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© NLK Pfeiffer

Schul­ter­schluss gegen die Teuerung

Land Nie­der­ös­ter­reich unter­stützt Gemein­den und Städte mit wei­te­ren 80 Mil­lio­nen Euro gegen Kos­ten­er­hö­hun­gen. Im Fokus steht die Siche­rung von Arbeits­plät­zen und die Unter­stüt­zung von Gemein­den als Inves­ti­ti­ons­mo­tor für regio­nale Betriebe.

Öster­reichs größ­tes Bun­des­land star­tet ein wei­te­res Ent­las­tungs­pa­ket für seine Kom­mu­nen. Mit einem eigens ent­wi­ckel­ten „blau-gel­ben Ent­las­tungs­pa­ket für Städte und Gemein­den“ unter­stützt das Land Nie­der­ös­ter­reich die Städte und Gemein­den zur Abfe­de­rung der Teue­run­gen. In Summe wer­den 80 Mil­lio­nen Euro bereit­ge­stellt, vom Bund kom­men wei­tere 180 Mil­lio­nen. Im Fokus ste­hen ins­be­son­dere die höhe­ren Kos­ten bei Ener­gie und Per­so­nal sowie die wei­tere Unter­stüt­zung von Kom­mu­nen als Inves­ti­ti­ons­mo­tor pri­mär für regio­nale Kleinunternehmen.

Kom­mu­nen als wich­ti­ger Inves­ti­ti­ons­mo­tor für Betriebe und Arbeitsplätze
„Wir wol­len den Gemein­den und Städ­ten hel­fen, die Teue­run­gen zu stem­men, und wir wol­len ihnen Per­spek­ti­ven und Kal­ku­lier­bar­keit geben. Gemein­den und Städte sind ein über­aus wich­ti­ger Inves­ti­ti­ons­mo­tor für Betriebe und Arbeits­plätze“, betonte Johanna Mikl-Leit­ner, Nie­der­ös­ter­reichs Lan­des­haupt­frau, bei der Prä­sen­ta­tion des kurz­fris­tig geschnür­ten Entlastungspaketes.

Hel­fen will die Nie­der­ös­ter­rei­chi­sche Lan­des­chefin den Gemein­den auch, die Mit­tel des Bun­des im Zuge des kom­mu­na­len Inves­ti­ti­ons­pa­ke­tes abzu­ho­len. Hier ste­hen für Nie­der­ös­ter­reich 180 Mil­lio­nen Euro bereit, zusam­men mit den aktu­el­len 80 Mil­lio­nen des Lan­des sind es dann 260 Mil­lio­nen Euro. „Wenn es darum geht, unsere Gemein­den und Städte zu unter­stüt­zen, gibt es in Nie­der­ös­ter­reich eine gelebte und funk­tio­nie­rende Part­ner­schaft“, so Mikl-Leit­ner auch als Nie­der­ös­ter­reichs ÖVP-Chefin.

Wert­schät­zung für ÖVP-Initia­tive auch von ande­ren Par­teien wie SPÖ
Respekt und Zustim­mung für die Initia­tive der ÖVP-geführ­ten Lan­des­re­gie­rung kommt auch von ande­ren poli­ti­schen Par­teien wie der SPÖ. „Unsere städ­ti­schen Dienst­leis­tun­gen zumin­dest in glei­cher Qua­li­tät anzu­bie­ten, kos­tet 2023 meh­rere Mil­lio­nen zusätz­lich pro Stadt. Wir freuen uns daher über die­ses frühe Weih­nachts­ge­schenk vom Land“, sagt etwa Mathias Stad­ler, SPÖ-Bür­ger­meis­ter von St. Pöl­ten und Vor­sit­zen­der des NÖ-Städtebundes.

„Damit ist ein wich­ti­ger Schritt gelun­gen. Es wird den Gemein­den ermög­licht, auch die 180 Mil­lio­nen Euro, die für Nie­der­ös­ter­reich zur Ver­fü­gung ste­hen (Anm. vom Bund) abzu­ru­fen“, so auch der Ter­nit­zer SPÖ-Bür­ger­meis­ter Rupert Dwo­rak in sei­ner Funk­tion als Prä­si­dent des SP-Gemein­de­ver­tre­ter­ver­ban­des. „Es gilt den Betrieb der Gemein­den sicher­zu­stel­len und es geht um die Wei­ter­füh­rung von Inves­ti­tio­nen für regio­nale Wirt­schafts­pro­jekte“, ergänzte dann noch Johan­nes Pressl, Prä­si­dent des NÖ Gemeindebundes.

Unter­stüt­zung soll noch heuer bei den Gemei­nen ankommen
„Um die Gel­der des Bun­des abho­len zu kön­nen, müs­sen die Gemein­den 50 Pro­zent der Inves­ti­tio­nen selbst über­neh­men, und mit dem 80 Mil­lio­nen-Paket des Lan­des stel­len wir sicher, dass dies auch gelingt“, unter­strich Lud­wig Schle­ritzko als ope­ra­tiv ver­ant­wort­li­cher Finanz­lan­des­rat in Nie­der­ös­ter­reich. Schle­ritzko (ÖVP) ver­an­schau­lichte die Sach­lage mit einem Rechen­bei­spiel aus der Praxis.

Für eine Gemeinde mit 2.000 Ein­woh­nern bedeute dies etwa 96.000 Euro aus dem Lan­des­pa­ket, sei­tens des Bun­des wären es 210.000 Euro und damit in Summe 307.000 Euro an Unter­stüt­zungs­zah­lun­gen. „Das sind rund 50 Euro pro Gemein­de­bür­ger aus dem Lan­des­pa­ket und rund 100 Euro pro Kopf aus dem Bun­des­bud­get“, so Schle­ritzko, der dann noch avi­sierte, dass das Geld aus dem Lan­des­pa­ket noch heuer bei den Gemein­den ankomme.

Autor: red/czaak
16.12.2022

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