde anhand stan­dar­di­sier­ter Por­träts in einer Umfrage unter 372 US-Bür­gern auf einer Skala von 1 – 10 bewer­tet, so das ifo-Insti­tut in einer Aussendung.

Autor: red/cc
19.02.2024

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