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© Pexels.com/Softwarepark Hagenberg

Schutz vor Hacker­an­grif­fen und Raubkopien

Soft­ware Com­pe­tence Cen­ter Hagen­berg ent­wi­ckelt Schutz­sys­teme gegen Indus­trie­spio­nage oder Sabo­tage. Koope­ra­ti­ves For­schungs­pro­jekt „DEPS“ mit Wis­sen­schaft und Wirt­schaft setzt bei Pro­duk­ti­ons­sys­te­men an und sucht noch Projektpartner.

Pro­dukte wer­den immer intel­li­gen­ter, die Ver­net­zung der dafür nöti­gen Pro­duk­tio­nen und Pro­zesse und über­grei­fen­der Wert­schöp­fungs­ket­ten nimmt rasant zu. Ange­fan­gen von der smar­ten Zahn­bürste bis hin zum auto­no­men Auto­mo­bil, hat mitt­ler­weile nahezu jedes Pro­dukt eine Soft­ware-Kom­po­nente. Das beein­flusst sowohl Kos­ten als auch Funk­tio­na­li­tät. Auch die Intel­li­genz der Pro­duk­ti­ons­ma­schi­nen wird zuneh­mend durch Soft­ware getrieben. 

Wert­vol­les Wis­sen steckt in der Software
„Immer mehr wert­vol­les Wis­sen steckt in der Soft­ware, die immer öfter zum Ziel für Hacker wird. Ent­spre­chend ist Schutz von Soft­ware und Urhe­ber­rechte essen­zi­ell. Es gibt bereits zahl­rei­che Lösun­gen, aber auch eini­gen Ver­bes­se­rungs­be­darf, sowohl was den prak­ti­schen Ein­satz als auch die Sicher­heit betrifft“, erläu­tert Tho­mas Zie­ber­mayr, Area Mana­ger Soft­ware Sci­ence am Soft­ware Com­pe­tence Cen­ter Hagen­berg (SCCH).

„Wir ent­wi­ckeln daher einen neuen Ansatz zur Pro­blem­lö­sung mit dem Ziel die Soft­ware gegen Atta­cken von außen abzu­si­chern, Raub­ko­pien zu ver­hin­dern und somit das geis­tige Eigen­tum der Unter­neh­men zu schüt­zen“. Gemein­sam mit der Münch­ner Uni­ver­si­tät der Bun­des­wehr (Insti­tut für Sys­tem­si­cher­heit), der École Poly­tech­ni­que Fédé­rale de Lau­sanne, der bel­gi­schen KU Leu­ven (Insti­tut für Infor­ma­tik) und dem Embedded Sys­tems Lab am FH Cam­pus Hagen­berg ent­wi­ckeln die Hagen­ber­ger For­sche­rIn­nen nun gänz­lich neue Metho­den dafür. 

Unkopier­bare und unver­än­der­bare Betriebssoftware
“In der Soft­ware hat sich eine Mono­kul­tur eta­bliert. Gelingt es einem Angrei­fer, einen Code zu hacken, kann er damit ganz ein­fach alle Maschi­nen des Her­stel­lers atta­ckie­ren, weil die Pro­gramme auf allen Maschi­nen gleich sind. Wir ver­hin­dern das, indem wir die Soft­ware diver­si­fi­zie­ren. Angriffe funk­tio­nie­ren dann nur mehr für die eine Maschine“, erklärt Zie­ber­mayr den Ansatz. 

„Zusätz­lich ver­bin­den wir die Soft­ware mit­tels neuer Metho­den untrenn­bar mit der Hard­ware. Damit sind Raub­ko­pien nicht mehr mög­lich. Durch die Kom­bi­na­tion meh­re­rer Metho­den wird der Auf­wand für das Reverse Engi­nee­ring der Betriebs­soft­ware sehr groß und damit wirt­schaft­lich unren­ta­bel für Hacker”, betont Ziebermayr.

Pro­jekt­part­ner für For­schungs­pro­gramm gesucht
Im lau­fen­den Pro­jekt wer­den nun in enger Part­ner­schaft zwi­schen For­schung und Indus­trie die tech­ni­schen Grund­la­gen geschaf­fen und die ers­ten Pro­to­ty­pen ent­wi­ckelt. Unter­neh­men mit Inter­esse an siche­rer Betriebs­soft­ware kön­nen noch am Fol­ge­pro­jekt und am neuen Modul (Anm. im Rah­men der For­schungs­pro­gramm­li­nie COMET) teilnehmen. 

„Da es sich hier um Grund­la­gen­for­schung han­delt, ist der Auf­wand für die Unter­neh­men über­schau­bar“, so das SCCH in einer Aus­sendung. Beson­ders loh­nend sei das Thema „für Maschi­nen­bau­un­ter­neh­men, Soft­ware­häu­ser und Her­stel­ler von medi­zi­ni­schen Gerä­ten.“ Am 17. Februar fin­det für Inter­es­sen­ten von 9:00 bis 10:30 Uhr eine detail­lierte Prä­sen­ta­tion des For­schungs­pro­jekts statt. 

Autor: red/mich/cc
16.02.2021

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