Schüler und Senioren gegen Online-Betrug
Österreichische Nationalbank startet neue Initiative gegen Online-Betrug. Gemeinsam mit Uni Wien und Polizeiexperten soll mit Projekten „Generationen gemeinsam sicher“ und „Pishing-Simulation“ junge wie ältere Menschen für sicheres Online-Bezahlen und Betrugsprävention sensibilisiert werden.
Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) startet mit „Generationen gemeinsam sicher“ und der „Phishing-Simulation“ zwei neue Projekte, die Schüler und Senioren für sicheres Online-Bezahlen und Betrugsprävention sensibilisieren sollen. Die Initiativen kombinieren dabei praxisnahe Bildung mit wissenschaftlicher Forschung und fördern den generationsübergreifenden Austausch.
Sicherheit im digitalen Alltag als Zielsetzung
Die OeNB-Finanzbildung reagiert auf die wachsenden Herausforderungen im Umgang mit digitalen Betrugsmaschen und startet gemeinsam mit der Universität Wien das partizipative Forschungsprojekt „Phishing-Simulation“. Parallel werden nach erster erfolgreicher Durchführung im letzten Jahr gemeinsam mit der Polizei die Projekttage „Generationen gemeinsam sicher“ österreichweit ausgerollt. Beide Projekte sind kostenlos und richten sich an AHS-Oberstufen, BHS/BMS und Berufsschulen in ganz Österreich.
„Mit diesen Projekten schaffen wir nicht nur mehr Sicherheit im digitalen Zahlungsverkehr und im Umgang mit Betrugsmaschen, sondern fördern auch den generationenübergreifenden Austausch. Denn Betrugsprävention funktioniert am besten, wenn alle voneinander lernen“, sagt Petia Niederländer, Direktorin der OeNB-Hauptabteilung Zahlungsverkehr, Risikoüberwachung und Finanzbildung.
„Phishing-Simulation“ als wissenschaftliches Training mit Lerneffekt
Im Rahmen des partizipativen Forschungsprojekts der OeNB-Finanzbildung mit der Universität Wien durchlaufen Schüler eine realistische Phishing-Simulation. Die Teilnahme ist freiwillig und ohne Aufwand für Lehrkräfte : Nach einer kurzen Anmeldung (Anm. ca. 5 Minuten) läuft das Projekt über drei Monate im Hintergrund. Optional können Lehrkräfte das Thema im Unterricht vertiefen. Interessierte Schulleiter, Lehrkräfte und Schüler können sich ab sofort anmelden (siehe Link).
Das Projekt leistet auch einen Beitrag zur Betrugspräventionsforschung durch die Analyse von Klickverhalten. Zudem sollen Schüler lernen, wie sie betrügerische Nachrichten besser erkennen und dabei erhalten sie auch Einblicke in wissenschaftliche Methoden. Es geht um die langfristige Integration von Betrugsprävention in den Alltag für mehr Sicherheit beim Bezahlen in einer digitalen Welt.
„Die Phishing-Simulation hilft Teilnehmern nicht nur, betrügerische Nachrichten besser zu erkennen, sondern liefert auch wertvolle Daten für die Forschung. So können wir analysieren, welche Betrugsmaschen besonders häufig erfolgreich sind – und gezielt Gegenmaßnahmen entwickeln“, erläutert Sebastian Schrittwieser von der Forschungsgruppe Security & Privacy der Universität Wien.
„Generationen gemeinsam sicher“ mit Projekttagen zu Geld und Betrug
Das Projekt „Generationen gemeinsam sicher“ will entsprechend Generationen zusammenbringen und Bewusstsein für Betrugsmaschen und sicheres Bezahlen schaffen. Schüler und Senioren sollen dabei gemeinsam lernen, wie sie sich vor Betrug schützen. Lokale Polizeidienststellen koordinieren die generationenübergreifenden Projekttage, die sowohl an Schulen als auch in Einrichtungen für Senioren stattfinden. Die OeNB stellt gemeinsam mit der Polizei kostenlose Materialien zur Verfügung, sodass Lehrkräfte kaum zusätzlichen Aufwand haben. Interessierte Schulen und Einrichtungen für Senioren können sich ab sofort anmelden.
Die Teilnahme ist flexibel : Schulen können sich für beide Projekte, nur für die Projekttage oder nur für die Phishing-Simulation entscheiden. „Sicherheit entsteht dort, wo Menschen Verantwortung gemeinsam wahrnehmen. Die Projekttage ‚Generationen gemeinsam sicher‘ zeigen, wie moderne Polizeiarbeit im Sinne von Community Policing funktioniert : vernetzt, bürgernah und mitten im Alltag der Menschen“, unterstreicht betont Michael Takacs, Bundespolizeidirektor. „Gerade beim Thema Betrug ist Aufklärung, gegenseitiger Austausch und ein starkes Miteinander besonders wichtig. Das Projekt stärkt das Sicherheitsbewusstsein und schafft Vertrauen – und damit auch mehr Resilienz gegenüber Betrugsformen.“ (red/laucz)